Blockupy-Proteste in Frankfurt – Ein Schande für Deutschland

nurmalsoIch habe nichts gegen Demonstrationen.

Zumindest wenn es friedlich abgeht. Schließlich hat jeder Bürger ein Recht seine Meinung – auch auf diese Weise – zu äußern. Aber das was da gestern in Frankfurt anlässlich der Eröffnung der neuen EZB-Zentrale abging, das geht gar nicht! Schon am frühen Morgen hörte man Meldungen über brennende Barrikaden und sogar Polizeiwagen und bis zum Nachmittag wurden nicht nur Demonstranten verletzt, auch fast 100 Polizisten.

Die Polizei twitterte quasi live Angriffe auf eine Polizeiwache und obwohl man mit über 6000 Polizisten aus dem ganzen Bundesgebiet vertreten war, waren die Ordnungshüter doch überrascht von dem hohen Gewaltpotential, das von ein paar chaotischen Idioten ausging. Anders kann man diese Vollpfosten wirklich nicht nennen, denn um wirklichen Protest ging es diesen Kreaturen wohl nicht. Nur Randale zählte und Frankfurt war gestern dazu auserkoren.

Blockupy bezeichnet ein linkspolitisches und antikapitalistisches Netzwerk aus mehreren Organisationen, dessen Name sich von seinem Vorhaben einer Blockade (englischto block ‚blockieren‘) und von der Occupy-Bewegung (engl. to occupy ‚besetzen‘) ableitet.[1] Das Bündnis rief 2012 und 2013 zu Aktionstagen mit dem Ziel auf, das Tagesgeschäft der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt am Main zu stören und gegen die europäische Finanzpolitik im Hinblick auf die Eurokrise zu protestieren.

Quelle: Wikipedia

So etwas wie gestern hat es in Deutschland lange nicht gegeben. In diversen Nachrichtensendungen waren Bilder zu sehen die zeigten, wie gewaltbereite „Demonstranten“ auf Beamte losgingen. Weiter konnte man im Film sehen, wie Scheiben von Einsatzfahrzeugen zerschlagen und sogar Polizeiautos angezündet wurden. Und im Radio äußerte sich eine Blockupy-Aktivistin dazu wie folgt: „Dies ist einfach notwendig. Ich hoffe, dass sich die Leute darüber ärgern und ins Nachdenken kommen. Aber dazu brauchen wir eine kritische Masse.“ Da könnte ich ins Essen brechen…

Natürlich waren abends auch Stimmen zu hören, dass der Einsatz der Polizei unverhältnismäßig gewesen sei. Aber sollten die Beamten sich in Frankfurt verprügeln und mit Reizgas besprühen lassen und auch noch lächeln? Da muss man auch damit rechnen, das man etwas abbekommt. Für mich noch zu wenig… Traurig nur, das die vielen „Nur-Demonstranten“ jetzt wieder in einen Topf mit diesen gewalttätigen Spacken geworfen werden. Denn die meisten wollten wahrscheinlich wirklich nur demonstrieren…

Ich wünsche den verletzten Polizisten gute Besserung und bedanke mich dafür, dass sie verhindert haben dass es zu noch weiteren Auswüchsen kam. Den verletzten Spackos wünsche ich, dass sie die blauen Flecken noch lange spüren. Auch wenn das diese Klientel nicht von weiteren Schandtaten abhält. Leider…

Je suis Charlie

Der gestrige Anschlag auf die Satirezeitschrift Charlie Hebdo in Paris, bei der 12 Personen erschossen wurden und weitere teilweise schwer verletzt wurden, schockt nicht nur die Franzosen. Ob die Tat nun von ein paar radikalen Islamisten verübt wurde ist noch nicht hundertprozentig sicher, es scheint aber höchst wahrscheinlich. Zumindest hat man zwei Verdächtige im Visier, die in Richtung schon aufgefallen sind. Charlie Hebdo legte sich schon seit Jahren mit religiösen Eiferern angelegt – gleich welcher Glaubensrichtung – und wurde deshalb auch schon seit Jahren bedroht.

Traurig ist außerdem, dass egal durch wen dieser feige Anschlag ausgeführt wurde, dies den PEGIDA-Sympathisanten wieder voll in die Karten spielt. Denn Islamisten sind Islamisten, obwohl die weitaus meisten von ihnen diesen Anschlag wahrscheinlich genauso abscheulich finden wie der Rest der Welt. Doch in dieser Beziehung werden da leider nur selten Unterschiede gemacht. Es wird verallgemeinert und das ist Gift für ein friedvolles Miteinander.

Sicherlich gibt es auch in Europa Moslems, die eine intensivere Glaubensausübung vertreten als der Rest. Auch in Deutschland gibt es genügend Christen, die weitaus öfter eine Kirche besuchen als die Mehrheit. Keine dieser Gruppen ist aber gewalttätig wenn es darum geht, ihren Glauben auszuleben. Die meisten Moslems in aller Welt wollen eigentlich nur in Ruhe leben und ihnen sind Gottesstaaten, die religiöse Eiferer ausgerufen haben, genauso suspekt wie dem Rest der Welt. Trotzdem sehen sich nach so einer Tat wie gestern Moslems schon genötigt sich öffentlich zu entschuldigen, um nicht mit den Attentätern gleich gestellt zu werden.

charlie

Religiöse Eiferer wird es leider immer geben und gerade die Weltreligion Islam produziert diese immer wieder. Wer sich ereifern möchte, der wird auch immer einen Grund finden. Um diesen Eiferern keinen Angriffspunkte zu geben, müsste man im Prinzip nur die Pressefreiheit außer Kraft setzen. Undenkbar bei uns, Gott und Allah sei Dank. Vielleicht würde es aber auch schon seitens der Karikaturisten dieser Welt genügen, den Propheten Allah einfach nicht bildlich darzustellen. Denn das ist der Zankapfel, das ist nach muslimischen Glauben nicht erlaubt. Weder in harmlosen Zeichnungen und erst recht nicht in einer – für uns Christen – harmlosen Karikatur. Vielleicht ist das aber auch nur etwas kindlich gedacht…

Es bleibt aber abzuwarten, ob dies eine Einzeltat war oder ob noch andere Anschläge folgen. Denn im Prinzip ist jeder gefährdet, da machen Eiferer keine Ausnahme. Wer ihren Anforderungen nicht entspricht, der ist gefährdet. Egal ob Moslem oder Christ… Umgehend veröffentlichte übrigens gestern PEGIDA ein Posting, auf das ich hätte wetten können. Und auch die umstrittene Bürgerbewegung Pro NRW setzte sich mit auf den Zug und veröffentlichte das hier. Angesichts dieser Scharfmacher darf man gespannt sein, wie der Anschlag von Paris medial noch weiter negativ ausgeschlachtet wird.

Wozu die vermeintliche Angst vor Islamisten auch führen kann zeigt dann die folgende Meldung. Und das ist sicher noch nicht das Ende der Fahnenstange…