Frühling?

frühling

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Sekt, auch so ein überflüssiges Getränk

kölschEs gibt Getränke, die muss es nicht geben.

Und wenn es ein Getränk gibt dass ich nach Möglichkeit meide wie die Pest, dann ist das Sekt. Kurioserweise kommen ja einige – vorwiegend – weibliche Zeitgenossen mit einem Gläschen Sekt erst richtig in Stimmung. Aber ich bekomme diese Blubberbrause einfach nicht herunter gewürgt. Schon wenn ich an unsere früheren Schützenfeste im Zelt denke, da hatten wir nämlich auch so eine Sektbar aufgebaut. Eine richtig gruselige Bude, quasi die Abferkelbox im Festzelt.

Dort war es aber meistens so voll und eng, dass man da durchaus auch noch stehen konnte wenn der Alkoholpegel es eigentlich nicht mehr zuließ. Es soll sogar schon Kriegsversehrte gegeben haben, denen hat man in der Sektbar beide Beinprothesen geklaut hat und sie es trotzdem nicht bemerkt haben.

Doch der Preis, den Mann für die Stehhilfe zahlen muss ist hoch. Mann muss Sekt aus mickrigen Glas-Behältnissen trinken, die man eigentlich nur von der Urinprobe beim Urologen kennt. Ziemlich eklig das alles… Wenn es keine Sektbar gibt, gibt es meistens eine Cocktailbar. Cocktail heißt im Festzelt aber nicht Caipirinha oder Margarita, sondern Fanta mit Korn oder Korn mit Fanta. Oder wie man in unseren Gefilden sagt: Pommeröllsche.

Also sollte man an solchen Orten schon vorsichtig sein, denn hier kann es ganz schnell zu Ende gehen. Aber kommen wir zurück zum Sekt. Gerade zum Ende eines Jahres steht ja wieder die Hoch-Zeit der Blubberbrause an, denn an Weihnachten und Silvester steht Sekt ganz hoch im Kurs. Ob meine Abneigung zu diesen Festen an dem vermehrten Genuss von Sekt liegt, kann ich jetzt nur vermuten.

Auf jeden Fall hat es sich bei uns so eingebürgert, dass man zu diesen Anlässen dieses Getränk zu sich nimmt. Die Ausnahme bin natürlich ich, ich trinke nämlich Bier! Ich bin ja schließlich kein Mädchen…

Ameisenüberfall am Freitag

lupeNa das fehlte mir noch.

In heimtückischer Weise wurde ich heute von diesen kleinen Krabbelmonstern überraschtfallen. Und das auch noch im Auto. Nichtsahnend und fröhlicher Dinge stehe ich an einer Ampel, als ich plötzlich einen Späher dieser Tierchen erblickte. Vorsichtig tastete er sich auf meinem Armaturenbrett vor, genau über dem Lenkrad. Als er sich in meine Richtung drehte um sich vorzustellen, wurde er leider von einer umher liegenden Zeitung erschlagen. Tja, Augen auf im Straßenverkehr!

Nachdem ich ihn aus dem Fenster befördert ordentlich bestattet hatte, fiel mir mir bei einem umherschweifenden Blick die Vorhut in Form zweier weiterer Ameisen auf. Die Viecher müssen sich ins Auto geschlichen haben, als der Wagen 2 Tage an unserem Schützenheim geparkt war. Die beiden machten sich gerade genüßlich über die Ledereinfassung meiner Gangschaltung her. „Aber Hallo“ dachte ich so bei mir, „soweit kommt es noch, dass ihr mir die Karre unter dem Hintern wegfresst.“

Die beiden mussten dann unter zur Hilfenahme eines in der Mittelkonsole deponierten Lappens ebenfalls kurzfristig exekutiert und entsorgt bestattet werden. Und noch während ich den Lappen wieder zusammen faltete, bemerkt ich im Fußraum der Beifahrerseite weitere Krabbelsoldaten. Uaaaaaaah… Naja egal, selbst ist der Mann, schließlich muss man sich in jeder Situation zu helfen wissen.

Also habe ich kurzfristig die nächste Tanke angesteuert und mir ein chemisches Kampfmittel besorgt. Was es nicht alles an der Tanke gibt… Und nach gutem durchschütteln – wie in der Anleitung beschrieben – wurden die Krabbelviecher dann mit einer chemischen Keule betäubt und aus dem Auto befördert. Leider wurde die Ameisenpopulation durch diese drastische Maßnahme um etwa 10 Familienmitglieder dezimiert.

Ich hoffe doch sehr, dass mich jetzt kein Tierschützer an die Wand nagelt, aber bei Ameisen im Auto reagiere ich bisweilen etwas herb. Und außerdem habe ich mich ja auch selbst gestraft. Denn im Auto stinkt es jetzt, als hätte ein Perserkater einen Aderlass erhalten. Morgen reiße ich wohl den Fußraumteppich auf der Beifahrerseite raus. Oder hat jemand eine bessere Idee?