Telefon Flatrate – Eine Erfindung für Frauen

lupeBerufsbedingt muss ich ja auch häufig telefonieren.

Allerdings bin ich auch immer froh, wenn das Glöckchen mal nicht bimmelt. Und zu Hause habe ich mit Sicherheit den dortigen Festnetzanschluss schon mindestens ein Jahr nicht mehr genutzt. Wenn dort das Glöckchen bimmelt, dann weiss ich mit 99,99%iger Sicherheit, dass das Gespräch nicht für mich ist. Und trotzdem oder gerade deshalb wird die im Vertrag vereinbarte Telefon Flatrate reichlich genutzt. Zumindest solange wie der Akku hält…

Ich glaube ja schon länger, dass Telefon Flatrates vorrangig von Frauen für Frauen erfunden wurden. Denn welcher Mann käme schon auf die Idee stundenlang miteinander zu telefonieren, wenn man sich Stunden vorher noch persönlich getroffen hat. Und ich bin auch davon überzeugt, dass die holden Dämlichkeiten dem großen Gott der Glasfaserkabel wöchentlich ein Kerzchen spendieren. Zum Dank, dass sie jetzt quasi für lau quatschen können bis der Arzt kommt. Als letztens zum Beispiel in der heimischen Kemenate die FritzBox den Geist aufgab, da reagierte das Weibchen schon fast panisch. Schließlich war es schon mindestens einen halben Tag her, dass sie sich mit ihrer besten Freundin telefonisch austauschen konnte.

Gut, ich habe ihr auch nicht verraten, dass sie auch ohne FritzBox mit einem einfachen Umstecken des Telefonsteckers hätte weiter kommunizieren können. Der Haushaltsvorstand – also ich – steckte sich eben kurzerhand den Surfstick in den USB-Port, der zwar verbindungstechnisch kein Vergleich zu 100 Mbit, aber immer noch schneller als manch ländlicher DSL-Anschluss ist. Da ich am nächsten Tag früh aus dem Haus musste bekam die bessere Hälfte den Auftrag, Ersatz beim Telefonanbieter zu besorgen. Also alles abgeklemmt, ins Tütchen gepackt und in Sichtweite deponiert.

Nun muss ich allerdings noch bemerken, dass das Weibchen solche “Aufträge” im Normalfall gerne einmal vergisst, verdrängt oder wie man es auch immer nennen mag. Vor kurzem benötigte der Haushaltshaltsvorstand – also ich – zum Beispiel neue Rasierklingen. Und obwohl die bessere Hälfte Einkaufen schon fast zu ihren Hobbys zählt, dauerte es geschlagene 5 Tage und 2 ins Gesicht geschnittene Kerben, bis der Ersatz auch eintraf. Deshalb hatte ich auch die besagte Tüte am nächsten Abend schon fast vergessen. Doch zu meinem Erstaunen war dem Weibchen die FritzBox offensichtlich doch wichtiger als Rasierklingen, denn sie hatte tatsächlich Ersatz angebracht, und das auch noch für Umme wegen Garantie und so…

Und noch bevor ich meine Jacke ausziehen konnte wurde ich schon höflich aber bestimmt darauf aufmerksam gemacht, dass die neue Box ja “nur noch” angeschlossen werden müsse. Naja, ein Hexenwerk war es ja nun wirklich nicht und so habe ich mich meiner Jacke erst nach dem Anschließen entledigt. Der absolute Kracher war aber, dass noch während ich die Kabel sortierte und einsteckte das Weibchen schon mit der sprechbereiten Funkgurke in der Hand neben mir stand. Für einen positiven Kontostand ist so eine Telefon Flatrate also auch gut, obwohl ich immer noch denke, dass deren Erfindung mit Sicherheit von einer Frau gemacht wurde.

Wisst ihr da genaueres?

Der nächste Vogel wird erschissen – Ich schwöre!

papierIm Normalfall bin ich ja die Ruhe selbst.

Behauptet jedenfalls die bessere Hälfte und die, die mich etwas näher kennen. Aber es gibt Situationen, da schwillt dann schon mal der Kamm und die Halsschlagader weitet sich auf Daumengröße. Und das passiert meistens in der wärmeren Jahreszeit. Denn fast jedesmal wenn ich mit dem Auto aus der Waschanlage komme, shayct mir so ein verirrter Geier auf den Karren!

Im Winter passiert das so gut wie nie, da erfrieren die Biester wahrscheinlich am Himmel. Ich habe ja für diese Tatsache ja eine ganz eigene These. Ich glaube nämlich, dass diese Drecksvögel von den Waschanlagen-Betreibern darauf abgerichtet werden, auf frisch gewaschene Autos zu kacken. Gut, beweisen kann ich es nicht, aber die Vermutung liegt nahe. Und ich habe mir auch schon eine Gegenmaßnahme überlegt. Beim nächsten Mal werden diese geflügelten Munter-aus-der-Luft-Shaycer nämlich ihr blaues braunes Wunder erleben.

Ich werde mir nämlich jetzt so einen Raketenrucksack zulegen und mit diesem werde ich den Luftraum über der entsprechenden Waschanlage solange überwachen, wie mein Auto gewaschen wird. Und wehe dem, ich sehe nur einen Vogel unter mir. Dem werde ich nämlich dann auch mal von oben aufs Gefieder kacken und wenn er dann mit vier Kilo Mehrgewicht (ohne Knochen) auf dem Kreuz zur Notlandung ansetzt, dann wird er davon sicher auch nicht begeistert sein.

How, ich habe gesprochen!