Schnelle Verpflegung am Dönerstag

nurmalso

Normalerweise ist das vollkommen gegen meine Gewohnheit…

Aber ich hatte gerade Heißhunger auf etwas fettiges, fleischiges. Denn gestern Abend war ich erst relativ spät zu Hause, geduscht, umgezogen und ab zum Zockerabend mit den Kumpels. Weshalb das Abendessen ausfallen musste wegen is nich. Morgens zum Frühstück verspüre ich nur in den seltensten Fällen Appetit auf feste Nahrung, jedenfalls vor 10 Uhr. Also habe ich – wie immer – nur zwei Käffchen schnabuliert und bin abgedampft…

Aber eben an der Dönerbude, da kam mir so ein herzhafter Duft entgegen. Und da heute sowieso Dönerstag ist, habe ich mir kurz entschlossen so ein Schälchen zubereiten lassen. Nur Fleisch und etwas Grünfutter, schließlich muss auch der Vitaminhaushalt in Ordnung gehalten werden. Die Pommes habe ich weggelassen, für den ersten Hunger wird die Portion reichen.

Ich kann mich überhaupt nicht erinnern, wann ich vormittags mal Döner gegessen habe. Ob überhaupt… Egal, heute ist Dönerstag. Mahlzeit!

döner

Landgasthaus oder Sternehotel?

Lupe

Bedingt durch meinen Beruf verbringe ich meist mehr als die Hälfte des Jahres in verschiedenen Hotels.

Zumeist habe ich “Stamm-Hotels”, also Häuser wo man öfter übernachtet. Allerdings gibt es da zu Ferien- oder Messezeiten oft auch mal Probleme. Nämlich dann, wenn das entsprechende Hotel ausgebucht ist. Ich glaube ich bin nicht zu anspruchsvoll, allerdings erwarte ich natürlich auch gewisse Standards. Schließlich ist das Hotel ja für mich eine Art zwischenzeitliches Zuhause.

Aber es gibt auch Ausnahmen. Es gibt Hotels, in denen ich gerne wieder übernachte, obwohl objektiv gesehen das entsprechende Haus nicht unbedingt in meinen Kriterienkatalog einer Übernachtungsstätte fällt. Manchmal ist es ein wenig chaotisch, manchmal die Zimmer nicht unbedingt leise und an einigen anderen Dingen hapert es manchmal auch noch. Trotzdem kehre ich oft nochmal dort ein…

Der Grund dafür ist oft das Hotelpersonal. In den oft kleineren Häusern wird man sehr oft nicht nur sehr herzlich empfangen, man gehört schon fast zur Familie. Hat man einen Wunsch, so wird dies mit einem Lächeln erfüllt und die Freundlichkeit wirkt nie künstlich aufgesetzt. Ganz im Gegensatz zu den weltweit überall gleichen und sterilen Hotels großer Ketten. Und komischerweise machen mir in einem solchen kleinen Hotel dann eine klemmende Schranktür, ein quietschendes Bett oder andere Kleinigkeiten nichts aus.

Übrigens gebe ich recht wenig um Portale mit Hotelbewertungen, denn da ist oft Beschiss garantiert. Ich lasse mir lieber Häuser empfehlen und manchmal fahre ich auch an einem abgelegenen klitzekleinen Landgasthaus vorbei und schaue mir dort mal die Zimmer und das Haus an. Und dann merke ich schon beim Empfang, ob ich mich dort wohlfühlen könnte oder nicht.

Ich habe wirklich schon in Hotels fast aller Kategorien von 3 bis 5 Sternen übernachtet. Aber am liebsten sind mir diese kleinen Häuser ohne Sterne-Bewertung, die schon die Eingangstür mit Bewertungen diverser Portale zugepflastert haben. Und dort bin ich eigentlich noch nie enttäuscht worden und einen angenehmen Nebeneffekt haben diese kleinen Hotels auch noch. Denn dort kann man oft für relativ kleines Geld prima übernachten.

Solch ein Haus ist zum Beispiel das Hotel Alpenrose in Mittenwald, bei dem man je nach Saison zwischen 40 und 50 Euro für die Übernachtung zahlt. Wenn ich da an die Zimmerpreise bekannterer Hotels denke…

Mir redn Boarisch

bayern

Vor einem knappen Jahr hatte es mich für eine Nacht in ein Hotel unweit der österreichischen Grenze im Berchtesgadener Land verschlagen.

Eigentlich eher ein Rentner-Hotel mit vielen Vollpensionsgästen und abendlicher Akkordeon-Unterhaltung, die ich mir aber nicht gegeben habe. Trotzdem aber ein sehr schönes und gepflegtes Haus mit einem noch gemütlicheren “Schankkeller”, den ich mir nach einer halbstündigen Schwimmrunde und dem Abendessen dann mal näher angesehen habe. Vor der Tür ein Schild mit der Aufschrift “Mir redn Boarisch”, was mir quasi schon vorher androhte, was nachher noch folgen sollte.

Und die Bedienung sprach nun wirklich einen sehr intensiven Dialekt und machte auch keine Anstalten, auch einmal halbwegs verständliches Hochdeutsch zu sprechen. Naja, ein Bier konnte ich jedenfalls bestellen, zumindest verstand sie mich offensichtlich. Die Rentner waren beim Akkordeon-Abend eingespannt, denn in dem wirklich gemütlichen Schankkeller saß außer mir nur noch ein Pärchen am Tisch.

Und nach dem zweiten Bier kam ich dann an der Theke mit der Bedienung ins “Gespräch”. Sie fragte wo ich her käme und ich antwortete ihr sehr ausführlich, allerdings auf Kölsch. Sie fragte dann zweimal nach, weil sie einiges wohl nicht verstanden hatte. Dann habe ich sie gefragt, ob sie hier aus der Gegend wäre, natürlich wieder auf Kölsch. Da guckte sie das erste mal wie ein Auto…

Schild

Gut, damit überhaupt ein Gespräch zustande kam, habe ich ihr dann wenig später die hochdeutsche Übersetzung geliefert. Worauf sie antwortete, dass wir “da im Rheinland” aber einen sehr “komischen” Dialekt hätten. Was aber scheinbar wirkte, denn in der Folge bemühte sie sich wirklich verständlich zu reden. Da hat die Erziehung doch gewirkt…

Tja, diese Bayern. Sprache haben sie keine, eher eine Halskrankheit. Aber wer kann auch schon bei uns mit Begriffen wie Gnackwatschn, Schupfabrunz’n, Huastnguatl oder auch Fotz’nspangler schon etwas anfangen. Ihr etwa?