Calamari

Und freitags gibt es Fisch…

calamari

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Bleischwer…

geld…fühlt sich das an.

Das ganze Münzgeld dass ich seit heute morgen quasi sammle und seither in der Hosentasche spazieren trage. Wahrscheinlich haben die ortsansässigen Kaufleute nur darauf gewartet, dass ich hier im Ruhrgebiet einlaufe. Um mir dann den metallhaltigen Inhalt ihres Sparstrumpfs als Wechselgeld aufs Auge zu drücken.

Als ich heute morgen die heimische Kemenate verließ, hatte ich genau drei €uro Kleingeld in der Tasche. Im Moment trage ich geschätzte 12 Kilo Münzgeld mit mir herum, weil mir jeder, aber auch wirklich jeder, das Wechselgeld in fünf, zehn, zwanzig- und fünfzig-Cent-Stücken wiedergibt.

Als Alternative bleibt mir wohl jetzt nur noch, die Kohle bei einem Kioskbesitzer gegen 5 Päckchen Kippen einzutauschen oder mir Hosenträger zu besorgen, damit mich der Inhalt der Hosentaschen nicht auf einmal im freien stehen lässt. Wobei der Einschlag der gefüllten Hosentaschen mit Sicherheit einen Krater in der Dortmunder Fußgängerzone hinterlassen würde.

Naja, ich tendiere eher dazu einen Kiosk zu suchen…

Frauen beim Friseur – da braucht man Nerven wie Stahlseile!

haareIch muss mal eine Lanze brechen…

Es geht um Friseure. Diese Berufsgruppe, egal ob nun männlich oder weiblich, wird nämlich wirklich unterschätzt. Wir Kronen der Schöpfung sind ja relativ pflegeleicht, wenn es um unsere Haarpracht geht. Spitzen schneiden, etwas ausdünnen und fertig ist die Laube.

Viele Geschlechtsgenossen legen in der heutigen Zeit auch selbst Hand an, dank elektrischer Haarschneidemaschinen und verschiedenen Aufsätzen für die Haarlänge gar kein Problem mehr. Und einige haben auf Haare schneiden überhaupt keine Lust mehr und rasieren sich kurzerhand eine Glatze. Sehr praktisch, denn man kann sich dann mit dem Schwamm kämmen, allerdings kommt so etwas für mich nicht in Frage. Wer lang hat, der lässt auch lang hängen!

Auch reichen vier Friseurbesuche im Jahr vollkommen aus, es sei denn man heißt Winnetou, da ist öfter mal nachfärben angesagt. Wobei ich schon seit Jahren keinen Friseursalon mehr von innen gesehen habe, geschoren wird daheim. Vorgestern war also quasi Premiere, allerdings nur beruflich. Denn eine relativ große Kette möchte ihre Läden etwas aufmotzen und so musste ich mal wieder Außendienst schieben.

Da die Herren* Friseure aber auch weiterhin Kohle scheffeln mussten, fand der Termin während der Öffnungszeit statt und für die noch recht frühe Uhrzeit war der Laden schon recht gut besucht. Nur von Dämlichkeiten natürlich, denn Männer arbeiten um diese Zeit gewöhnlich. Und was ich da innerhalb einer Stunde mitbekam, das hätte bei mir schon das Anschwellen der Halsschlagader zur Folge gehabt.

Bevor nur ein Haar gewaschen oder geschnitten ist, muss der arme Friseur sich erstmal die Lebensgeschichte der Kundin anhören. Schließlich hat man sich fast zwei Wochen nicht gesehen und seither ist viel passiert. Ist die Lebensbeichte dann abgearbeitet, kommt es zur eigentlichen Kernfrage: Was kann Mann aus der gebleichten Kurzhaarfrisur zaubern, weil Frau Kundin mal “etwas anderes haben möchte”? Wobei Frau Kundin wahrscheinlich alle 14 Tage “etwas anderes haben möchte” – ich spreche da aus langjähriger Erfahrung mit dem weiblichen Teil der Familie…

Diese Kernfrage ist allerdings sehr wichtig für die Weibchen und wird deshalb zumeist sehr ausführlich behandelt. Und da geht dann auch schon einmal eine Stunde ins Land, bevor man sich einig ist und zur Tat geschritten werden kann. Das Schneiden an sich ist schnell erledigt doch wenn dann der Fön angeworfen wird, dann muss der Friseur besonders starke Nerven haben.

Denn er kann nicht einfach jedes Haar nach eigenem Gusto trocknen und legen, sondern muss die Anweisungen der Kundin korrekt befolgen. Man(n) kann zwar aus einem Pony kein Rennpferd mehr machen, aber Mann bemüht sich. Da links steht noch ein einzelnes Haar ab und Frau möchte den Salon ja nicht wie ein quergekämmter Pavian verlassen.

Und so kann eine Kundin auch schon mal locker 3-4 Stunden beim Friseur verbringen, wobei der Schnibbler den Nervenverlust allerdings bezahlt bekommt. Immer noch besser als sich das weibliche Geblubber umsonst anhören zu müssen. Aber starke Nerven sollte man schon besitzen, denn der Durchschnitts-Mann würde wahrscheinlich nach der ersten Kundin fluchtartig das Land verlassen.

*Es waren wirklich nur männliche Friseure da, aber bei Friseurinnen wird es wahrscheinlich ähnlich, vielleicht auch noch extremer zugehen.