#Effzeh international – Und wie gehts weiter?

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Köln ist immer noch total geflasht, das der Lieblingsclub tatsächlich das „kleine Wunder“ – die Qualifikation für einen europäischen Wettbewerb – geschafft hat.

Gestern zum Beispiel wurde ich wirklich von jedem den ich getroffen habe auf das Thema 1.FC Köln angesprochen und man konnte wirklich spüren, das die Leute sich wirklich für die Mannschaft mitgefreut haben. Und das schöne daran ist, das nicht gleich wieder übertriebene Erwartungshaltungen geäußert werden, sondern man die Qualifikation für die Euroleague eher realistisch sieht. Endlich mal wieder international spielen, mehr nicht…

Gespannt bin wahrscheinlich nicht nur ich ob Anthony Modeste, der mit seinen 25 Toren in der abgelaufenen Saison einen Löwenanteil am Erfolg der Mannschaft beanspruchen kann, auch in der kommenden Saison noch Tore für das Team beisteuert. Schon im letzten Sommer baggerten ja die Chinesen mit einem unglaublichen Angebot von 55 Millionen Ablöse plus 11 Millionen Jahresgehalt für den Spieler bei einem Vierjahresvertrag.

Wirtschaftlich gesehen darf der Verein bei einem erneuten Angebot in dieser Höhe eigentlich nicht nein sagen, auch wenn es natürlich sportlich gesehen ein immenser Verlust wäre. Wobei man bei so einer Ablöse allerdings auch mal einen adäquaten Ersatz verpflichten könnte, der dann allerdings wahrscheinlich das Gehaltsgefüge der Mannschaft wiederum sprengen würde. Und so etwas erzeugt meist Neid und Missgunst, jedenfalls wenn es mal nicht so läuft wie gewünscht.

Für geplante andere Neuverpflichtungen dürften der Club mit der Aussicht der internationalen Beteiligung zumindest ein wenig attraktiver geworden sein und ich denke, das unser Schmaddi Schmadtke mit seinem Goldhändchen schon seine Fühler ausgestreckt haben dürfte. Die nächsten Wochen werden zeigen, wie die sportliche Leitung die Mannschaft noch etwas aufwerten möchte.

Genau genommen ist dieser 5.Platz eigentlich sogar eine Meisterschaft. Denn wenn man bedenkt, über welche Etats die ersten Vier, Bayern München, RB Leipzig, Borussia Dortmund und die TSG Hoffenheim verfügen, dann darf man auf diesen 5.Platz erst recht stolz sein. Alleine an den Punktzahlen lässt sich der Geldeinsatz schon relativ deutlich ablesen. Bayern unangefochten mit 82 Punkten, danach die 3 Kronprinzen mit 67, 64 und 62 Punkten und nach dem 1.FC Köln mit 49 Punkten rückt alles ziemlich eng zusammen.

Sei es drum, kein Neid, wir haben das höchstmögliche Resultat heraus geholt und das man einen fünften Platz in Köln ausschweifender feiert als eine bayrische Meisterschaft dürfte auch nicht unbedingt eine Überraschung sein. Ich bin gespannt was die nächste Saison bringt, ich wäre mit einem Platz unter den ersten 10 schon sehr zufrieden. Vor allem, wenn unser Top-Knipser Modeste wirklich Chinese werden sollte…

Doch genug vermutet und spekuliert, jetzt wird der Augenblick genossen.

Die erste rote Karte

Es gibt ja ein paar Dinge, die vergisst man nie im Leben.

Gestern Abend zum Beispiel kam ich im Restaurant mit meinem Tischnachbarn ins fachsimpeln. Natürlich ging es um Sport, um richtigen Sport, also um Fußball. Wir unterhielten uns recht angeregt über diverse Bundesligavereine und ich sah es einfach als Geburtsfehler an, das er sich als Fan des FC Bayern München outete.

