Pfingsten 2014 – Schützenfest in Grengel

Ein knappes halbes Jahr ist es nun her, das wir als Königspaar „abgedankt“ haben. Und irgendwie hat sich die Geschichte nach 2003/04, als ich zum ersten Mal Schützenkönig wurde, wiederholt. Doch anders als vor 10 Jahren, als es „nur“ sonntags zum Festzug unerträglich drückend heiß war, hielt sich diese Bullenhitze in diesem Jahr an allen Tagen.

Es war sogar so extrem, das gleich zweimal der Rettungswagen anrücken musste, weil Leute wegen Kreislaufbeschwerden einfach umgekippt sind. Und gerade für mich war diese Hitze einfach nur eine Qual, ich habe mich zwischenzeitlich sogar mal eine halbe Stunde in unser Kühlhaus gesetzt, weil ich geölt habe wie ein türkischer Ringer.

Also gab es in Absprache mit unserem Kommandanten reichlich Marscherleichterung für alle und ich war ehrlich froh, wenn ich die Jacke über den Stuhl hängen konnte. Im übrigen habe ich während dieser 4 Tage mindestens einen Container Sprudelwasser getrunken, so ein alkoholfreies Schützenfest habe ich vorher noch nie durchgezogen. Und zum Festzug am Sonntag war ich in unserer noch jungen 55-jährigen Geschichte der erste König, der ohne die sonst obligatorischen Hut und Handschuhe gegangen ist.

Es war trotzdem sehr schön, wobei es 10 Grad weniger auch getan hätten…

festzug

Die teuersten Motorräder der Welt – Ducati 750 Racing Formula

Die 1973er Ducati 750 Racing Formula gehört zu den Schmuckstücken ihrer Zeit.

Die 750er-Klasse war damals für alle großen Hersteller von entscheidender Bedeutung. Gerade in wirtschaftlicher Hinsicht war die 750 Racing für die relativ kleine italienische Firma Ducati ein Meilenstein in ihrer Geschichte. Sie ist bis auf wenige Bauteile fast identisch mit der später frei käuflichen Straßenversion, die ich im übrigen auch schon gefahren habe.

Der wunderschöne V-Twin hatte für die damalige Zeit ordentlich Leistung im Koffer und auch einen unnachahmlichen Sound. Die Dreifach-Lockheed Scheibenbremsen wurden im Rennbetrieb erstmalig eingesetzt, ebenso hatte die Rennversion Hochkompressionskolben und stärkere Pleuel, die im inneren des per desmodromischer Ventilsteuerung arbeitenden Motors arbeiteten.

© bonhams.com

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Die elegante Vollverkleidung rundete das Bild der 750er ab und die rund 100 PS bei einem Gewicht von 148 kg machten den Renner recht flott. Zudem hatte die „Duc“ eine nicht zu unterschätzende einmalig ruhige Straßenlage in Kurven, die auch die spätere Kaufversion auszeichnete. Die von Werksfahrer Bruno Spaggiari in Imola 1973 gefahrene Maschine mit der Motor-Nr. 01 und der Rahmen-Nr. 02 ist die einzige „Überlebende“ eines Trios von Werks-Prototypen, die am Ende des Saison 1973 von Ducati an einen ihrer bevorzugten Kunden verkauft wurden. Mit ihr wurden auch danach noch erfolgreich Rennen gefahren und bis auf einige Verschleißteile, die durch Originalteile ersetzt wurden, ist die Ducati 750 Racing Formula noch im Urzustand.

Im Jahr 2006 wurde die Maschine versteigert, der genaue Preis ist nicht bekannt, dürfte sich aber zwischen 310.000 bis 380.000 Euro bewegen. In Bezug auf die historische Bedeutung dieses Motorrads dürfte die Maschine aber schon in einigen Jahren einiges mehr wert sein.

Ein Elektroauto aus dem 3D-Drucker – Der Streetscooter C16

Der Objet1000 der Firma Stratasys ist der im Moment größte Multimaterial 3D-Drucker der Welt. Damit lassen sich sowohl große Werkzeuge oder auch große Mengen von Kleinteilen herstellen. Der Objet1000 bietet 120 Materialoptionen und mit ihm lassen sich 14 verschiedene Materialien verarbeiten. Gut, man sollte auch ein wenig Platz haben, denn klein ist dieser 3D-Drucker nicht…

Ein Team der RWTH Aachen hatte diesen Platz und hat nun mit dem Streetscooter C16 ein Elektroauto gebaut, das fast komplett mit dem 3D-Drucker hergestellt wurde. Von der Entwicklung des Scooters bis zur Produktion eines Prototyps vergingen nur 18 Monate. Im 3D-Druckverfahren wurden alle äußeren Kunststoffteile des Fahrzeugs, einschließlich der großen Vorder- und Rückseite, Türverkleidungen, Stoßfängersysteme, Seitenschweller, Radläufe, Lampenmasken und einige Innenraumkomponenten wie beispielsweise das Armaturenbrett und eine Vielzahl von kleineren Bauteilen hergestellt.

© stratasys.com

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Zwar ähnelt der C16 eher einem LEGO-Auto, allerdings soll der Stadtflitzer erstmals die magische 10.000 Euro-Marke beim Verkaufspreis unterschreiten. Wobei das schwerste Bauteil des unter 500 kg leichten kleinen Flitzers die Lithium-Ionen-Batterien sein werden, die dem Fahrzeug eine Reichweite von mindestens 100 Kilometern ermöglichen sollen. Für den Einkauf in der Stadt also nahezu perfekt…