Ist das eine Quälerei

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Ich fahre eigentlich sehr gerne Auto, doch hier aus Köln heraus zu kommen ist im Moment eine ziemliche Quälerei.

Egal wann du los fährst, du stehst mit Sicherheit schnell im Stau. So ziemlich jede Autobahn ist im Moment mit Baustellen buchstäblich übersät und gerade in Richtung Düsseldorf und Wuppertal ist mächtig Geduld gefragt. Die A3 ist quasi von Köln bis Ratingen über eine Strecke von knapp 50 Kilometer eine einzige Baustelle, wenn man mal von den 8-10 Kilometern „freier“ Fahrt zwischen den Bauabschnitten absieht.

Die A1 ist von Leverkusen bis fast nach Wuppertal nur Baustelle, auch eine Strecke von gut 35 Kilometern. Und wenn in nächster Zukunft tatsächlich noch die Rheinbrücke in Leverkusen erneuert werden, muss ich wahrscheinlich mit dem Hubschrauber fliegen, um Termine noch einigermaßen pünktlich wahrzunehmen. Doch der große Kracher folgt erst demnächst…

Dann wird nämlich die Autobahnbrücke auf der A4 in Untereschbach abgerissen. Diese Baustelle ist für 2,5 Jahre veranschlagt und unglücklicherweise ist genau dort der Sitz unserer Firma. Der Verkehr wird über die umliegenden Dörfer geleitet und wenn man jetzt schon jeden Morgen und Abend mindestens 5 Kilometer im Stau steht, dann kann man sich ausmalen wie das dort in Zukunft aussieht. Ich habe Rudi meinem Chef schon gesagt, das Bürozeiten dann von mir auf das geringste beschränkt werden.

Nicht eingerechnet sind die umliegenden „kleineren“ Autobahnen der näheren Umgebung, auch dort Baustellen über Baustellen. Mir ist klar das irgendwann einmal saniert oder wie im Fall der A3 erweitert werden muss, nur warum muss das scheinbar alles zeitgleich passieren? Ne, Auto fahren macht hier im Moment wirklich keinen Spaß.

Nächste Woche geht es wieder los

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Denn die beruflichen Reisen werden nicht weniger. Nachdem ich noch vor kurzem Baden-Württemberg durchkreuzt habe, steht jetzt mal wieder Bayern auf dem Reiseplan. Und das heißt für die nächsten ungefähr 3 Wochen wieder massig Kilometer fressen und in fremden Betten nächtigen. Hotelbetten natürlich, nicht was ihr denkt…

Da unten im Süden steppt der Bär und auch unsere Jungs von der schwer malochenden Truppe sind in den nächsten Wochen fast ausnahmslos in Bayern stationiert. Wobei die Kerlchen sich den Stress antun, am Freitag nach Hause zu düsen und dann am Wochenende wieder 550-600 Kilometer zur Arbeitsstelle zu fahren.

Das habe ich mir allerdings abgewöhnt, denn diverse Beispiele halten mich von diesen Ochsentouren ab. So bin ich einmal von Passau bis nach Köln 14 Stunden gefahren, ein anderes Mal durfte ich auf der A8 bei Augsburg wegen Blitzeis übernachten. Seither erkunde ich am Wochenende ein wenig die bayrische Landschaft und schöne Flecken gibt es ja hier immerhin reichlich.

Am Montag werde ich allerdings noch einen freien Tag einschieben, denn angesichts des Feiertags am Dienstag lohnt die Abfahrt erst ab Mittwoch. So kann ich dann wenigstens noch in Ruhe mein Köfferchen packen und ein langes Wochenende genießen.

Das wird ein Drama…

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…und mir graut es jetzt schon davor.

Die Rede ist von meiner Rückfahrt nach Hause, die jetzt gleich ansteht. Und bei dem was in dieser Woche rund um Stuttgart verkehrsmäßig so los war, dürften meine Bedenken nicht unbegründet sein. Eigentlich bestand gerade die A8 von Ulm bis nach Karlsruhe die komplette Woche nur aus Stau. Und von Karlsruhe nach Frankfurt auf der A5 lief es genauso wenig flüssiger wie auf der A6 von Heilbronn aus Richtung Mannheim.

Also dürften auch heute dank vieler und vor allem langer Autobahnbaustellen sämtliche Ausweichstrecken zu sein, zudem sind viele Wochenendpendler auch früh auf der Autobahn. Ein paar „Schleichwege“ habe ich mir gestern ausgeguckt, so etwa von Esslingen bis nach Ludwigsburg und wenn nötig von da aus über Mühlacker bis nach Bruchsal quer durch die Pampa. Dann dürfte das gröbste Chaos überwunden sein, wenn nicht auch noch ein paar andere diese „Idee“ haben.

Unglücklicherweise muss ich noch einen Zwischenstopp in Darmstadt einlegen, so das die A6 und dann weiter über die A61 einen größeren Umweg bedeuten würden. Schaun mer dann eben mal, was der Verkehrsfunk so meint. Ich hoffe aber doch sehr, dass die Heimat mich heute noch wiedersieht. Zumindest gebe ich die Hoffnung nicht auf…