Anschlag im OEZ in München – Ein paar Gedanken

lupe

Den gestrigen Fernsehabend bestimmte der Amoklauf von München.

Nun also scheint festzustehen dass es wohl doch „nur“ ein Einzeltäter war, der am gestrigen Abend nicht nur München in Angst und Schrecken versetzte. Die Polizei ist sich inzwischen sicher, das die tödlichen Schüsse von einem 18-jährigen Deutsch-Iraner abgegeben wurden. Was ihn zu dieser furchtbaren Tat bewogen hat, die einschließlich des Täters 10 Todesopfer und 16 Verletzte forderte, weiß zum jetzigen Zeitpunkt noch niemand. Krank? Fanatisch? Vermutungen…

Das der Terror auch in Deutschland angekommen ist, zeigt München genauso wie der Axt-Angriff eines 17-jährigen vor ein paar Tagen in Würzburg, bei dem 4 Menschen teilweise sehr schwer verletzt wurden. Die Unterscheidung zwischen Amoklauf und Terrorangriff spielt dabei in meinen Augen auch keine Rolle mehr, zumindest die Tat in Würzburg wurde von einem Menschen ausgeführt, der sich durch die fanatischen Aufrufe des IS dazu auserkoren fühlte.

Auch beim gestrigen Anschlag kann man schon sehr stark davon ausgehen, dass das Tatmotiv ähnlich sein dürfte. Auch wenn diese Aussage einer Vorverurteilung gleich kommt und man mit solchen Aussagen sehr vorsichtig sein sollte. Wir werden mit solchen Anschlägen zukünftig leider Gottes leben müssen, denn mit Sicherheit sind mit der großen Flüchtlingswelle auch Menschen ins Land gelangt, die Böses im Schilde führen.

Leider werden jetzt auch wieder – gerade in den sozialen Netzwerken – viele Verallgemeinerungen veröffentlicht. Im Grunde ist jetzt jeder Nicht-Deutsche ein Terrorist, auch wenn der mit Abstand größte Anteil der Menschen die vor einem Krieg geflohen sind hier bei uns nur Ruhe und Frieden sucht. Und die diese Taten mit Sicherheit genauso verabscheuen wie wir. Trotzdem dürfen sich gerade unsere Politiker wieder anhören, wen sie da alles ins Land gelassen haben.

Doch einen Staat wie die ehemalige DDR kann doch ernsthaft niemand mehr wollen, in dessen Grenzen man eingemauert zumindest trügerische Sicherheit vor fremden Nationalitäten und anderen Religionen hat. Das schlimme ist das diese Anschläge die Meinung vieler beeinflussen, das man nirgends mehr sicher ist. Es kann jeden erwischen, egal wo und wann. Genau das ist ja das Ziel dieser Anschläge, man möchte die Bevölkerung verunsichern, sie in Angst und Schrecken versetzen. Und wer weiß wo die nächste Tat schon geplant wird…

Gelegenheiten mit großen Menschenansammlungen gibt es mehr als genug, neben Einkaufszentren wie dem OEZ in München dürften zukünftig auch die Besucher von Volksfesten, Konzerten oder Sportveranstaltungen oft ein mulmiges Gefühl, wenn nicht sogar Angst verspüren, solche Veranstaltungen zu besuchen. Ich selbst hatte gestern Abend solch ein mulmiges Gefühl, denn ich bin mehrmals im Jahr beruflich im OEZ unterwegs.

Trotz der schrecklichen Ereignisse gibt es auch positives. Der Polizei in München muss man ein großes Lob aussprechen, die über die sozialen Netzwerke umfassend informierte und auch warnte. Dieses wurde von allen Seiten sehr positiv aufgenommen. Münchner Bürger boten Reisenden Übernachtungsmöglichkeiten an, weil sie wegen der Einstellung des öffentlichen Nahverkehrs, Taxis etc. in München gestrandet waren.

Doch der „Held“ des gestrigen Abends war – nicht nur für mich – der Pressesprecher der Münchner Polizei, Marcus da Gloria Martins. Sehr souverän, geduldig, glaubwürdig, vor allem aber sachlich und locker, ohne das geringste Zeichen von Anspannung und Aufregung stand er den Vertretern der TV-Sender und Radiostationen Rede und Antwort. Mein Highlight war die Antwort auf die Frage eines Reporters, ob man etwas zu der Todesursache des vermeintlichen Täters sagen könne: „Ich kann Ihnen sagen, er ist nicht einfach so umgefallen!“

Mein Beileid gilt all denen, die einen geliebten Menschen, ein Familienmitglied oder Freund verloren haben.

Der Terror kommt näher – Bombenanschläge in Brüssel

nurmalso

Nach den Anschlägen von Paris und den Anschlagserien in der Türkei war gestern Brüssel das Ziel. Bei Anschlägen am Flughafen und in der Metro wurden viele Menschen getötet und es gab eine große Anzahl Verletzter. Und es dürfte in meinen Augen – ohne jetzt hier in Panik machen zu wollen – nur noch eine Frage der Zeit sein, bis das Ziel dieser Terroristen auch Deutschland sein wird.

Leider gehen, wie es gestern bei Twitter jemand formuliert hat, nur wenige Attentäter mit drauf. Und leider befinden sich eine Menge dieser Leute noch auf freiem Fuß und planen vielleicht schon die nächste(n) Tat(en). Das der nächste Anschlag kommen wird ist so sicher wie das Amen in der Kirche, wo dürfte dann erst bekannt werden wenn es passiert ist. Doch solche Taten wie gestern in Belgien schüren natürlich Angst, auch bei uns in Deutschland.

