Die Metropole Köln und Umgebung

domReden wir doch mal über meine Heimatstadt.

Wäre ich zu meinem Unglück in Düsseldorf geboren, müsste ich jetzt nur drei Sätze schreiben. Aber Gott sei Dank ist unsere Familie schon seit langer langer Zeit in Köln beheimatet und so kam ich in Köln zur Welt. Geboren wurde ich in der Kölner Südstadt, im Krankenhaus der Augustinerinnen. Das kennen die wenigsten Kölner unter diesem Namen, viel bekannter ist der Name Severinsklösterchen. Zu diesem Zeitpunkt wohnten meine Eltern quasi direkt um die Ecke.

Wie den meisten bekannt sein dürfte, gilt Köln ja als Metropole des Rheinlands. Kleinere Nachbardörfer wie zum Beispiel Leverkusen, dass sich oft als reichste Gemeinde Stadt des Landes NRW brüstet oder auch Düsseldorf, dass in einem Moment geistiger Umnachtung von gewissenlosen Politikern zur Landeshauptstadt erkoren wurde, haben sicherlich auch ihre wenigen Reize, kommen aber bei weitem nicht an Köln heran.

Die buchstäblich herausragende Sehenswürdigkeit unserer Stadt ist natürlich der Kölner Dom, der nicht nur von außen, sondern gerade auch innen ein sehr imposantes Bild bietet. Wenn man bedenkt, dass so ein Bauwerk über Jahrhunderte ohne große technische Hilfen erbaut wurde, so nötigt dies auch großen Respekt ab. Auch die Kölner Flora, der Botanische Garten der Stadt, ist immer einen Besuch wert. Direkt am Rhein gelegen beherbergt sie nicht nur zigtausende von Pflanzenarten, sondern auch den Tanzbrunnen, Ort zahlreicher sommerlicher Events und Veranstaltungen.

Von dort aus kann man übrigens gemütlich mit der Rheinseilbahn auf die andere Seite zum Kölner Zoo gondeln. Und dabei einen herrlichen Panoramablick genießen. Mit am bekanntesten dürfte natürlich auch unsere fünfte Jahreszeit, der Karneval, sein. Aber auch das restliche Jahr über bietet Köln viel sehens- und hörenswertes. Sport und Konzerte in der Lanxess Arena, Deutschlands größter Multifunktionshalle, für die Freunde eines gepflegten Kölsch gibt es tausende mehr oder weniger große Kneipen und Brauhäuser, die urigsten findet man zum Beispiel im Severinsviertel oder allgemein in der Kölner Südstadt. Und wer nach so einem Kneipenbummel noch Lust und Laune hat, der kann das wunderschöne Panorama der Stadt bei Nacht bewundern.

Viele Kölner, natürlich auch ich, die in dieser Stadt geboren und groß geworden sind, sprechen meistens einen deutlich hörbaren Dialekt, das Kölsch. Welcher nicht mit dem gleichnamigen gobergärigen Getränk zu verwechseln ist… Auch dieser Dialekt gehört mit zum Lebensgefühl in Köln, denn damit zeigt man unter anderem, dass man sich dieser/seiner Stadt verbunden fühlt.

Aber auch in Punkto Erholung haben wir einiges zu bieten. Rund um unseren noch kleinen, schnuckeligen Flughafen erstreckt sich das weitläufige Gebiet der Wahner Heide, ein ehemaliger Truppenübungsplatz, der zu weiten Teilen unter Naturschutz steht. Sie ist, zusammen mit dem Königsforst, die grüne Lunge der Stadt. Nicht weit entfernt ist auch das Bergische Land mit seinen zahlreichen Talsperren und Naherholungsgebieten, die jederzeit einen Besuch wert sind.

Auch in der nahe gelegenen Eifel gibt es viele schöne Flecken, die schnell per Auto erreicht werden können. Und da wir auch relativ weit im Westen wohnen, sind auch Ziele im angrenzenden Belgien oder Holland schnell erreichbar. Da gibts im übrigen einige Orte, wo man zum Beispiel sehr günstig einkaufen kann. Ein Angebot welches die bessere Hälfte öfter wahrnimmt.

