Abstimmung über die Gestaltung eines Persiflagewagens zum Kölner Rosenmontagszug

Schlimm was da vor kurzem in Paris geschehen ist.

Natürlich beschäftigen solche Ereignisse auch die Kölner Karnevalisten. Denn gerade im Karneval gehören kritische Meinungsäußerungen dazu. Weshalb sich der Leiter des Kölner Rosenmontagszuges, Christoph Kuckelkorn, nun eine besondere Aktion überlegt hat. Passend zum diesjährigen Sessions-Motto “Social jeck, kunterbunt vernetzt” kann im Internet über die Gestaltung eines Persiflagewagens abgestimmt werden.

Auf der Facebook-Seite des Festkomitees stehen dazu insgesamt 14 Entwürfe online, die per Mausklick geliked werden können. Bis Donnerstag 22. Januar, 12:00 Uhr können Facebook-Nutzer die Galerie der Entwürfe einsehen und ihren Favoriten bestimmen. Wer sich an der Abstimmung beteiligen möchte, findet hier die Entwürfe. Meinen Favoriten seht ihr hier unten.

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© koelnerkarneval.de

Je suis Charlie

Der gestrige Anschlag auf die Satirezeitschrift Charlie Hebdo in Paris, bei der 12 Personen erschossen wurden und weitere teilweise schwer verletzt wurden, schockt nicht nur die Franzosen. Ob die Tat nun von ein paar radikalen Islamisten verübt wurde ist noch nicht hundertprozentig sicher, es scheint aber höchst wahrscheinlich. Zumindest hat man zwei Verdächtige im Visier, die in Richtung schon aufgefallen sind. Charlie Hebdo legte sich schon seit Jahren mit religiösen Eiferern angelegt – gleich welcher Glaubensrichtung – und wurde deshalb auch schon seit Jahren bedroht.

Traurig ist außerdem, dass egal durch wen dieser feige Anschlag ausgeführt wurde, dies den PEGIDA-Sympathisanten wieder voll in die Karten spielt. Denn Islamisten sind Islamisten, obwohl die weitaus meisten von ihnen diesen Anschlag wahrscheinlich genauso abscheulich finden wie der Rest der Welt. Doch in dieser Beziehung werden da leider nur selten Unterschiede gemacht. Es wird verallgemeinert und das ist Gift für ein friedvolles Miteinander.

Sicherlich gibt es auch in Europa Moslems, die eine intensivere Glaubensausübung vertreten als der Rest. Auch in Deutschland gibt es genügend Christen, die weitaus öfter eine Kirche besuchen als die Mehrheit. Keine dieser Gruppen ist aber gewalttätig wenn es darum geht, ihren Glauben auszuleben. Die meisten Moslems in aller Welt wollen eigentlich nur in Ruhe leben und ihnen sind Gottesstaaten, die religiöse Eiferer ausgerufen haben, genauso suspekt wie dem Rest der Welt. Trotzdem sehen sich nach so einer Tat wie gestern Moslems schon genötigt sich öffentlich zu entschuldigen, um nicht mit den Attentätern gleich gestellt zu werden.

charlie

Religiöse Eiferer wird es leider immer geben und gerade die Weltreligion Islam produziert diese immer wieder. Wer sich ereifern möchte, der wird auch immer einen Grund finden. Um diesen Eiferern keinen Angriffspunkte zu geben, müsste man im Prinzip nur die Pressefreiheit außer Kraft setzen. Undenkbar bei uns, Gott und Allah sei Dank. Vielleicht würde es aber auch schon seitens der Karikaturisten dieser Welt genügen, den Propheten Allah einfach nicht bildlich darzustellen. Denn das ist der Zankapfel, das ist nach muslimischen Glauben nicht erlaubt. Weder in harmlosen Zeichnungen und erst recht nicht in einer – für uns Christen – harmlosen Karikatur. Vielleicht ist das aber auch nur etwas kindlich gedacht…

Es bleibt aber abzuwarten, ob dies eine Einzeltat war oder ob noch andere Anschläge folgen. Denn im Prinzip ist jeder gefährdet, da machen Eiferer keine Ausnahme. Wer ihren Anforderungen nicht entspricht, der ist gefährdet. Egal ob Moslem oder Christ… Umgehend veröffentlichte übrigens gestern PEGIDA ein Posting, auf das ich hätte wetten können. Und auch die umstrittene Bürgerbewegung Pro NRW setzte sich mit auf den Zug und veröffentlichte das hier. Angesichts dieser Scharfmacher darf man gespannt sein, wie der Anschlag von Paris medial noch weiter negativ ausgeschlachtet wird.

Wozu die vermeintliche Angst vor Islamisten auch führen kann zeigt dann die folgende Meldung. Und das ist sicher noch nicht das Ende der Fahnenstange…

Wetten dass?

papierWas wird das Jahr 2015 uns bringen?

