Bratwurst geht – fast – immer

Ich esse ja eigentlich gerne vom Grill.

Aber irgendwann isses dann auch mal genug. Während unserer “Schützenfest-Saison” mutiert die gemeine deutsche Bratwurst schon fast zum Standard-Essen. Schließlich muss eine gute Grundlage sein, denn natürlich werden auch ein paar Bierchen dabei gezischt. Wenn mir das Weibchen allerdings dann offenbart, dass es nach getaner Schützen-Repräsentation keine Lust mehr aufs Kochen habe, wir ja statt dessen noch etwas am Grill essen könnten, regt sich mein Widerstand.

wuerste

Ich bin ja nicht auf die Welt gekommen, um mich nur von gegrillter Bratwurst, gegrilltem Kotlett und frittierten Kartoffelstäbchen zu ernähren. Außerdem ist am kommenden Wochenende gleich das nächste Grill-Großereignis, unser jährliches Fußballturnier der AH Grengel. Und da gibts unter anderem auch wieder Bratwurst…

Wie oft wird denn bei euch gegrillt?

Traditions-Gaststätte muss wegen Ruhestörung schließen

domWenn das Schule macht…

Köln ist eine Stadt mit einer langjährigen Kneipen- und Gaststättenkultur. Das diese Kneipen nicht in Industriegebieten liegen sondern mitten in den Wohnvierteln, gehört genauso dazu wie das Feierabend-Bierchen für viele. Doch jetzt darf/muss eine dieser Gaststätten, die Alte Schmiede in Langel, wohl genau deshalb schließen. Denn Nachbarn hatten sich über den Lärm beschwert und vor Gericht geklagt und Recht bekommen.

Ausgenommen bei Brauchtumsveranstaltungen sind nun laute Geräusche nach 22 Uhr und vor 6 Uhr morgens zu unterlassen, ansonsten droht eine Strafe von bis zu 250.000 Euro oder gar 6 Monate Haft. Das Gericht urteilte, dass das Ruhebedürfnis in einem Wohngebiet Vorrang vor einem wirtschaftlichen Interesse habe.

Aus diesem Grund wird die Alte Schmiede, eine Gaststätte mit fast 190-jähriger Tradition, zum 1.Juni geschlossen. Allerdings steht sie auch weiterhin für Brauchtumsveranstaltungen zur Verfügung. Nicht zuletzt ist dies auch dem Nichtraucherschutzgesetz zu verdanken, denn man kann zwar Rauchen in Gaststätten verbieten, wird aber wohl kaum erreichen dass Raucher stumm vor der Tür stehen. Weshalb mit Sicherheit demnächst noch mehr Wirte verklagt werden.

Denn nachdem nun das erste Urteil dieser Art gefällt wurde, wird es sicherlich auch zukünftig Anwohner geben, die mit einer Klage erfolgreich sein werden. Und so kann zukünftig ein einzelner Bürger eine wirtschaftliche Existenz vernichten und die Kölner Kneipenkultur dezimieren. Wenn nicht unsere Landesregierung im Dorf an der Düssel doch noch ein Einsehen hat und ein Gesetz, das es jedem erlaubt gegen Lärmbelästigung vorzugehen, nacharbeitet und entschärft.

Denn auch in der Stammkneipe besteht im Prinzip genau das gleiche Problem. Mitten in einem Wohngebiet, sogar mit Wohnungen darüber. Die Polizei war schon öfter da weil Beschwerden von Anwohnern kamen. Warten wir ab wann die erste Klage erfolgt…

Schönes Deutschland…

Link zur Alten Schmiede

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