1.FC Köln – Klassenerhalt gesichert?

effzeh#effzeh-Fans sind ja leidensfähig.

Und auch in dieser Bundesligasaison gab es wieder leidvolles zu erdulden. Mancher Punkt wurde verschenkt, oft erst in allerletzter Minute oder gar in der Nachspielzeit. Trotzdem steht der 1.FC Köln vier Spieltage vor Beendigung der Saison auf einem durchaus respektablen 12. Platz und hat bisher 35 Punkte eingefahren. Zwar ist man noch nicht hundertprozentig gerettet aber angesichts der Tatsache, dass die Mannschaften von Platz 13 bis 18 sich teilweise noch gegenseitig Punkte abnehmen werden, bin ich da sehr zuversichtlich.

Ein einstelliger Tabellenplatz wäre ohne vermessen zu sein sicherlich im Bereich des möglichen gewesen, hätte aber die utopischen Wunschträume mancher Fans nur bestätigt. Ziel war Platz 15, nicht mehr und nicht weniger. Über mehr kann man in der (voraussichtlichen) nächsten Bundesligasaison nachdenken, wofür der Kader allerdings auf einigen Positionen verstärkt werden müsste. Doch vorrangiges Ziel bleibt zuerst einmal die Klasse zu halten und die Mannschaft hat auf jeden Fall das Zeug dazu.

Der Abgang von Kevin Wimmer dürfte fix sein, auch wenn man erst nach dem erreichten Klassenerhalt da genaues erfahren wird. Das wird eine Baustelle für Manager Schmadtke sein und auch die im Winter geplatzte Verpflichtung von Spielmacher Carlos Eduardo dürfte noch nicht ad acta gelegt worden sein. Auch im Sturm sind Verstärkungen von Nöten, denn mit einer Rückkehr von Helmes ist wahrscheinlich nicht mehr zu rechnen und ob Simon Zoller den zweiten Anlauf in Liga 1 packt sei dahin gestellt.

Der überwiegende Kader ist durchaus erstligareif, wie die abgelaufene Saison gezeigt hat. Gerade die ganz jungen Burschen wissen nun auch wo der Hase läuft und dürften mit Sicherheit noch nicht am Ende ihrer Leistungsgrenze angekommen sein. Auch in der kommenden Saison dürfte unter Coach Stöger kein Hurra-Fußball zu erwarten sein, er tendiert eben eher zu einer defensiveren Spielweise. Und angesichts der vielen torlosen Unentschieden in dieser Saison denke ich: Lieber einen Punkt als überhaupt keinen Punkt!

Wenn man zu den bisherigen 35 Punkten noch 3-4 aus den letzten vier Spielen gegen Augsburg, Schalke 04, Mainz und Wolfsburg holt, dann dürfte keine Gefahr mehr bestehen doch noch abzusteigen. Ich bin sogar so optimistisch, dass ich der Mannschaft noch 6-7 Punkte zutraue. Am Ende wird sie den 10. oder 11. Platz belegen und das ist als Aufsteiger doch schon recht ordentlich. Über mehr unterhalten wir uns dann in der nächsten Saison…

Der Samstag – Der heilige Tag des Mannes

nurmalsoSo etwas müsste abgeschafft werden…

Denn wer heiratet schon an einem Samstag? Rein arbeitstechnisch gesehen sind wir Kronen der Schöpfung überhaupt nicht darauf programmiert, uns samstags dem Lotterleben hinzugeben. Denn auch an einem Samstag muss noch jede Menge erledigt werden. Das Auto muss zum Beispiel gewaschen werden. Das alleine dauert mitunter schon einen halben Tag, denn mit waschen alleine ist es ja nicht getan.

Der Wagen muss ausgesaugt werden, die Scheiben geputzt, das Armaturenbrett mit dem entsprechenden Pflegemittelchen einbalsamiert und nicht zuletzt muss auch der Kofferraum mal wieder aufgeräumt werden. Das braucht eben Zeit… Und wenn danach noch etwas dieses kostbaren Guts übrig ist, dann heißt es zumindest in den wärmeren Monaten Rasen mähen. Je nach Grundstück kann auch das ordentlich Zeit beanspruchen und manchmal ist Mann danach ziemlich geschafft.

Natürlich nur bis halb vier, bis dahin ist Mann wieder fit. Denn dann startet die Fußball-Bundesliga und Mann ist in seinem Element. Aufgeregt verfolgt er die Spiele des Lieblingsvereins am Fernseher oder im Radio. Manchmal lässt er auch den Rasen noch wachsen und fährt gleich ins Stadion, um seine Helden anzufeuern. Auch so etwas kostet Energie und nicht selten ist Mann danach so geschafft, dass er seinen Akku nur mit Hilfe von ein paar Kumpels und eventuell ein paar Bierchen wieder aufladen kann.

