Das war es wohl mit der 1. Bundesliga

effzeh

Es ist zwar noch nicht alles verloren, doch gestern hätte man schon mal einen Riesenschritt machen können, um doch noch die Klasse zu erhalten.

Denn bei einem Sieg hätte man erstmals den letzten Platz verlassen und den Abstand zum Relegationsplatz und sogar auf den rettenden Platz 15 auf 5 Punkte verringern können. Hätte… Denn schon vor dem Spiel hatte ich so eine Ahnung:

Zwar ist immer noch alles möglich, denn immerhin sind in den restlichen 9 Spielen immer noch 27 Punkte zu vergeben. Aber die Hoffnung schwindet immer mehr und es sieht so aus, als müssten wir uns mit einem erneuten Abstieg abfinden.

Nur die Medaillengewinner zählen, der Rest hat versagt

Wie schon vermutet, habe ich das olympische Geschehen in Südkorea bisher überwiegend aus der Konserve genossen.

Einzig am vergangenen Sonntag habe ich die Glotze von morgens um 6 bis zum späten Nachmittag glühen lassen, um mir einige Entscheidungen live anzusehen. Und wie bei jeder größeren Sportveranstaltung habe ich mich auch am Sonntag einige Male geärgert. Nicht etwa über die Athleten, sondern über die Reporter.

Dieses überzogene Anspruchsdenken geht mir ja schon seit Jahrzehnten auf den Beutel. Frei nach dem Motto: Wer keine Medaille holt ist ein Verlierer! Immer nur die Medaillengewinner stehen – zumindest für die Dauer der jeweiligen Veranstaltung – im Fokus, der große Rest hat quasi die Arschkarte gezogen. Dabei hat es eigentlich jeder verdient der bei Olympischen Spielen oder anderen Großereignissen antritt, das seine Leistung auch gewürdigt wird. Denn alle die dort an den Start gehen erbringen Leistungen, die es wert sind gewürdigt zu werden. Egal ob man nun Vierter oder Letzter wird, gewinnen kann nun mal nicht jeder. Schon bei einer Formulierung wie “Athlet XYZ wurde “nur” Fünfter” wünsche ich teilweise dem Berichterstatter schon dreijährig andauernden Durchfall…

Doch Leistungen außerhalb der Medaillenränge zählen nicht nur hierzulande scheinbar nicht viel, gefragt sind ausschließlich die, die Medaillen abräumen. Den anderen gesteht man lediglich zu, vor Millionen Zuschauern mit unter die Nase gehaltenem Mikrofon nach Erklärungen suchen zu müssen, weshalb ihre Leistung nicht zu einer Platzierung ganz vorne gereicht hat.

Ich finds zum kotzen, doch ich werde wohl nichts daran ändern können. Leider…

Beitragsgrafik: Quelle © Wikipedia

Neues aus dem Dopingsumpf: Russische Sportler teilweise rehabilitiert

Das der internationale Sport nicht aus den Doping-Schlagzeilen herauskommt, ist ja schon lange bekannt.

Da in den populären Sportarten, ob nun im Sommer oder im Winter, heutzutage ganz schön viel Geld zu verdienen ist, greifen einige Sportler zu unerlaubten Mitteln. Und mittlerweile dürfte bei fast allen Nationen das Thema Doping nur noch Brechreiz auslösen. Zumindest bei den Nationen, die den Kampf gegen Doping noch nicht ganz aufgegeben haben. Auch wenn das heute fast schon blauäugig wirkt…

Vor allem nach dem gestrigen Urteil des Internationalen Sportgerichtshof (CAS), der trotz nachgewiesenem “staatlich verordnetem Dopings” 28 russische Wintersportler quasi rehabilitierte, weil man den einzelnen Sportlern nichts nachweisen konnte. Die Aussagen von Grigori Rodschenkow, ehemals Leiter des russischen Anti-Doping-Labors, der 2014 eigenhändig verbotene Substanzen verabreicht hat und sich später in die USA absetzte und wo er zum Kronzeugen des IOC wurde, waren dem CAS offensichtlich nicht glaubwürdig genug.

Vielleicht wollte man aber auch das in letzter Zeit ziemlich belastete Verhältnis des IOC zu Russland nicht noch mehr zerrütten oder hatte ganz einfach Angst vor der eigenen Courage. Die “sauberen” Athleten dürften sich jetzt in jedem Fall noch mehr verarscht vorkommen und der gemeine Sportfan schüttelt nur mit dem Kopf und kann so viel Ignoranz nicht fassen.

Alle Dopingfander dieser Welt können theoretisch ihren Job jetzt an den Nagel hängen, denn wenn man es noch nicht einmal schafft Dopingproben so zu verschließen, das sie nicht ausgetauscht oder anderweitig manipuliert werden können, dann sollte man Doping besser für alle freigeben. Dann kann jeder Sportler selbst entscheiden, ob er sich unter Umständen seine Gesundheit für eine Menge Geld ruiniert.

Grafikquelle: © Wikipedia
Videoquelle: tagesschau.de

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