Trennung von Stöger – Der richtige Weg?

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Einige haben es erwartet, andere haben gehofft das es nicht so weit kommt.

Doch seit gestern ist es nun amtlich, Trainer Peter Stöger und der 1. FC Köln gehen zukünftig getrennte Wege. Ich gehöre auch zur Fraktion, die mit dem Trainer auch in Liga 2 gegangen wären und erstaunlicherweise sind trotz der beispiellosen sportlichen Talfahrt noch viele andere meiner Meinung. Bei Facebook konnte man gestern zumindest sehr viele dementsprechende Postings lesen und auch die Kommentare auf der Youtube-Seite mit der Pressekonferenz zum Stöger-Aus sind eher Pro-Stöger.

Ob die Trennung nun der richtige Weg ist und ob angesichts der eklanten Verletztenmisere der (Übergangs)-Nachwuchstrainer Stefan Ruthenbeck die sportliche Situation wirklich verbessern kann bleibt abzuwarten. Ein neuer Trainer zur Rückrunde dürfte sich dann auch im Klaren darüber sein, das die Aufgabe nicht leicht und eigentlich schon fast unmöglich sein wird, den #effzeh noch vor dem Abstieg zu retten.

Bei den Fans des 1. FC Köln gibt es für diese Entscheidung kein Verständnis. Bis Sonntag 13.45 Uhr stimmten über 50.000 User bei der Umfrage ab.
74 Prozent hätten Peter Stöger nicht entlassen.
Quelle: https://www.express.de/28992232 ©2017

Überhaupt scheinen beim Lieblingsclub wieder altbekannte Untugenden aufzutreten. Zuerst das Hin und Her um eine eventuelle Verpflichtung von Horst Heldt als Sportdirektor und nun steht für den Posten angeblich Dietmar Beiersdorfer ganz oben auf der Liste, der allerdings schon den HSV ziemlich wuchtig gegen die Wand gefahren hat.

Das sowohl ein neuer Trainer als auch ein neuer Sportdirektor in relativ große Fußstapfen treten (müssen) und nicht nur zum Verein passen müssen und leider auch nicht auf Bäumen wachsen, dürfte die Aufgabe für die Verantwortlichen beim #effzeh nicht einfach machen. Bleibt zu wünschen, das das momentane Chaos nicht wieder zum Alltagsbetrieb gehört.

Peter Stöger und seinem Team wünsche ich für die Zukunft jedenfalls alles erdenklich Gute. Sie werden schwer zu ersetzen sein…

Vorbereitung auf Liga 2 #effzeh

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Noch im Mai war ganz Köln euphorisiert.

Der #effzeh hatte mehr oder minder unerwartet und nicht zuletzt auch dank des Unvermögens einiger anderer Bundesligaclubs das Erreichen der Europa League geschafft, das hatte es 25 Jahre nicht mehr gegeben. Doch diese Euphorie dürfte zumindest bei einem Großteil der Anhänger mittlerweile verflogen sein.

Die Europa League ist ein Wettbewerb, bei dem man Geld verdienen kann und sich nicht blamieren sollte. Das ist größtenteils bisher gelungen, wobei noch 2 Spiele ausstehen. Von einem Weiterkommen reden wir jetzt lieber mal nicht. Denn der Wettbewerb, der wohl – nicht nur für mich – weitaus wichtiger sein dürfte, da bekommt der #effzeh einfach nichts auf die Kette.

Hatte man noch am Donnerstagabend die leise Hoffnung, das der 5:2-Sieg gegen Bate Barisov eventuell einen Kick zum positiven bewirken könnte, dann wurde man gestern nachmittag wieder eines besseren belehrt. Die 3:0-Niederlage gegen Hoffenheim war auch in der Höhe vollkommen verdient! Der #effzeh spielte mindestens eine Klasse schlechter als 3 Tage zuvor und selbst die größten Europa-effzeh-Enthusiasten sollten sich langsam aber sicher darauf einrichten, das wohl nächste Saison wieder Hausmannskost in Liga 2 geboten werden dürfte.

Ich bin niemand der nach Entlassungen schreit wenns mal eng wird, schließlich hat man trotz der vielen Niederlagen oft auch gut gespielt und auch viel Pech gehabt. Zudem waren die Schiedsrichterentscheidungen nicht immer zu unseren Gunsten und auch der Verletzungsteufel hat mal wieder unbarmherzig zugeschlagen. Zudem wird jemand vermisst, der auch ab und zu mal das gegnerische Tor trifft…

Trotzdem muss ich 2 Entscheidungen in Frage stellen. Was zum Teufel hat die Verantwortlichen dabei geritten, die Verträge von Lehmann und Rausch zu verlängern?? Gut, die beiden sind mit Sicherheit nicht die allein Schuldigen, viele spielen derzeit unter Form oder nur gelegentlich gut. Doch vom einen kommt aber auch null Impuls nach vorne und der andere ist froh, wenn er mal einen Ball zum Mitspieler bekommt.

Ich hatte ja schon Anfang der Saison die Befürchtung, das 2017/18 weitaus schwieriger werden würde. Aber das man so abkackt, das ist einfach nicht zu fassen. Und es tut mir in der Seele weh so etwas mit ansehen zu müssen, wie sich die Mannschaft zum Gespött der Öffentlichkeit macht. 11 Spiele, 9 Niederlagen, 2 Unentschieden und 2 von 33 möglichen Punkten auf dem Konto, wir sind der HSV des Westens!

Da kannst du nur noch mit dem Kopf schütteln und jede Woche eine Kerze anzünden…

#returnofthegoat – Arsenal London vs. 1.FC Köln

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Das war er also, der erste internationale Auftritt der 1.FC Köln nach 25 Jahren europäischer Abstinenz.

Und trotz meiner gestern schon geäußerten Bedenken hat sich der Lieblingsclub gegen die Gunners recht achtbar aus der Affäre gezogen. 3 zu 1 verloren, gekämpft, aber am Ende setzte sich die individuelle Klasse verdient durch. Trotzdem, Chapeau #effzeh, auf diese Leistung kann man auch in der Bundesliga aufbauen.

Und auch wenn es vor dem Spiel zu kleineren Scharmützeln kam, weswegen die Partie eine Stunde später angepfiffen wurde, der Großteil der angereisten Fans sorgte für Gänsehaut in London. Da zogen tausende singend durch London und feierten einfach ihren 1.FC Köln. Das hatte schon was, so friedlich möchte ich das immer sehen.

Angesichts der Tatsache das nur etwa 2900 Eintrittskarten zu haben waren, aber laut Medien 20.000!! Fans angereist waren, war das Chaos vor Spielbeginn vor dem Stadion nachvollziehbar. Seitens von Arsenal hätte man auch ein “kurzfristiges” Public Viewing organisieren können, dann hätte man wahrscheinlich die Verzögerung und Handgreiflichkeiten vermeiden können.

Doch das ist nun Geschichte, nun ruft wieder der Ernst des Lebens – die Bundesliga.