Die Samstage eines Mannes sind also immer voll ausgefüllt, da bleibt quasi kein Platz für Freizeitaktivitäten. Selbst eine Hochzeit kann da nicht berücksichtigt werden. Denn wenn Mann sich nach einem arbeitsreichen Samstag noch in Anzug und Krawatte schälen muss, nur um zuzusehen wie sich zwei Turteltäubchen Ringe an die Finger klemmen, dann fehlt Mann dafür oft das Verständnis. Schließlich gibt es weitaus wichtigeres, was samstags noch unbedingt erledigt werden muss.

Der Keller zum Beispiel, der müsste auch mal wieder dringend aufgeräumt werden. Und dafür ist der Samstag doch wie geschaffen…

3 wichtige Punkte zum Rückrundenstart der Bundesliga

effzehEs war nicht alle Gold was glänzte…

Aber dieser 2:0-Auswärtssieg des 1.FC Köln zum Auftakt der Rückrunde gegen den HSV war wichtig, sehr wichtig sogar. Zwar verbesserte man sich in der Tabelle nur um einen Platz auf Rang 10, aber man baute den Vorsprung auf die Abstiegsplätze auf 5 Punkte aus. Zwar war es kein Spitzenspiel aber man hatte den Hamburger SV eigentlich bis auf wenige Ausnahmen über die gesamte Spielzeit gut im Griff.

Ebenso wichtig dürfte das Spiel am kommenden Mittwoch gegen den VfB Stuttgart werden. Auch da sollten 3 Punkte im Bereich des möglichen liegen, auch wenn man sich in dieser Saison im heimischen Stadion eher schwer damit tut Punkte einzufahren. Doch mit dem Selbstbewusstsein nach dem Sieg bin ich optimistisch und die Heimschwäche muss ja schließlich auch mal ein Ende haben. Und sollte man das Spiel wirklich gewinnen, dann könnte man den Vorsprung nach hinten abermals vergrößern.

Schon drei Tage nach diesem Spiel empfängt man den SC Paderborn. Wieder eine wichtige Chance Punkte zu machen, bevor dann die ersten dicken Brocken in der Liga folgen. Denn gegen Mönchengladbach, Hannover und Bayern München dürfte im Höchstfall gegen die Niedersachsen etwas zählbares heraus springen. Trotzdem bin ich optimistisch, dass man einen gute Chance hat die Klasse ohne viel zittern zu erhalten.

Zwar glänzt man nicht gerade durch ein attraktives Spiel und das einige Akteure scheinbar Probleme bei der Ballannahme und beim exakten Zuspiel haben war nach der Hinrunde schon bekannt. Viele vermeintliche Chancen macht man sich durch persönliche Stockfehler selbst kaputt, einiges wirkt manchmal sehr überhastet. Vor allem wenn man zum Beispiel so ein Spiel wie Wolfsburg gegen Bayern als Vergleich sieht, da wird es einem als FC-Fan schon mal mulmig. Aber es ist keine Unruhe in der Mannschaft und auch die ganz jungen Spieler im Team wissen jetzt, woher in Liga 1 der Wind weht.

Ob aus dem geplanten Transfer von Carlos Eduardo noch etwas wird glaube ich persönlich nicht. Zwar möchte Eduardo nach eigener Aussage gerne nach Köln wechseln, doch Rubin Kasan verweigert zur Stunde noch die Verhandlungen und möchte den Spieler nicht abgeben. Da heißt es wohl noch etwas pokern, allerdings wird die Zeit knapp. Auch ein Stürmer konnte noch nicht verpflichtet werden, der schon fast eingetütete Wechsel des österreichischen Stürmers Philip Hoziner, unter Trainer Stöger Torschützenkönig in der Ösi-Liga, scheiterte an der sportärztlichen Untersuchung. Denn der Junge hat scheinbar ein schweres gesundheitliches Problem…

Da darf Toni Ujah nicht ausfallen, sonst sieht es in der Abteilung Attacke sehr mau aus. Vielleicht kann Manager Schmadtke ja noch einen guten Stürmer aus dem Ärmel zaubern, denn Simon Zoller wurde kurzfristig wieder nach Kaiserslautern ausgeliehen. Aber es gibt ja auch noch andere die Tore schießen können, siehe Marcel Risse im Spiel gegen Hamburg. In dieser Woche wird also einiges entschieden, am nächsten Sonntag sind wir alle schlauer wohin der Weg führen wird.