Umtauschaktion am Abend

einkaufswagenWarum tue ich mir so etwas auch an?

Gestern Abend habe ich in meiner unendlichen Gutmütigkeit die bessere Hälfte zum Einkaufen begleitet. Und wie ich es mir vorher hätte denken können, habe ich es nachher wieder bitter bereut. Der Einkauf an sich ging ja noch relativ schmerzfrei und zügig von dannen, bis wir dann an die Kasse kamen. Das Weibchen hatte sich natürlich genau hinter einem anderen Weibchen postiert, deren Einkaufswagen schon fast überquoll. Aber wahrscheinlich macht sie das extra, um mich dann mal 10 Minuten in ein Gespräch zu verwickeln.

Auf jeden Fall hatte die Röckchenträgerin vor uns das Laufband an der Kasse von vorne bis hinten belegt. Und wartete seelenruhig ab, dass die Kassiererin den Krempel über den Scanner ziehen würde, damit sie ihren restlichen Klumpatsch auch noch auf dem Band stapeln konnte. Ging natürlich nicht, da Frau Kassiererin sonst alles neben die Kasse hätte schmeißen müssen. Und auf einen entsprechenden Hinweis von Frau Kassiererin reagierte dieser weibliche Blödmannsgehife vor uns dann auch endlich, stapelte alles etwas höher und stapfte mit ihrer Einkaufskarre weiter ans Ende des Kassenbereichs.

Dort wurde dann alles eingescannt und wieder in den Karren gepackt. In der Zwischenzeit begann die bessere Hälfte, den frei werdenden Platz auf dem Laufband wieder zu schließen, sprich unseren Einkauf dort zu platzieren. Das Laufband lief weiter und immer weiter und als unser Einkauf vorne angelangt war, stellte ich mich schon mal seelisch aufs bezahlen ein. Denn das ist so ein Trick der besseren Hälfte, nimmt sie einfach den Alten mit und der kann dann löhnen.

Doch das Weibchen vor uns hatte noch ein Trumpf-As im Ärmel. Denn urplötzlich fiel ihr nach dem bezahlen ein, dass sie noch einen BH zum umtauschen in der Tasche hatte. Diesen hatte sie nach eigener Aussage „vor etwa 2 Monaten“ gekauft und er passte wohl nicht. Deshalb wollte sie ihn jetzt umtauschen. Sinnigerweise hatte sie aber noch nicht einmal den Einkaufsbon dabei, womit sie den Kauf nachweisen konnte. Als sie Frau Kassiererin darauf hinwies, fing sie dann an rumzuzetern und wollte die Filialleitung sprechen.

Was wiederum dann mich auf den Plan brachte, denn erstens hatte ich nicht vor meinen Feierabend beim Discounter zu verbringen und zweitens macht mich so viel Duseligkeit sowieso schnell reizbar. Also sagte ich dann zu Frau Kassiererin: „Wie blöd muss man eigentlich sein, um wegen eines BH für 5 Euronen einen kompletten Montagabend die Kasse zu blockieren?“ Darauf antwortete das Weibchen an der Kasse zwar nicht, aber ihr Blick und ihr Schulterzucken zeigten mir, dass sie wohl genau so dachte wie ich.

Die bessere Hälfte dachte wohl auch so, trotzdem bekam ich wegen meiner harmlos gestellten Frage von ihr einen Knuff mit dem Ellenbogen in die Seite. Allerdings bewirkte meine Frage, dass die Blödmannsgehilfin vor uns sich plötzlich eines besseren besann, ihren Tütenstützer in den Einkaufskorb pfefferte und sich von dannen trollte. Was mich zu einem spontanen Applaus und die bessere Hälfte zu einem neuerlichen Knuff in die Seite hinriß.

Als wir dann bezahlen mussten, schaute mich die meinige wieder mit diesem na-hol-schon-die-Kohle-raus-Alter-Blick an. Aber Mann vergisst ja nicht so schnell… Mit Unschuldsmine bemerkte ich, dass ich wohl meine hart verdiente Kohle zu Hause vergessen hätte. Da bezahlte sie dann… Ha, wusste ich es doch… Aber wer mich knufft, der hat es auch nicht besser verdient.

Wie isst man eigentlich eine Pizza richtig?

