Jäger und Sammler – Die Sammelleidenschaft

Wir Männer sind ja geborene Jäger und Sammler…

Diese Sammelleidenschaft ist und quasi angeboren, wobei die Sammelobjekte vielfältig sind. Der eine sammelt Briefmarken oder Münzen, der andere Bierdeckel. Es soll sogar Männer geben die Autos sammeln, allerdings nur in den etwas gehobeneren Gehaltsklassen. Doch ob man es nun glaubt oder nicht, über 80% aller Sammler haben sich immer noch den Briefmarken verschrieben.

Der kleine Rest sammelt Spielzeugautos, Modellflugzeuge, alte Comics, Ü-Eier-Figuren oder auch Autogramme. Wobei sich dem Sammler keine Grenzen auftun, denn sammeln lässt sich eigentlich alles. Gut, beim sammeln von relativ großen Objekten wie zum Beispiel Kuckucksuhren sollte man schon den entsprechenden Platz zur Verfügung haben.

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Ich kenne jemanden, der hat fast in der kompletten Wohnung Spielzeugautos deponiert. An jedem ehemals freien Platz steht jetzt ein Regal oder eine Vitrine und selbst im Keller hat er noch Autos gelagert. Knapp 3000 Stück hat er jetzt und seine Sammelleidenschaft ist immer noch nicht erschöpft. Wobei er jetzt nur noch auf der Jagd nach einigen wenigen, dafür aber auch teuren Stücken ist. Seine Frau hat sich mit seiner Sammelleidenschaft arrangiert, sie sammelt auch: Tupperware…

Es gibt auch Teilzeitsammler, hier seien nur die genannt, die sich mit den diversen Panini-Alben und den dazu gehörigen Stickern vergnügen. Aber wenigstens diese Klientel hat auch dank eines von Panini eingerichteten Service die Möglichkeit, ihre Sammlung zu komplettieren. Für die meisten Sammler dürfte dies ein unmögliches Unterfangen werden, ihre Sammlung jemals zu vervollständigen. Wobei man dann ja auch mit einer neuen Sammlung beginnen müsste…

Auch ich gehöre zu den Sammlern, allerdings nicht zu den exzessiven. Ich sammle diese “Bitte nicht stören-Schilder”, die in den meisten Hotels zu finden sind. Und auch da gibt es Unterschiede, sowohl farblich, mit verschiedenen Beschriftungen, Formen oder auch Werbeaufdrucken. Ca. 75 verschiedene habe ich jetzt schon und in einem “guten” Jahr kommen durchschnittlich so 2-5 Schilder dazu. Der Vorteil dieser Schilder ist, dass die alle in einen Ordner passen und keinen großen Platz verschwenden. Jedenfalls bisher nicht…

Im übrigen habe ich noch in keinem Hotel für ein Schild bezahlen müssen, freundlich fragen reichte bisher. Falls ihr auch so ein Schildchen haben solltet, ihr wisst ja jetzt wer die sammelt. Seid ihr auch der Sammelleidenschaft verfallen? Was sammelt ihr denn so?

Pfingsten 2014 – Schützenfest in Grengel

Ein knappes halbes Jahr ist es nun her, das wir als Königspaar “abgedankt” haben. Und irgendwie hat sich die Geschichte nach 2003/04, als ich zum ersten Mal Schützenkönig wurde, wiederholt. Doch anders als vor 10 Jahren, als es “nur” sonntags zum Festzug unerträglich drückend heiß war, hielt sich diese Bullenhitze in diesem Jahr an allen Tagen.

Es war sogar so extrem, das gleich zweimal der Rettungswagen anrücken musste, weil Leute wegen Kreislaufbeschwerden einfach umgekippt sind. Und gerade für mich war diese Hitze einfach nur eine Qual, ich habe mich zwischenzeitlich sogar mal eine halbe Stunde in unser Kühlhaus gesetzt, weil ich geölt habe wie ein türkischer Ringer.

Also gab es in Absprache mit unserem Kommandanten reichlich Marscherleichterung für alle und ich war ehrlich froh, wenn ich die Jacke über den Stuhl hängen konnte. Im übrigen habe ich während dieser 4 Tage mindestens einen Container Sprudelwasser getrunken, so ein alkoholfreies Schützenfest habe ich vorher noch nie durchgezogen. Und zum Festzug am Sonntag war ich in unserer noch jungen 55-jährigen Geschichte der erste König, der ohne die sonst obligatorischen Hut und Handschuhe gegangen ist.

Es war trotzdem sehr schön, wobei es 10 Grad weniger auch getan hätten…

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Die teuersten Motorräder der Welt – Ducati 750 Racing Formula

Die 1973er Ducati 750 Racing Formula gehört zu den Schmuckstücken ihrer Zeit.

Die 750er-Klasse war damals für alle großen Hersteller von entscheidender Bedeutung. Gerade in wirtschaftlicher Hinsicht war die 750 Racing für die relativ kleine italienische Firma Ducati ein Meilenstein in ihrer Geschichte. Sie ist bis auf wenige Bauteile fast identisch mit der später frei käuflichen Straßenversion, die ich im übrigen auch schon gefahren habe.

Der wunderschöne V-Twin hatte für die damalige Zeit ordentlich Leistung im Koffer und auch einen unnachahmlichen Sound. Die Dreifach-Lockheed Scheibenbremsen wurden im Rennbetrieb erstmalig eingesetzt, ebenso hatte die Rennversion Hochkompressionskolben und stärkere Pleuel, die im inneren des per desmodromischer Ventilsteuerung arbeitenden Motors arbeiteten.

© bonhams.com

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Die elegante Vollverkleidung rundete das Bild der 750er ab und die rund 100 PS bei einem Gewicht von 148 kg machten den Renner recht flott. Zudem hatte die “Duc” eine nicht zu unterschätzende einmalig ruhige Straßenlage in Kurven, die auch die spätere Kaufversion auszeichnete. Die von Werksfahrer Bruno Spaggiari in Imola 1973 gefahrene Maschine mit der Motor-Nr. 01 und der Rahmen-Nr. 02 ist die einzige “Überlebende” eines Trios von Werks-Prototypen, die am Ende des Saison 1973 von Ducati an einen ihrer bevorzugten Kunden verkauft wurden. Mit ihr wurden auch danach noch erfolgreich Rennen gefahren und bis auf einige Verschleißteile, die durch Originalteile ersetzt wurden, ist die Ducati 750 Racing Formula noch im Urzustand.

Im Jahr 2006 wurde die Maschine versteigert, der genaue Preis ist nicht bekannt, dürfte sich aber zwischen 310.000 bis 380.000 Euro bewegen. In Bezug auf die historische Bedeutung dieses Motorrads dürfte die Maschine aber schon in einigen Jahren einiges mehr wert sein.