Sicher wird sich auch in diesem Jahr wieder einiges verändern. Natürlich auch in persönlicher Hinsicht und hoffentlich nur positiv. Fangen wir mal bei mir an, denn da verändert sich auch einiges. Denn ich teile mir jetzt “meinen” beruflichen Bereich von Deutschland mit einem neuen Kollegen. Was für mich bedeutet, dass es deutlich weniger Hotelaufenthalte und Reisetätigkeiten als in den vergangenen Jahren geben wird. Es wurde jetzt einfach zu viel und alleine im Jahr 2014 waren es wieder knapp 35 Wochen, die ich nicht im eigenen Bett schlafen durfte. Ich denke mal, dass dies 2015 deutlich weniger werden wird.

Und was verändert sich sonst noch? Ich möchte mal ein wenig spekulieren und bin gespannt, ob meine Spekulationen auch eintreffen werden. Zum ersten ist da natürlich der Lieblingsclub, der 1.FC Köln. Zwar war nicht alles das gelbe vom Ei, doch im groben hat man als Aufsteiger eine ganz ordentliche Hinrunde gespielt. Zwar hat man einige Punkte weggeschenkt, trotzdem glaube ich dass die Mannschaft auch in der nächsten Saison noch in der 1. Bundesliga spielen wird. Das Potential hat man, man muss es nur nutzen.

Facebook ist auch so ein Thema. Ich persönlich habe den Eindruck, dass sich immer mehr Menschen von dem sozialen Netzwerk verabschieden. Welche Gründe das hat kann man nur erahnen, der Umgang mit den persönlichen Daten gehört bei einigen sicher dazu. Ich glaube, dass Facebook so langsam aber sicher auf dem absteigenden Ast ist und weltweit Nutzer verlieren wird. Im Moment stehen da knapp 1,3 Milliarden User zu Buche, doch davon werden gerade auch wegen des sehr laschen Umgangs mit Daten sicher einige die Biege machen. Dürfte für Herrn Zuckerberg aber immer noch reichen um nicht am Hungertuch zu nagen.

Werden wir Deutschen zu Ausländerhassern? Sicherlich etwas grobschlächtig ausgedrückt, allerdings kann man angesichts der PEGIDA-Demonstrationen (Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes) schon den Eindruck gewinnen. Die Teilnehmer werden von vielen als rechtspopulistisch bis rechtsextrem eingestuft, was aber in meinen Augen nur auf einen Bruchteil wirklich zutrifft.

Zwar fordert man unter anderem eine “Null-Toleranz-Politik gegenüber radikalreligiösen Gruppierungen und sofortige Abschiebung der Mitglieder”, schreibt sich aber anderseits “die Aufnahme von Kriegsflüchtlingen und politisch oder religiös Verfolgten“ auf die Fahne. Für mich nicht unbedingt rechtsradikal, eher widersprüchlich. Ich glaube dass PEGIDA am Ende des Jahres 2015 kein Thema mehr sein wird wenn man es schafft, ein paar rechte Idioten mundtot zu machen. Der Rest erledigt sich dann quasi von alleine, denn wenn kein Bock mehr da ist laufen die Lämmer auch nicht hinterher…

Und was macht Herr Putin? Das Thema Ukraine ist noch lange nicht vom Tisch. Wobei ich glaube, dass es Putin nicht um die komplette Ukraine ging/geht, sondern nur um die wirtschaftlich interessantere Ost-Ukraine. Öl und Kohle kann man besser zu Geld machen als Weizen. Und was soll er mit einem Stein am Bein der fast bankrott ist? Schlau angefangen hat er das schon und der Westen hat sich von ihm ganz schön verarschen lassen.

Putin hat in seiner unnachgiebigen Art klar gemacht, dass er selbst vor einem militärischen Konflikt nicht zurück schreckt und sich erst recht nicht den Ruf eines Angsthasen anhängen lässt. Doch was wird jetzt? Wird sich Russland wieder hinter den eisernen Vorhang begeben? Oder wird man nach einiger Zeit wieder einen Anschluß zu Rest-Europa suchen? Ich glaube nicht, denn Putin wird nicht klein beigeben.

Putin ist schlau, gerissen und rücksichtslos und er weiß, dass dem Westen die Knie schlottern. Wenn er nachgibt, dann nur wenn er dafür einige “Vergünstigungen” erhält. Ansonsten agiert er nach dem Motto: Wenn wir schon den Bach herunter gehen, dann nehmen wir doch noch ein paar mit. Da ist politische Geduld gefragt und ich glaube nicht, dass sich 2015 da ein Schmusekurs abzeichnet.

Wer ist bei einem der Punkte anderer Meinung?