Kunst und Krempel in Bayern

nurmalso

Das erste Wochenende in Bayern steht vor der Tür.

Heute stehen noch zwei berufliche Termine auf dem Terminkalender und ab Mittag werde ich mich dann mit einer sehr guten Freundin treffen, die seit knapp 10 Jahren hier im Lummerland lebt. Abends werden wir schön essen gehen und ein bisschen olle Kamellen aufwärmen, was man eben so macht wenn man sich länger nicht gesehen hat. Nur mit den Stunden zwischen den beruflichen Terminen und dem Abendessen, da habe ich ein kleines Problem.

Denn sie will mich tatsächlich auf so einen Treffpunkt schleppen wo Freaks versuchen alten Krempel zu verscheuern, der bei ihnen nur Platz wegnimmt oder sie einfach nur zu faul sind, das Zeug auf die Müllkippe zu befördern. Landläufig nennt man solche konspirativen Treffpunkte wohl Floh- oder auch Trödelmarkt. Wozu man alten Krempel allerdings kaufen muss, wird sich mir wohl nie erschließen.

Naja, vielleicht hat der Wettergott ja Mitleid mit mir und anstatt des vorhergesagten leichten Regens lässt er es mal so richtig schütten. Dann könnten wir ja irgendwo nochn Käffchen trinken gehen und dieser Kelch mit dem alten Plunder ginge dann auch an mir vorbei… Schaun mer mal…

Nächste Woche geht es wieder los

nurmalso

Denn die beruflichen Reisen werden nicht weniger. Nachdem ich noch vor kurzem Baden-Württemberg durchkreuzt habe, steht jetzt mal wieder Bayern auf dem Reiseplan. Und das heißt für die nächsten ungefähr 3 Wochen wieder massig Kilometer fressen und in fremden Betten nächtigen. Hotelbetten natürlich, nicht was ihr denkt…

Da unten im Süden steppt der Bär und auch unsere Jungs von der schwer malochenden Truppe sind in den nächsten Wochen fast ausnahmslos in Bayern stationiert. Wobei die Kerlchen sich den Stress antun, am Freitag nach Hause zu düsen und dann am Wochenende wieder 550-600 Kilometer zur Arbeitsstelle zu fahren.

Das habe ich mir allerdings abgewöhnt, denn diverse Beispiele halten mich von diesen Ochsentouren ab. So bin ich einmal von Passau bis nach Köln 14 Stunden gefahren, ein anderes Mal durfte ich auf der A8 bei Augsburg wegen Blitzeis übernachten. Seither erkunde ich am Wochenende ein wenig die bayrische Landschaft und schöne Flecken gibt es ja hier immerhin reichlich.

Am Montag werde ich allerdings noch einen freien Tag einschieben, denn angesichts des Feiertags am Dienstag lohnt die Abfahrt erst ab Mittwoch. So kann ich dann wenigstens noch in Ruhe mein Köfferchen packen und ein langes Wochenende genießen.

Tja, wieder einmal verarscht

nurmalso

Am Montag wollte ich eigentlich einen Termin in Lindau am Bodensee wahrnehmen.

Nix besonderes eigentlich. Verwundert war ich eigentlich nur, dass ich obwohl die Bodenseeregion im Moment urlaubsbedingt wieder mächtig überbevölkert ist, fast alleine in der Fußgängerzone stand. Als wenig später ein älterer Mann auf mich zu kam und fragte, auf wen ich denn am Feiertag warten würde, da fiel es mir wieder wie Schuppen aus den Haaren. Denn ich hatte mich – nicht zum ersten Mal – mal wieder von den Bajuwaren verarschen lassen.

Jeder Einheimische weiß natürlich, das Mariä Himmelfahrt ein gesetzlicher Feiertag in Bayern ist. Und Lindau obwohl es am Bodensee liegt nicht etwa zu Baden-Württemberg, sondern eben zu Bayern gehört und damit quasi der größte Binnenseehafen der Bajuwaren ist. Ein ähnliches Feiertagsdebakel ist mir an anderer Stelle vor vielen Jahren mal am 6.Januar passiert. Wer denkt schon in NRW an die Heiligen 3 Könige? Nun, die Bayern haben jedenfalls am 6. Januar da Feiertag, soviel habe ich damals gelernt.

Und da die Südländer offensichtlich die Bibel rauf und runter feiern, muss man auch noch den Buß- und Bettag im November berücksichtigen. Regional gibt es am 8.August noch das Hohe Friedensfest, das zumindest die Augsburger als Feiertag für sich beanspruchen. Ich hoffe, ich habe jetzt kein Kaff vergessen, welches vielleicht noch den Erscheinungstag von König Horst Seehofer als Feiertag proklamiert. Naja, am Montag bin ich dann nur ein paar Kilometer weiter nach Friedrichshafen am Bodensee gefahren.

Zwar nur knapp 30 Kilometer voneinander getrennt, aber eben Baden-Württemberg. Und da war kein Feiertag…