Pizza ist ein vielfältig belegtes Fladenbrot aus einfachem Hefeteig und entstammt der italienischen Küche. Wahrscheinlich ist die Pizza die am weitesten verbreitete „ausländische“ Spezialität und das nicht nur in Deutschland. Die erste Pizzeria in Deutschland wurde übrigens schon im März 1952 in Würzburg eröffnet. Die heutige, international verbreitete Variante mit Tomatensauce und Käse als Basis stammt vermutlich aus Neapel.

Pizza ist auch zu Hause ziemlich leicht selbst herzustellen, vor allem die jüngere Generation nutzt aber lieber die diversen Bringdienste, um sich diese Arbeit zu ersparen. Dort reicht ein Anruf um die gewünschte Pizza zusammenzusetzen, anschließend werden die überschüssigen Vitamine – bevorzugt in einem Holzofen – verbrannt, um dann noch mehr oder weniger heiß an den Ort der Schlacht geliefert zu werden.

pizza

Diese Bringdienste sind wirklich sehr praktisch, man benötigt lediglich ein Telefon, etwas Geld und zumeist nicht einmal einen festen Wohnsitz. Alternativ gibt es aber auch Puristen, die zwar ein wenig Arbeit nicht scheuen, allerdings eine Abneigung gegen frische Zutaten haben. Diese Klientel bedient sich dann im Kühlregal eines möglichst ortsansässigen Discounters. Zwar gilt die Tiefkühlpizza nicht als Geschmacksrevolution, sättigt allerdings auch.

Doch kommen wir zum wesentlichen, dem Verzehr der Pizza. Gestern Abend kam bei einem gemeinsamen Pizzaessen mit Freunden mal wieder die Frage auf, ob man Pizza nun mit Messer und Gabel oder eher puristisch mit der Hand isst. Wie immer gingen die Meinung dazu auseinander. Natürlich kommt es auch darauf an, ob man die Pizza zu Hause isst oder ob man sie sich schnell unterwegs genehmigt.

Wie esst ihr denn eure Pizza daheim? Lieber auf der Hand oder mit Messer und Gabel? Erzählt doch mal…

Mann hat Zwangsurlaub

reisszweckenJawoll, so brauche ich das…

Mann hat ja Zwangsurlaub. Nicht etwa eine firmeninterne Strafmaßnahme, vielmehr hat sich auf meinem Konto so viel Resturlaub angesammelt, weshalb Rudi mein Chef mich dazu „verdonnert“ hat. Man muss allerdings dazu sagen, dass Resturlaub bei uns nicht verfällt und so haben sich bei mir aus den vergangenen 3 Jahren immerhin noch 76 Tage Rest angesammelt. Und da im Januar schon wieder 30 Tage dazu kommen, „muss“ ich jetzt erst einmal zu Hause bleiben. Wie lange? Keine Ahnung, das klären wir noch…

Gut, an Langeweile sterbe ich garantiert nicht, dafür sorgt schon das Weibchen. Tägliche Ausflüge zu diversen Discountern sind seit eineinhalb Wochen Usus, dazu ein einmaliger Ausflug zu einem nahen Möbelmarkt. Noch dazu hat natürlich der Freundes- und Verwandtenkreis auch schon erfahren dass ich nutzlos zu Hause herum sitze und so durfte ich dann auch schon Winterreifen aufziehen, ein neues Betriebssystem nebst Programmen installieren, im Garten buddeln und diverse kleinere Arbeiten erledigen.

Zwischendurch noch 2 Angebote für die Firma fertig gemacht und zumindest die nächsten beiden Tage sind auch schon fast komplett verplant. Naja, Urlaub daheim eben und eigentlich helfe ich ja auch gerne. Doch was ich auf den Tod nicht ausstehen kann ist, dass jetzt an 2 Tagen hintereinander morgens um kurz nach 7 das Telefon klingelte. Nicht mein Handy, das Festnetz. Und es war auch nicht für mich…

Die beste Freundin des Weibchens war es und gestern morgen bin ich ans Sprachrohr gegangen. Sie kam gerade noch dazu sich mit ihrem Namen zu melden, danach war ich dran! Und ich denke, dass der knapp zweiminütige Monolog gereicht haben dürfte, dass sie so schnell nicht wieder anruft. Zumindest nicht wenn ich zu Hause bin. Ich denke ich habe jetzt meine Ruhe, jedenfalls hat sie dem Weibchen gleich darauf per SMS mitgeteilt, dass sie so schnell nicht wieder bei uns anrufen würde.

Nichts anderes wollte ich mit meiner Ansage ereichen. Diese Telefonfreaks sind doch alle krank, oder?