Einkaufen vor Feiertagen

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Vor den Wochenenden und meist auch einige Tage vor Feiertagen wie beispielsweise Ostern, Pfingsten oder Weihnachten herrscht bei den Discountern der Republik wieder der erbitterter Kampf um die offensichtlich letzten Lebensmittel. Der erbitterte Kampf um das frischeste Brot, die größte Salatgurke und alle sonstigen Lebensmittel hat wieder einmal begonnen.

Ganze Sippen strömen in die Einkaufstempel und kämpfen um die begehrtesten Waren, um anschließend sichtbar überfüllte Einkaufswagen, für die man beinahe schon einen LKW-Führerschein braucht, wieder in Richtung Kasse zu bugsieren und das möglichst ohne sich anzustellen. Und obwohl das zulässige Gesamtgewicht des Einkaufswagens oft schon zigfach überschritten wurde, findet sich auf dem Weg zur Kasse immer noch etwas, was noch oben drauf passt.

Wenn man eigentlich nur noch schnell ein paar Eier erwerben wollte und dann an der Kasse drei solcher Gefährte vor sich hat, dann ist es nicht ausgeschlossen dass man erst zur Kassiererin vorkommt, wenn das Haltbarkeitsdatum der Eier abgelaufen ist. Da ist nicht nur Geduld gefragt, auch das mitführen einer Thermoskanne Kaffee ist in diesem Fall empfehlenswert. Kaffee beruhigt die Nerven und dämpft die aufkommenden Aggressionen…

Und wenn man sich dann den Inhalt der Einkaufswagen mal näher anschaut, dann muss man sich wirklich fragen wie viele Menschen scheinbar der Überzeugung sind, dass nach dem Wochenende oder den Feiertagen die Erde von einem Astroiden verwüstet wird. Also noch schnell den Bauch vollstopfen, denn jede Mahlzeit könnte ja die letzte sein.

Laaaaaaangsam

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Einkaufen ist ja nicht gerade meine Lieblingsbeschäftigung.

Aber gestern nachmittag ließ es sich leider nicht vermeiden und so machte ich mich mal auf den Weg zum nahe gelegenen Discounter. Eigentlich war es nicht viel was ich noch besorgen musste. Genau genommen waren es eigentlich nur sechs Teile, welche ich auch in nullkommanix in der Einkaufskarre gebunkert hatte. Also schnell Richtung Kasse und nichts wie raus aus dem Lebensmitteltempel.

Doch aus dem „schnell“ wurde dann leider nichts, denn erstens war nur eine Kasse geöffnet und zweitens hatte vor mir ein Pärchen wohl gerade für den zu erwartenden dritten Weltkrieg eingekauft. Denn die beiden hatten sage und schreibe drei!! Einkaufswagen bis unter die Hutschnur vollgepackt und unglücklicherweise vor mir eingecheckt.

Zuerst räumte das Männchen den Inhalt des ersten Wagens auf das Laufband, um sich dann am Ende wieder zu postieren und die Waren, nachdem sie über den Scanner gezogen worden waren, wieder im Einkaufswagen zu deponieren. Während dessen fing das Weibchen an, den Inhalt des zweiten Wagens ebenfalls auf das Laufband zu räumen. Wie sie das allerdings machte, dass erschien mir dann doch reichlich umständlich.

Denn während sie mit der linken Hand ihre handtasche umklammerte, hielt sie in der rechten einen Schlüsselbund fest. Und fingerte mit dieser Hand Teil für Teil für Teil heraus und das in einem wahren Schneckentempo und in aller Seelenruhe. Nachdem sie für den halben Wagen schon etwa fünf Minuten benötigt hatte und zwischen jedem Teil auf dem bewegenden Laufband eine recht beachtliche Lücke klaffte, forderte sie die Kassiererin auf, doch die Tasche und den Schlüsselbund aus den Händen zu legen, damit es schneller gehen konnte.

Doch das Weibchen beachtete diese Aufforderung überhaupt nicht und auch das Männchen vorne am “Empfang”, der sich zwischenzeitlich noch einen weiteren Einkaufswagen besorgt hatte, um den ganzen Krempel wieder einräumen zu können machte keine Anstalten, ihr vielleicht mal Beine zu machen zu helfen. Und sie räumte ohne eine Regung weiter und weiter und weiter und weiter… Wahrscheinlich hatte sie einfach nur Angst, durch zu schnelle Bewegungen ihre künstlichen Fingernägel abzubrechen, schneller wurde sie jedenfalls nicht.