Mit Bayern-Fans kann man übrigens vorzüglich diskutieren, zumindest wenn es nicht um „ihren“ Verein geht. Auf vermeintliche momentane Schwächen reagieren sie da gerne mit Erfolgen aus der Vergangenheit, die natürlich unbestritten sind. Aber besser ist es allemal, sich nur über andere Vereine zu unterhalten.

Und so wurde dann eine knappe Stunde über fast jeden Verein der 1. Bundesliga philosophiert, später tauschten wir uns dann noch rege über einzelne Spieler und deren mehr oder weniger faire Aktionen in der jüngeren Vergangenheit aus, bevor wir dann zu unseren eigenen „Jugendsünden“ gelangten.

Er schilderte mir, das er innerhalb von 16 Jahren Kreisliga A in der 1. Mannschaft fünfmal den Platz vorzeitig verlassen durfte, weil der Schiedsrichter seinen Einsatz als etwas härter als erlaubt einordnete. Nun, bei mir waren es in ähnlicher Zeitspanne zwei rote Karten und an die erste kann ich mich besonders gut erinnern.

Das Wetter war Shayce, der Rasenplatz auf Grund des Wetters Shayce und wir haben absolute Shayce gespielt und verloren. Und ich flog Mitte der zweiten Halbzeit vom Platz, allerdings nicht wegen übertriebener Härte. Vielmehr hatte ich eine kleine Meinungsverschiedenheit mit dem Schiedsrichter. Ich versuchte ihn nach einem klaren Abseitstor der gegnerischen Mannschaft auch verbal davon zu überzeugen, das er ein blindes Arschloch sei.

Und als ihm die Argumente dann ausgingen das dies keineswegs so sei, da hat er mir rot gezeigt.

1.FC Köln – Wochen der Wahrheit

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19 Spieltage sind absolviert und erfreuliche 32 Punkte sind auf der Haben-Seite zu verbuchen.

Der nächste erfreuliche Aspekt ist Tabellenplatz 7 und man ist punktemäßig nur 3 Zähler vom dritten Tabellenplatz entfernt. Noch dazu hat man die drittbeste Abwehrreihe der Liga, zusammen mit den beiden Torhütern Horn und Kessler sicherlich auch ein Garant für die bisher sehr gute Saison, die der 1.FC Köln spielt.

Sicherlich wäre es schön auch am Ende der Saison in diesen Tabellenregionen zu stehen, doch bis dahin ist es noch ein ziemlich weiter Weg. Und die nächsten Wochen werden sicherlich den Weg weisen, wohin die Reise für den Lieblingsclub geht. Gut, mit dem Thema Abstieg wird man sich sicherlich nicht mehr beschäftigen müssen. Was der Planung für die kommende Saison natürlich leichter macht.

Am Dienstag steht das Achtelfinale im DFB-Pokal an, hier ist der Hamburger SV der Gegner. Bestimmt kein Selbstläufer, auch wenn der HSV im Moment nicht gerade durch Hurra-Fußball glänzt. Doch gerade vermeintlich schwächere Mannschaften haben dem #effzeh in der Vergangenheit schon öfter ein Bein gestellt und das Weiterkommen ins Viertelfinale dürfte nicht so einfach werden, wie mancher das gerne hätte.

Am nächsten Sonntag folgt dann das Auswärtsspiel beim Tabellennachbarn SC Freiburg und mit einem Sieg könnte man den Abstand auf die Breisgauer auf 9 Punkte ausbauen, einen Vorsprung den man für die darauf folgenden Begegnungen noch benötigen wird. Denn erscheint Schalke 04 noch schlagbar, dürften Punkte bei den nächsten Gegnern RB Leipzig und Bayern München wohl nicht unbedingt eingeplant werden.

In drei Wochen wird sich dann zeigen, ob man sich im oberen Tabellendrittel halten kann oder ob man die europäischen Fleischtöpfe schon vorzeitig sausen lassen kann. Ich bin gespannt…