Unkraut als Mittagessen – Rucola

essenGestern war Salat-Tag.

Nach mehreren ausschweifenden Grill-Orgien der vergangenen Tage konnte ich gestern auch nichts gegrilltes mehr sehen. Weshalb das Weibchen gestern den Auftrag bekam mal einen leckeren Salat anzurichten. Allerdings habe ich mich bei den Zutaten wohl nicht klar genug ausgedrückt, denn das was ich da anschließend auf meinem Teller fand mag zwar als Mode-Grünfutter gelten, doch ich habe mich standhaft geweigert das Unkraut zu verspeisen.

Wenn ich sage Salat dann meine ich Gurken und Tomaten, vielleicht ein paar Stücke Blattsalat, Käse von einheimischen Ziegen und Thunfisch aus eigener Kühlschrank-Haltung. Rucola, das ich bis vor kurzem nur als Unkraut kannte, gehört da bestimmt nicht dazu! Demnächst habe ich hier noch Löwenzahn auf dem Teller und nach Essen bettelnde Kaninchen vor der Haustür hocken. Vielleicht muss ich mir demnächst auch noch meinen gewünschten Salat selbst pflücken…

Ich muss der besseren Hälfte wirklich die Wellness-Wochenenden mit ihren Freundinnen mal kürzen, denn immer wenn sie von dort nach Hause kommt, dann werden mir wieder eigenartige Rezept-Vorschläge unterbreitet, die “man ja mal ausprobieren könnte.” Klar könnte man, allerdings nicht mit mir. Ich will totes Tier auf dem Teller und wenn es mal Salat gibt, dann reichen mir Gurken, Tomaten und vielleicht etwas Blattsalat.

Und alles andere überlasse ich gerne den Kaninchen, vor allem Rucola…

Noch 3 Wochen…

fussballBald geht es wieder los…

Die Sommerpause einer Saison ist einem richtigen Fußballfan eigentlich nicht zuzumuten. Man(n) vergeudet samstags ab halb vier soviel Zeit für absolut sinnlose Dinge, nur um die Langeweile zu überbrücken. Ich habe mich zum Beispiel dabei ertappt, dass ich mir Springreiten im Fernsehen angeschaut habe. Dabei ist doch jedem bekannt, dass dies eigentlich keine Sportart ist.

Wie gut dass Eiskunstlaufen nur im Winter übertragen wird. Ich glaube, selbst das würde ich mir während der Sommerpause aus Verzweiflung noch ansehen. Zu allem Überfluss wurde gestern noch das Hüpfen vom Einmeterbrett im Fernsehen gezeigt. Na toll, da springen doch selbst Kinder schon runter. Und das bisschen Drehen bekäme jeder halbwegs gelenkige wohl auch noch hin. Also auch kein richtiger Sport.

Gewichtheben… Auch so etwas was man eigentlich als Fernsehübertragung verbieten müsste. Erst recht Gewichtheben der Frauen. Wer sich so etwas freiwillig anschaut, darf mit Fug und Recht als Fetischist bezeichnet werden. Nur mit Sport hat das relativ wenig zu tun. Wenn Frauen unbedingt Gewichte heben möchte, dann sollen sie einkaufen und ihre Tüten selbst schleppen. Das ist wenigstens produktiv…

Fußball ist da doch schon von einem etwas anderen Kaliber. Wenn die Herren Berufsfußballspieler sich so herzhaft in die Gräten fliegen, dass der Aufprall das Surround-Sound-System aufjauchzen lässt, lässt das doch einem richtigen Fan das Herz aufgehen. Das ist noch richtiger Sport, bei dem man selbst fast beim zusehen schon mal blaue Flecken bekommt. Denn der richtige Fan leidet natürlich mit seiner Mannschaft und erträgt auch mal Hohn und Spott der Kollegen und Freunde, wenn es bei seiner Mannschaft mal nicht so läuft. Nach Ergebnissen vom Springreiten, Gewichtheben oder vom ins-Wasser-hüpfen fragt komischerweise niemand.

Aber das ist ja, wie schon erwähnt, auch kein Sport. Sport ist Fußball und wir müssen noch knapp drei Wochen warten, bis es endlich wieder los geht. Dann startet die erste Runde des DFB-Pokals und eine Woche später geht es auch in der 1. Fußball-Bundesliga wieder zur Sache.

Am kommenden Freitag tritt man auch in der 2. Bundesliga wieder gegen Ball und Gegner und obwohl ich dort keinen bevorzugten Lieblingsverein habe, werde ich mir das Gekicke wahrscheinlich trotzdem ansehen. Damit der bisherige sommerliche Entzug sich nicht auf die Gesundheit auswirkt und man sich langsam wieder an richtigen Sport gewöhnen kann.

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