Und natürlich möchte ich zum Abschluss der Vorstellung unserer Region mein Lieblingskind nicht vergessen. Das ist unser 1.FC Köln, der gerade erst den Verbleib in der Bundesliga gesichert hat und nicht nur der Lieblingsverein vieler Kölner ist, sondern auch viele Fans im Kölner Umland hat. Wer einmal die Kölner Hymne live im RheinEnergieStadion erlebt hat, der wird sie so schnell nicht vergessen. Da laufen einem kalte Schauer den Rücken herunter und wir Kölner sind auch davon überzeugt, dass in unserem Stadion sowieso die beste Stimmung herrscht…

Vernachlässigung eines Mannes in Köln

nocommentMal was anderes…

“Was sind das für Frauen, die zu so etwas fähig sind?” fragt man sich unwillkürlich angesichts des neuesten Falles von gefährlicher Vernachlässigung. Wie erst jetzt bekannt wurde, befreite die Polizei am Sonntag in Köln-Raderthal einen kurz vor dem Verdursten stehenden, schlecht ernährten 37-jährigen Mann. Nachbarn hatten die Ordnungshüter alarmiert.

Die Lebensgefährtin des Mannes war am Samstagmorgen für ein Wochenende mit den Kindern zu ihren Eltern gefahren. In der Wohnung fanden die Polizisten keinerlei altersgerechte Getränke. “Nur Wasser, Tee und Säfte, so etwas habe ich noch nie gesehen” formulierte einer der geschockten Polizeibeamten in seinem Bericht. Er und seine Kollegen erleben sicher so einiges, aber in dieser Wohnung fanden sie nicht einmal genügend Nahrung für eine einzige Männermahlzeit.

Nur Müsli, Milchprodukte und Rohstoffe wie Kartoffeln, Reis oder Eier, die vor dem Verzehr erst noch verarbeitet werden müssten, befanden sich in der Küche. Die Regale der Wohnung quollen angeblich über von kulturwissenschaftlicher Fachliteratur. Aber es fand sich keine einzige Männer-, Auto- oder Fußballzeitschrift. Noch nicht einmal ein Fernseher…

Da Gefahr im Verzug war, brachten die Beamten den mittlerweile kollabierten Mann in eine Kriseneinrichtung der gastronomischen Hilfe, Peters Brauhaus in der Mühlengasse. Der Leiter der christlichen Einrichtung päppelte den Mann persönlich mühsam über Stunden mit Bier und Korn wieder auf. Mitarbeiter des zuständigen Pizzaservice verteilten ihre Notrufnummer – später auch in der unmittelbaren Nachbarschaft des Mannes.

Oftmals sind Männer, die Opfer dieser Form von Vernachlässigung geworden sind, schlicht und einfach nicht in der Lage, selbst um Hilfe zu bitten. Gerade junge Frauen seien mit der Haltung und Pflege eines Mannes sehr häufig einfach überfordert. Der zuerst possierlich wirkende Mann werde schnell zu einer Belastung, wenn er nach der Balz seine typischen Verhaltensweisen der Seßhaftigkeit ausbilde.

Spätestens wenn die ersten Kinder da seien, bleibe den Frauen neben ihrer Berufstätigkeit kaum noch Zeit für den Mann. Böse Absicht sei es eigentlich so gut wie nie die Frauen dazu bewege, ihren Mann alleine zu Hause zu lassen. Aber Fälle wie dieser erschüttern auch die Einsatzkräfte. “Der Befreite hat nur noch knapp 90 Kilo gewogen” hieß es dazu unter anderem im Polizeibericht.

Dem Mann geht es glücklicherweise wieder den Umständen entsprechend gut. Aber das Entsetzen bleibt, auch bei mir. Nachbarn und Anwohner stellten Flachmänner und Sixpacks unter dem Balkon des Opfers auf und entzündeten Kerzen, wie ebenfalls im Polizeibericht protokolliert wurde.