Duftkerzen mit ungewöhnlichen Düften wie Auspuffabgase, Chlor, Furz und Urin

Die Stinky Candle Company aus Illinois/USA stellt Duftkerzen her. Und die kann man ja – gerade jetzt so kurz vor den Weihnachtsfeiertagen – immer gebrauchen.

Allerdings handelt es sich um etwas außergewöhnliche Duftrichtungen, die eher für Fetischisten gedacht sein dürften. Während man Düfte wie etwa Speck, Leder oder Opas Pfeifentabak noch für halbwegs ungefährlich halten darf, wäre ich mir bei den Duftrichtungen Autoabgase, Chlor, Furz, Körperschweiß oder Urin da nicht ganz so sicher.

Wer Interesse an solch einer Duftkerze haben sollte, der kann sich ja mal auf der Website der Stinky Candle Company umsehen. Die Duftkerzen kosten knapp 12 US-Dollar, für Fetischisten eine durchaus finanzierbare Investition. Oder vielleicht fehlt euch auch noch ein Weihnachtsgeschenk?

Grafik © stinkycandlecompany.com

Miniatur-Kunstwerke im Nadelöhr

Diese Kunstwerke sind so klein, dass man sie ohne gesundheitliche Beschwerden einfach einatmen könnte. Denn die Skulpturen des englischen Bildhauers Willard Wigan sind winzig klein, gerade mal 0,005 Millimeter hoch. Sie werden aus Gold, aus einem Sandkorn oder einem Nylonfaden unter dem Mikroskop “geschnitzt” und mit einem Wimpernhaar angemalt. So entstehen kleine Kunstwerke, die in einem Nadelöhr oder auf einem Stecknadelkopf platziert werden und mit bloßem Auge nicht zu sehen sind.

© Willard Wigan

Diese Miniatur-Skulpturen werden auf dem Kunstmarkt zu astronomischen Preisen gehandelt. Einfach unfassbar, mit welchem Fingerspitzengefühl Wigan gesegnet sein muss. Ein Beispiel seiner Kunstwerke – um ein vielfaches vergrößert – kann man hier oben bestaunen, auf seiner Website gibt es noch mehr zu bestaunen. Mit seinen Micro-Skulpturen steht er natürlich auch im Guinness Book of World Records.

Blog Adventskalender 2018 – 9.Söckchen – Wie feiert man eigentlich Weihnachten in…

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Weihnachten ist ja mit einigen Traditionen verbunden. Jede Familie hat da so ihre eigenen Abläufe, die sich in jedem Jahr wiederholen. Ganz oft höre ich in diesem Zusammenhang zum Beispiel, das an Heiligabend Würstchen mit Kartoffelsalat auf den Tisch des Hauses kommen. In der Adventszeit werden viele Häuser und Gärten schon weihnachtlich geschmückt und auch bei uns hier gibt es schon ein paar Freaks, die es überhaupt nicht abwarten können und den Weihnachtsschmuck schon in der dritten Novemberwoche aus dem Keller geholt haben. Doch wie wird Weihnachten eigentlich in anderen Ländern gefeiert?

Weihnachten feiern zwar viele Menschen, allerdings auf ganz unterschiedliche Weise. Nicht in jedem Land bringt der Weihnachtsmann oder das Christkind die Geschenke und anders als bei uns findet auch die Bescherung nicht überall am Heiligen Abend statt. Die weihnachtliche Tradition ist generell überall gleich, denn im Christentum wird die Geburt von Jesus gefeiert. Doch andere Länder andere Sitten, jedes Land hat andere Bräuche und Traditionen und nicht zuletzt wird auch in unterschiedlichen Zeit- und Klimazonen gefeiert.

In England werden zu Weihnachten die Wohnzimmer mit Luftschlangen und Girlanden geschmückt. Weihnachtsbäume sind auf der Insel seit Königin Charlotte, der deutschen Frau von König George III., anzutreffen. Sie führte im späten 18. Jahrhundert diese deutsche Tradition in England ein und der ebenfalls aus Deutschland stammende Prinz Albert machte ihn dann berühmt. Er spendete unter anderem Bäume für Kasernen und Schulen und seitdem werden auch bei den Engländern Weihnachtsbäume aufgestellt.

