PETA zeigt dem 1.FC Köln die Rote Karte

PETA Deutschland e.V. wurde Ende 1993 gegründet und ist eine Schwesterorganisation von PETA USA, der mit über drei Millionen Unterstützern weltweit größten Tierrechtsorganisation.
Ziel der Organisation ist es, durch Aufdecken von Tierquälerei, Aufklärung der Öffentlichkeit und Veränderung der Lebensweise jedem Tier zu einem besseren Leben zu verhelfen.

peta.de

hennes

Anthony Ujah, Stürmer des 1.FC Köln hatte sich nach seinem Torerfolg am Sonntag gegen Eintracht Frankfurt etwas überschwenglich gefreut und unser Maskottchen Hennes an den Hörnern nach oben gezogen. Tony Ujah hat sich schon dafür entschuldigt und auch die Betreuer von Hennes versicherten, dass der Geißbock die Freudenattacke unversehrt überstanden hat. Und zu seinem gestrigen achten Geburtstag gab es nicht nur Glückwünsche von der Vereinsführung, sondern auch frische Möhren von Ujah, der zu unserem Maskottchen eine intensive Beziehung pflegt.

Und was hat das jetzt mit der Tierrechtsorganisation PETA zu tun? Nun, die fanden die tierisch-menschliche Jubelorgie wohl so skandalös, so dass sie Sportdirektor Schmadtke aufforderten, künftig keine tierischen Glücksbringer mehr im Stadion zuzulassen. Gleichzeitig wurde Torjäger Ujah aufgefordert, als Wiedergutmachung freiwillig mehrere Stunden in einem Kölner Tierheim bei der Versorgung der Tiere mitzuhelfen.

Meine persönliche Meinung? Man kann es auch übertreiben, liebe PETA. Es gibt sicherlich gequältere Tier als unseren Geißbock Hennes und auch seine 7 Vorgänger hatten es bestimmt nicht schlecht. Zugegeben, der Torjubel in dieser Form musste nicht sein. aber ich glaube nicht, dass Hennes sich deshalb gequält oder misshandelt vorkam. Mit Anthony Ujah hat er gestern schon wieder Frieden geschlossen und ihm sogar aus der Hand gefressen. Unser Bock ist hart im nehmen.

Nachzulesen ist der protest von PETA übrigens hier. Im Übrigen hat die PETA zumindest eines erreicht: Nicht nur unser Maskottchen Hennes, auch der 1.FC Köln ist im In- und Ausland in aller Munde. Und das durchaus nicht negativ…

Meine drei größten Sportmomente

Es gibt Momente, die sind unvergeßlich.

Und das meine ich jetzt sportlich. Denn jeder der sich für Sport interessiert wird ein Erlebnis haben, das ihm immer im Gedächtnis bleibt. Dem einen sind die Weltmeistertitel unserer bundesdeutschen Elitekicker für immer ins Gedächtnis gebrannt, der andere erinnert sich eher an ein Ereignis in einer nicht so populären Sportart. Wobei ich mich zum Beispiel noch sehr gut an den ersten Wimbledonsieg von Bobbele Becker erinnere. Wer hat sich vorher schon für Tennis interessiert?

Ein Ereignis das lange zurück liegt, habe ich noch wie heute vor Augen. Olympische Spiele 1972 in München, ich war 12 Jahre alt und hab mir vor der Glotze alles reingezogen. Da durfte man auch mal länger auf bleiben, weil der Papa ja auch Olympiade guckte. Ringen war so eine Sportart, für die ich mich vorher nie sonderlich interessiert hatte. Mehr durch Zufall schaute ich mir den Kampf im Superschwergewicht, griechisch-römischer Stil, zwischen dem “Kran aus Schifferstadt” Wilfried Dietrich und dem amerikanischen 180 kg-Koloss Chris Taylor an. Gegen den sah selbst Dietrich wie ein Kleinkind aus. Und unvergessen die Szene, als er sich diesen Fleischberg schnappte, ihn über seinen Kopf zog und schulterte. Eine Medaille verpasste er leider aber diese Szene wird mir immer unvergesslich bleiben.

Zwei Jahre später folgte das nächste Erlebnis. der “Rumble in the Jungle” wurde in Kinshasa, der Hauptstadt des damaligen Zaire (heute Kongo) zwischen George Foreman und Muhammad Ali oder ehemals Cassius Clay ausgetragen. Foreman galt als eisenharter Schläger und nicht wenige bezeichneten ihn auf Grund seiner Schlagkraft als vielleicht besten Schwergewichtsboxer aller Zeiten.