Und genau das ist das Ziel dieser Extremisten, die auch einen Selbstmord billigend in Kauf nehmen wenn es nur genügend Unschuldige trifft. Ein Ziel wie beispielsweise ein Flughafen dürfte bei vielen – wenn auch unterbewusst – Angst vor der nächsten Geschäfts- oder Urlaubsreise aufkommen lassen. Denn das was da in Brüssel passiert ist, könnte ja auch an jedem anderen Flughafen dieser Welt geschehen.

Doch selbst wenn man die Sicherheitsvorkehrungen an öffentlichen Einrichtungen nun verstärkt, wird es niemals einen hundertprozentigen Schutz geben. Die Frage ist, ob man sich durch solche Taten einschüchtern lässt. Dann dürfte man kein Konzert und kein Fußballspiel mehr besuchen und sollte nach Möglichkeit auch sonstige größere Menschenansammlungen meiden. Und dann hätten diese Terroristen ihr Ziel erreicht. Denn ob jemand etwas böses im Schilde führt, ist leider nicht in die Stirn eingestanzt.

Die Gefahr bei einem Verkehrsunfall zu verunglücken oder sich bei einem Treppensturz das Genick zu brechen dürfte allerdings noch um ein vielfaches höher liegen, als Opfer eines Terroranschlags zu werden. Auch wenn das angesichts der vielen Opfer jetzt etwas flapsig klingt. Ich will mir jedenfalls nicht von vermeintlich religiösen Fanatikern diktieren lassen, ob ich mich noch vor die Tür trauen darf. Doch ich habe auch immer noch die Hoffnung, dass die Idioten, Extremisten und Terroristen dieser Welt irgendwann einmal keinen Grund mehr dazu haben werden, unschuldigen Menschen das Leben zu nehmen.

Mein Mitgefühl gilt den Angehörigen der Opfer.

Glyphosat und Altbier

altbier

Jetzt also auch noch das…

Eine Untersuchung des Münchner Umweltinstituts brachte es an den Tag, mehrere deutsche Biere sind mit dem Pestizid Glyphosat belastet. Bei einem Test mit 14 der bekanntesten Biermarken Deutschlands wurden Spuren dieses Unkrautvernichtungsmittels gefunden. Die Gefahr hält sich nach bisherigen Erkenntnissen allerdings in Grenzen, denn um in einen gesundheitlich bedenklichen Bereich zu kommen, müsste man etwa 1000 Liter Bier pro Tag trinken. Und in dem Fall streikt wohl eher die Leber…

Die betroffenen Biersorten stammen von Hasseröder, Jever, Warsteiner, Radeberger, Veltins, Oettinger, König, Krombacher, Erdinger, Paulaner, Bitburger, Beck’s, Franziskaner und Augustiner, alles Sorten die ein Kölner sowieso nur im Fall einer schlimmen und lang anhaltenden Dürreperiode trinken würde. Was mich allerdings ein wenig wundert ist die Tatsache, dass man das alte Bier Altbier unserer rheinischen Nachbarn aus Düsseldorf nicht mal getestet hat.

Für den gemeinen Düsseldoofendorfer gilt diese undefinierbare dunkle Plörre als bestes Gesöff auf Erden. In anderen Teilen des Landes wird diese Meinung allerdings nur müde belächelt. Schließlich möchte man den Landeshauptstädter nicht moralisch nötigen… Es ist allerdings ein Gerücht, dass Altbier magische Kräfte haben soll. Es soll Frauen zwar hübscher machen als jedes andere Getränk, dies liegt aber vorrangig an der halluzinogenen Wirkung des Klärschlamms, aus dem dieses Zeug gewonnen wird.

Diese niederrheinische „Spezialität“ ist das genaue Gegenteil von unserem Kölsch. Da die Menschen in Köln nur eine kleine Menge ihrer jährlichen Gerstensaftproduktion auch selbst konsumieren, möchte man den großen Rest des edlen Gebräus natürlich auch noch zu Kohle machen. Deshalb werden die Fässer quasi bis zum überlaufen gefüllt. Und das, was dann oben herausquilt, wird dann nach Düsseldorf verkauft und dort unter (daher sagt man „untergärig“) Zugabe des schon erwähnten Klärschlanms nochmals so lange gebraut, bis es genauso alt aussieht wie es schmeckt bzw. heißt.

Man sagt gemeinhin, die Qualität könnte weitaus besser sein, müsste man nicht beim brauen die extra dem Altbier beigefügten Fuselalkohole (damit der Düsseldorfer Alltag erträglich ist) herausfiltern. Viele Alkoholiker Kenner widersprechen dem jedoch. Sie vertreten die Auffassung, dass gerade die Wechselwirkungen zwischem radioaktivem Klärschlamm und dem ebenfalls zugesetzten Glyphosat für die stark bewusstseinserweiternde, euphorisch machende Wirkung des Altbiers verantwortlich sind.

Altbier hat aber noch viele weitere negative Eigenschaften. So kristallisiert es im Blut und führt somit zu erhöhtem Herzinfarktrisiko. Weiterhin enthält ein Glas Altbier mehr Östrogene als ein Reisebus voller gebährfähiger Frauen, was zu unliebsamen Nebenwirkungen wie etwa vergrößertem Brustumfang und bei Frauen auch zu ungewollten Schwangerschaften führen kann.

Aber als Kölner gönnt man seinen rheinischen Nachbarn ja alles Gute. Trotzdem wundert es mich etwas, dass Altbier nicht getestet wurde. Vielleicht ist es den Damen und Herren des Münchner Umweltinstituts auch nicht bekannt. Oder sie hatten nach den Tests der anderen Biere ganz einfach so die Schnauze voll, dass sie sich das nicht auch noch antun wollten. Verständlich wäre es…