Das wird ein Drama…

autos

…und mir graut es jetzt schon davor.

Die Rede ist von meiner Rückfahrt nach Hause, die jetzt gleich ansteht. Und bei dem was in dieser Woche rund um Stuttgart verkehrsmäßig so los war, dürften meine Bedenken nicht unbegründet sein. Eigentlich bestand gerade die A8 von Ulm bis nach Karlsruhe die komplette Woche nur aus Stau. Und von Karlsruhe nach Frankfurt auf der A5 lief es genauso wenig flüssiger wie auf der A6 von Heilbronn aus Richtung Mannheim.

Also dürften auch heute dank vieler und vor allem langer Autobahnbaustellen sämtliche Ausweichstrecken zu sein, zudem sind viele Wochenendpendler auch früh auf der Autobahn. Ein paar “Schleichwege” habe ich mir gestern ausgeguckt, so etwa von Esslingen bis nach Ludwigsburg und wenn nötig von da aus über Mühlacker bis nach Bruchsal quer durch die Pampa. Dann dürfte das gröbste Chaos überwunden sein, wenn nicht auch noch ein paar andere diese “Idee” haben.

Unglücklicherweise muss ich noch einen Zwischenstopp in Darmstadt einlegen, so das die A6 und dann weiter über die A61 einen größeren Umweg bedeuten würden. Schaun mer dann eben mal, was der Verkehrsfunk so meint. Ich hoffe aber doch sehr, dass die Heimat mich heute noch wiedersieht. Zumindest gebe ich die Hoffnung nicht auf…

Man sieht sich immer zweimal im Leben

daumen

Ich muss zugeben, ein wenig Schadenfreude war schon dabei.

Eigentlich keine Schadenfreude, eher Mitleid oder so etwas. Aber worum geht es hier eigentlich? Na dann von vorn… Die Situation kennen ja sicher viele, du hattest ein zwar zeitweilig stressiges, aber auch ein schönes Wochenende. Du hattest viel Spaß, hast dich schön ausgeruht und insgeheim schon auf die nächste Woche vorbereitet. Denn da ist am Wochenende mal wieder Großkampftag angesagt…

Montags steigst du dann morgens ins Auto und düst zu dem Termin, den dir dein Kalender anzeigt. Am Montagmorgen ist das Kölner Autobahnkreuz eigentlich nicht mehr oder weniger befahren als in der restlichen Woche, Verkehr ist immer und man muss sich eben irgendwie durchwühlen. Dazu nicht nur PKW, auch eine nicht zu unterschätzende Zahl an LKW befahren die A1, A3 und die A4. Und dank der vielen Pendler ist gerade montags eigentlich immer am meisten los.

Die A3 hier in Köln ist leider nur drei- teilweise vierspurig, und so kommt es manchmal vor dass du auch mal auf die linke Fahrspur ausweichen musst, um das Wagnis eines Überholvorgangs einzugehen. Dank ausreichender Pferdestärken eigentlich kein Problem, allerdings muss man manchmal sogar schon fast von Risiko reden Denn was da manchmal von hinten angeflogen kommt, das geht auf keine Kuhhaut. Wobei die Geschwindigkeit auf diesem Teilstück eigentlich auf 100 km/h begrenzt ist.

Da klebt dir eine Mercedes E-Klasse an der Stoßstange und es scheint so, als wolle er dich anschieben. Würde er es tun, dann wärst du auch viel schneller wieder weg von der Überholspur. Aber ein wenig ärgerst du dich schon, dass er dir überhaupt keinen Raum zum Fahren lässt. Und kaum dass du wieder auf die mittlere Spur ziehen kannst, fliegt er auch schon links an dir vorbei. Zumindest 200 Meter, dann steht er auch wieder, Stau…

Doch schon kurze Zeit später musst du dann auch schmerzlich erfahren, was er nicht kann. Aufgrund einer Baustelle haben sich die Fahrspuren zwischenzeitlich verengt. Auf der rechten Spur fahren die LKW und die linke Spur ist auf einmal nur noch 2 Meter breit. Aber was heißt “nur”? Eigentlich sind nur wenige PKW mehr als 2 Meter breit und trotzdem gibt es viele Autofahrer, die sich nicht trauen auf dieser verengten Spur zu fahren. Ist ja auch furchteinflößend, rechts die gefährlichen Brummis und links diese blöde Leitplanke. Für manche ist das scheinbar purer Stress…

Du ziehst also wieder auf die linke Spur und was siehst du da? Genau diesen Hosenscheißer dem es eben hinter dir nicht schnell genug ging und der sich jetzt nicht traut, an dem holländischen LKW vorbei zu ziehen. Gut, holländische LKW sind mit Vorsicht zu genießen aber DAS ist natürlich deine Chance – du gibst ihm erstmal kräftig die Lichthupe und wenig später, wenn er immer noch wie ein Hosenscheißer vor dir fährt, drückst du ein paarmal kräftig aufs Nebelhorn.

Und du freust dich insgeheim, dass nicht jeder der sich ein relativ teures Auto leisten kann und gerne einmal “sportlich” fährt, auch ein Gefühl für sein Fahrzeug und dessen Dimensionen hat. Und grinst… Und hupst… Dieses Arschloch, man sieht sich immer zweimal im Leben, mindestens…

Das war das reinste Massaker

nurmalso

Kaum wird es etwas wärmer, da schwirren sie wieder…

Gestern auf der Rückfahrt von Saarlouis nach Köln. Herrliches Wetter, annehmbarer Verkehr auf der Autobahn, entspanntes fahren. Wenn da nicht diese 236.540 Platscher auf der Frontscheibe zu verzeichnen gewesen wären. Natürlich nur ganz grob geschätzt… Und jeder Platscher war im Prinzip ein Mord, es war das reinste Massaker…

Wenn man das jetzt mal ganz grob hochrechnet, dann habe ich gestern mindestens die halbe Mücken, Fliegen- und Bienen-Population des Saarlands und Rheinland-Pfalz mit meiner Frontscheibe erlegt. In diesen zwei Bundesländern droht also im Sommer keine Gefahr mehr durch ungebetene Stech- oder Krabbelinsekten. Naja, das mit den Bienen ist natürlich tragisch, davon gibt es ja immer weniger. Aber warum können die Viecher auch nicht ausweichen? Muss ich in Zukunft auch noch winken um das Geflügel dazu zu ermuntern, die Autobahn nicht als Freiflugfläche zu benutzen?

Und warum zum Teufel hinterlassen diese Flugtierchen immer so häßliche Flecken auf dem Glas? Und nicht nur da, selbst auf dem Kühlergrill sieht es aus, als wäre jemand mit unzureichender Verdauung vor mir her gelaufen. Alles, aber auch wirklich alles wird ja erfunden, nur kein Geflügel, dass einfach nur von der Frontscheibe abprallt und das ohne Flecken zu hinterlassen.

Könnte nicht jemand mal so etwas erfinden? Vielleicht könnte mir ja auch mal jemand ein elektronisches Zählwerk empfehlen, damit ich die Leichen nicht immer manuell erfassen muss? Da selbst das Hochdruckgerät nicht sämtliche Leichen beseitigen konnte, musste ich doch tatsächlich noch nachträglich mit Chemie nacharbeiten. Jetzt ist zumindest das Auto wieder erkennbar…

Mein Mitgefühl gilt den Hinterbliebenen…

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