Nachdem sie dann knappe 10 Minuten!! gebraucht hatte um den Wagen leer zu räumen und die Schlange hinter mir auch schon angewachsen war, habe ich dann die Initiative ergriffen. Ich hab mir den dritten Wagen geschnappt und in geschätzten 60 Sekunden den Inhalt des Wagens aufs Laufband geschaufelt. Sie stand neben mir und nestelte an ihrer Handtasche herum und auch den Schlüsselbund hielt sie noch immer fest umklammert. Dann hauchte sie ein kaum hörbares “Danke” in meine Richtung, um dann ein paar Schritte weiter zur Kassiererin zu stelzen.

Die Rechnung der beiden betrug 326 Euro und ein paar Cent!! und ich hoffte inständig, dass sie während sie ihre Scheckkarte zückte und in den Schlitz des Lesegerätes steckte, ihre Geheimzahl nicht vergessen hatte. Das Männlein schob Einkaufswagen Nummer eins vor sich und zog Einkaufswagen Nummer zwei hinter sich her und machte sich schon mal vom Acker. Während das Weibchen den etwa eineinhalb Meter langen Kassenbon zusammenfaltete, zog die Kassiererin meine sechs Teile über den Scanner, ich packte alles in den Wagen und bezahlte.

Dann hab ich das immer noch den Kassenbon faltende Weibchen vorsichtshalber noch gewarnt, dass sie beim einräumen ins Auto besser Handtasche und Schlüsselbund aus den Händen legen sollte. Denn sonst könnte es passieren, dass sie noch vom Wintereinbruch überrascht würde…

Saure Sahne, Schmand oder Sauerrahm – Was ist denn nun richtig?

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Nicht jeder Mann ist in Punkto Lebensmitteln und speziell bei Molkereiprodukten so auf dem Laufenden. Zu dieser Gattung gehöre ich unzweifelhaft auch, denn für den Einkauf sowie die Verarbeitung von Lebensmitteln gibt es ja schließlich Frauen…

Am Samstagnachmittag musste ich dann allerdings doch noch schnell zum Discounter des Vertrauens düsen, weil etwas entscheidendes im Haushalt fehlte. Das kommt nun wirklich nicht oft vor und ist deshalb eigentlich auch keinen Beitrag wert. Aber am Samstag hatte ich ein kleines Problem mit den Molkereiprodukten. Wenn das in der Vergangenheit vorkam (und es kam öfter vor), habe ich mir einfach etwas geschnappt was am logischsten erschien und bin auch meistens gut damit gefahren.

Am Samstag aber dachte ich so bei mir: Du bist noch zu blöd um saure Sahne zu kaufen! Saure Sahne kaufen? Klingt einfach – ist es aber nicht. Denn es gibt außerdem süße Sahne, wobei hier der Unterschied noch einfach ist. Aber es gibt ja auch noch Sauerrahm und Schmand. Und was davon ist jetzt Saure Sahne? Nun, wozu gibt es Smartphones, da konnte ich mich endlich mal schlau machen. Und damit ihr Anti-Küchenwunder es endlich auch kapiert, kommt hier die Auflösung des Rätsels:

  • Süße Sahne – Die vor allem in Deutschland gebräuchliche Bezeichnung süße Sahne ist volkstümlich und dient nur zur Unterscheidung von saurer Sahne. Sie bezeichnet also den nicht weiter verarbeiteten frischen, nur ultrahocherhitzten oder sterilisierten Rahm in verschiedenen Konzentrationen.
  • Saure Sahne – Saure Sahne ist Sahne, die mit Milchsäurebakterien versetzt wurde, wodurch sie neben einem leicht säuerlichen Geschmack eine festere, cremige Konsistenz annimmt.
  • Schmand – Schmand ist eine fetthaltigere saure Sahne mit einem Fettgehalt von meist 20–29 %.
  • Sauerrahm – Saure Sahne, Sauerrahm enthält mindestens 10 % Fett.

    Wieder etwas gelernt…