Eine gelungene Tour in der Norden (und nach Holland)

Es war eines dieser sehr gelungenen Wochenenden. Der vorher mit den Kollegen vereinbarte „Fahrplan“ wurde kurzfristig etwas abgeändert, aber wir haben alles gesehen was wir sehen wollten. Zudem spielte der Wettergott zweieinhalb Tage mit, Sonnenschein, ein paar Wolken am Himmel, angenehme Temperaturen, also perfektes Bikerwetter.

Ausgangspunkt für unsere Touren war das Hotel Stubbe in Papenburg, sehr zu empfehlen und dazu noch preiswert. 122 Euronen für 2 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Halbpension, da kann man nicht schimpfen. Der Chef fährt übrigens selbst und ist den Kollegen auf 2 motorisierten Rädern sehr gut gesonnen. Am Freitagnachmittag haben wir nur noch die nähere Umgebung erkundet und eine Besichtigungstour bei der Meyer Werft abgemacht.

Am Samstagmorgen ging es dann nach dem vorzüglichen Frühstück mit Zwischenstops in Leer und Aurich weiter in Richtung Küste. Neuharlingersiel und Carolinensiel haben wir uns etwas umgesehen. 2 schöne Stückchen Erde, vor allem dank der Jahreszeit an diesem Wochenende nicht zu überlaufen. Käffchen getrunken, ein paar Fotos gemacht und nach Mittag an der Küste vorbei über Norden und Emden zurück nach Papenburg.

Denn da stand die Besichtigung der Meyer Werft an. Schon bei der Anfahrt imponierte diese riesige Halle, wo die großen Kreuzfahrtschiffe zusammengeklöppelt werden. Sehr interessant das alles… Zu unserem Glück stand dann gleich hinter der Halle ein fast fertiges Schiff, die Norwegian Encore, die gerade erst vor einem Monat ausgedockt wurde und Anfang nächsten Jahres in Dienst gestellt werden soll. Ein mächtiger Pott, 333 Meter lang, 41 Meter breit und 66 Meter hoch, soll er zukünftig 4000 Passagiere befördern. Schwer vorstellbar, das Menschen so einen Riesenkahn bauen können. Ich musste sicher einen halben Kilometer zurückgehen, um das Schiff überhaupt ganz aufs Foto zu bekommen…

Ich würde mir ja gerne das Spektakel ansehen, wenn die Norwegian Encore demnächst über die Ems in die Nordsee manövriert wird. Sicher ein Riesenschauspiel, zu dem wieder Massen an Besuchern erwartet werden. Wir haben beim Abendessen noch lange über die Meyer Werft gesprochen und ich kann nur jedem empfehlen, hier einmal hin zu kommen. Ist ja jetzt auch keine Weltreise, von Köln aus 270 Kilometer und auf der A31 gibts keine Geschwindigkeitsbegrenzung… B-)

Am gleichen Abend haben wir dann noch eine Änderung des „Fahrplans“ vorgenommen. Denn Kollege O. fiel beim Blick auf die Landkarte auf, das Papenburg und Assen in Holland in etwa auf einer Höhe liegen. Also mal kurz Google Maps angeschmissen und festgestellt, das nur knappe 80 Kilometer zwischen uns lagen. Zwar bis auf 10 Kilometer nur holländische Landstraßen, aber durchaus machbar. Also ging es gestern früh ab nach Assen zur Rennstrecke. Unseren Plan selbst ein paar Runden zu drehen konnten wir allerdings gleich knicken, denn dort fanden diverse Markenpokalrennen statt. Die wir uns aber – dank eines sehr freundlichen Streckenpostens – gleich aus der Boxengasse ansehen konnten.

Im übrigen war ich jetzt sicherlich schon mindestens 20 Mal in Assen aber ich habe noch niemals erlebt, das dort nicht wenigstens Windstärke 5 herrscht. Die Holländer haben sicher in irgendeiner Tribüne einen Riesenventilator versteckt um das Image zu wahren, anders kann ich mir das nicht erklären. Naja, ein paar Rennen haben wir uns angesehen und sind dann gegen 13 Uhr im Zickzackkurs durch Holland – unterbrochen nur noch von einer kurzen Futterpause – in Richtung Heimat gefahren. Und so ist dieses gelungene Wochenende nun auch wieder Geschichte.

Alles in allem haben wir wieder mal gute 1000 Kilometer abgerissen, es hat wieder mächtig Laune gemacht und jetzt ist mein Hinterreifen wirklich fertig. Nächsten Freitag kommt hinten eine neue Pelle drauf und so die ein oder andere kleine Tour dürfte dann dieses Jahr noch dazu kommen. Wer Lust auf ein paar Handyfotos hat, die gibts hier unten. Mit der Maus drauf gehen, dann wirds etwas größer. Kennt ihr ja…