Foreman war amtierender Weltmeister und hatte seit über 3 Jahren nie länger als 5 Runden benötigt, um seinen jeweiligen Gegner auf die Bretter zu schicken. Und auch beim Kampf gegen Ali sah er schon bald wie der sichere Sieger aus, denn Ali ließ sich von ihm an die Seile drängen ohne selbst zu schlagen, wich dem Dampfhammer von Foreman aber immer geschickt aus. Nach 6 Runden wich bei Foreman die Kraft und er wirkte plötzlich müde. Das hatte Ali wohl so geplant und nach 2 weiteren Runden schoß er plötzlich nach vorne und mit 2 schnellen Kombinationen nockte er Foreman aus. Ein unvergesslicher Kampf…

Das dritte Sportliche Erlebnis bringt mich heute noch zur Weißglut. Bundesligasaison 1977/78, vor dem letzten Spieltag belegte der 1.FC Köln Platz 1, Titelverteidiger Borussia Ostholland Mönchengladbach folgte punktgleich auf Platz 2. Allerdings hatte der #effzeh das um 10 Tore bessere Torverhältnis. Mönchengladbach empfing am letzten Spieltag in Düsseldorf Borussia Dortmund, Köln musste im letzten Spiel gegen den FC St. Pauli antreten. Das Spiel wurde im alten Volksparkstadion ausgetragen und 30.000 Fans aus Köln – ich natürlich auch – wollten dabei sein.

Und dann begann das Nervenspiel. Zur Halbzeit führte Gladbach sage und schreibe 6:0 und mein jugendliches Nervenkostüm roch schon die Bestechung. Erst recht, nachdem sich Dortmund am Ende 12:0 abschlachten ließ! Hätte der #effzeh in Hamburg nicht gleichzeitig 5:0 gewonnen, hätte das Unternehmen Double – 2 Wochen zuvor holte man bereits den DFB-Pokal – in Tränen geendet. So wurde man punktgleich mit Mönchengladbach Deutscher Meister, weil man eine um 3!! Tore bessere Tordifferenz hatte. Und ich behaupte heute noch: Die Dortmunder haben sich kaufen lassen!

An welches sportliche Ereignis der Vergangenheit könnt ihr euch denn noch erinnern?

So etwas möchte niemand sehen – Randale beim Rheinischen Derby

effzehViel habe ich gestern nicht mitbekommen…

Denn gestern war wie heute und auch noch in den nächsten Tagen Karneval angesagt. Aber natürlich ist man dank Smartphone auch während eines Karnevalsumzugs immer über die Bundesliga informiert. Und musste dann als Fan des 1.FC Köln eine wirklich bittere Niederlage gegen Borussia Ostholland Mönchengladbach registrieren, die zwar von den Chancen her gesehen sicherlich verdient, vom Zustandekommen her allerdings umstritten war. Denn der Freistoß der zum Siegtor in der Nachspielzeit führte war ein Witz. Aber Nachkarten gilt nicht, Glückwunsch an die Ponys…

Was mich allerdings bei der abendlichen Berichterstattung in der Sportschau wirklich schockiert hat waren diese Idioten, die den Ruf eines Vereins zerstören und denen dies auch scheinbar vollkommen gleichgültig ist. Vermummt wurden da wieder mit Bengalos und sogar Rauchbomben herum gezündelt und als ob das noch nicht genug wäre, stürmte man nach Spielschluss auch noch den Platz und prügelte sich mit Ordnern und Polizei. Das waren keine schönen Szenen die sich da in Mönchengladbach abspielten und im Endeffekt muss man sich schämen, dass sich solche Chaoten zu den “Fans” des 1.FC Köln zählen.

Da der Verein wegen solcher Randale leider schon vorbelastet ist, dürfte nicht nur eine Rekordstrafe des DFB zu erwarten sein, sondern sogar “Geisterspiele” ohne Unterstützung der wirklichen Fans drohen. Und das dürfte den Verein noch mehr treffen als die gestrige Niederlage gegen den alten Rivalen. Diese Chaoten haben in einem Fußballstadion nichts verloren und ich wäre froh, wenn man diesen polizeilich bekannten Gewalttätern endlich mal ein lebenslanges Stadionverbot erteilen würde. Denn sie blamieren nicht nur einen Verein, sie blamieren eine ganze Stadt!

Das war kein schöner Tag gestern…