Zu Weihnachten wird in England traditionell Plumpudding serviert, der eigentlich gar kein richtiger Pudding ist, in dem eine Münze versteckt wird. Der Glückliche, der die Münze in seinem Plumpudding findet, darf sich etwas wünschen. Ohne Plumpudding würden die Insulaner Weihnachten wahrscheinlich lieber ausfallen lassen. Heiligabend, dass auf der Insel “Christmas Eve” genannt wird, gibt es in England ein Festessen und nicht selten werden die Teller dazu mit kleinen Hütchen und Tröten dekoriert. Der Weihnachtsmann, der in England Father Christmas genannt wird, kommt nach englischer Tradition erst in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember und so gibt es die Geschenke erst nachts oder am 1.Feiertag.

Wie in Italien, denn auch dort gibt es erst am 1. Weihnachtstag Geschenke. Dort ist Weihnachten ein besonderes Fest, denn viele Italiener sind streng gläubig. An Heiligabend kommt traditionell die ganze Familie zusammen und man isst zusammen. Nach dem Essen wird oft die Mitternachtsmesse besucht. Anders als zum Beispiel in Deutschland gibt es keine Geschenke unter dem Weihnachtsbaum. Nur die Krippe darf unter dem Baum aufgebaut werden. Die wirklich traditionellen Italiener müssen sich auch heute noch mit der Bescherung etwas gedulden.

Denn Geschenke werden – genau wie in Spanien – erst am 6. Januar, dem Dreikönigstag, verteilt. In Südeuropa hält sich immer noch der Brauch der Dreikönigshexe Befana und die Geschenke werden demnach nicht vom Weihnachtsmann oder Christkind gebracht, sondern von dieser Hexe. Allerdings hat sich in vielen Regionen Italiens und auch bei den bei uns lebenden Italienern mittlerweile auch die Tradition von Weihnachtsmann und Christkind durchgesetzt, wobei es aber Geschenke trotzdem erst am 1. Feiertag gibt.

In Spanien bringen die Heiligen drei Könige den Kindern die Geschenke. Am 24. Dezember trifft sich dann die Familie und es wird gemeinsam gegessen und getrunken. Wie in Italien besuchen auch die Spanier danach eine Mitternachtsmesse. Zwar wird auch in Spanien das Haus zu Weihnachten geschmückt, allerdings wird doch kein Weihnachtsbaum aufgestellt sondern nur eine Krippe. Üblicherweise werden auch am Heiligabend keine Geschenke verteilt.

Zur Weihnachtszeit gibt es in Spanien eine Weihnachtslotterie, El Gordo. Diese Lotterie, an der sich sehr viele Spanier beteiligen, findet am 22. Dezember statt. Dort werden riesige Summen ausgespielt und die Einwohner eines einzigen Dorfes wurden sogar schon alle zu Millionären. Erst am Dreikönigstag am 6. Januar gibt es in Spanien Geschenke.

In Frankreich heißt der Weihnachtsmann Père Noël. Wie in anderen europäischen Ländern wird auch in Frankreich am 24. Dezember ein Festmahl serviert. Und zumindest die französischen Kinder bekommen sogar zweimal Geschenke! Um Mitternacht besucht die gesamte Familie die Mitternachtsmesse und dem Brauch nach schleicht dann Père Noël ins Haus und versteckt in den Schuhen der Kinder kleine Geschenke. Quasi ein kleiner Vorgeschmack, denn am 1. Weihnachtstag kommt er noch einmal wieder, und erst dann findet in Frankreich die richtige Bescherung statt.

In Schweden wird Weihnachten als Julfest gefeiert. Es beginnt bereits am ersten Advent und endet erst am 13. Januar mit dem St.-Knuts-Tag, der übrigens keine Erfindung eines großen Pappmöbelherstellers ist. Am 13. Dezember ist der Tag der Heiligen Lucia und viele, vorwiegend jüngere Schwedinnen, “verkleiden” sich als Lucia mit einem Kranz auf dem Kopf, auf dem auch Kerzen befestigt sind. Auch in Schweden wird der Weihnachtsbaum mit vielen Kerzen geschmückt und es werden Strohpuppen und Gebäck am Baum aufgehängt.

Am heiligen Abend gibt es ein Festessen, anschließend werden die Kerzen an dem Weihnachtsbaum angezündet und es findet die Bescherung statt. Der schwedische Weihnachtsmann heißt Jultomten und nach der Bescherung geht man mit der ganze Familie zur Mitternachtsmesse. Am 13. Januar wird dann das Ende der Weihnachtszeit gefeiert.

In Russland überbringt traditionell Väterchen Frost die Geschenke. Bedingt durch ein anderes Kalendersystem, dort gilt der Julianische und nicht wie bei uns der Gregorianische Kalender, fällt Heiligabend nach russischer Zeitrechnung erst auf den 6. Januar. Gläubige Russen fasten vorher bis zum 1. Weihnachtstag am 7.Januar 40 Tage lang. Zu Weihnachten gibt es dann ein großes Festmahl.

Der Weihnachtsbaum wird nach unserer Zeitrechnung erst Ende Dezember aufgestellt und geschmückt. In der Nacht vom 31. Dezember auf den 1. Januar gibt es Geschenke und da in Russland die andere Zeitrechnung gilt, wird dort Weihnachten auch etwas länger, nämlich bis zum 11. Januar, gefeiert. Dieser 11. Januar ist gleichzeitig in Russland auch der letzte Tag des Jahres.

In Nordamerika werden die Geschenke von Santa Claus gebracht. In den USA und auch in Kanada gibt es zu Weihnachten traditionell ein richtiges Festmahl, an dem meistens ein Truthahn serviert wird. Da die Amerikaner es bunt lieben, schmücken viele ihre Häuser mit Lichterketten. In den USA gibt es sogar Wettbewerbe, wer sein Haus am schönsten dekoriert hat. Amerikaner und Kanadier haben, bedingt durch sehr viele Einwanderer, überwiegend die europäischen Traditionen übernommen, wenn man von ihrem Hang zu kitschigen Dekorationen mal absieht.

In Australien zum Beispiel dürfte Schnee im Dezember, der bei uns mit winterlicher und weihnachtlicher Gemütlichkeit in Zusammenhang gebracht wird, außer in einer Ski-Halle relativ selten sein. Was machen also die Aussies an Weihnachten: Sie tanzen! In den öffentlichen Parks werden kostenlose Konzerte gegeben und Familien und Freunde treffen sich zum Picknick. Diese öffentliche Feierei nennt sich übrigens Carols by Candlelight. Da in Australien zur Weihnachtszeit in der Regel auch hochsommerliche Temperaturen herrschen, erscheint der Weihnachtsmann Santa Claus natürlich stilecht in Badehose.

Bedingt durch viele Einwanderer aus Europa setzen sich aber auch immer mehr europäische Traditionen durch und man sieht auch häufiger zumindest Plastik-Weihnachtsbäume und Kunstschnee. Und ganz ehrlich, für mich als wenig weihnachtlich begeisterten wäre eigentlich Australien das perfekte Land. Wer sich übrigens noch mit einem Weihnachtsbaum versorgen muss, für den gibt es wenigstens gute Nachrichten. Die Preise sind – anders als bei Benzin – stabil: Für einen Meter Nordmanntanne etwa muss der Kunde durchschnittlich zwischen 18 und 23 Euro auf den Tisch des Tannendealers blättern.

Es hat wieder Spaß gemacht, am Blog Adventskalender teilzunehmen. Ein Dank geht an alle Teilnehmer und nicht zuletzt natürlich an Alex, der sich jetzt schon 10 Jahre diese Plackerei angetan hat, um alle Teilnehmer zusammen zu bekommen. Euch und euren Familien wünsche ich noch einen schönen 2. Advent und ein paar schöne Feiertage. Ich werde heute Extremcouching betreiben, denn nach der äußerst ausgiebigen Weihnachtsfeier gestern Abend fehlen mir doch noch so 3-5 Stündchen Schlaf…

Das 10. Söckchen des diesjährigen Blog Adventskalenders findet ihr entweder hier, hier oder hier.