Gedanken zur Fußball-Europameisterschaft 2016

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Es ist Fußball-Europameisterschaft.

Ein Turnier was nur alle 4 Jahre stattfindet. Doch Deutschland bewegen offensichtlich weniger Jogis Jungs, als vielmehr Themen neben dem Fußballplatz. Die Grüne Jugend Rheinland-Pfalz rief dazu auf, beim Jubeln über Tore auf die Deutschland-Fahne zu verzichten. Denn diese Unterstützung für die Nationalmannschaft würde im Nationalstolz münden, der wiederum zu rassistischer Gewalt ausarten könne.

Nun, ich bin jetzt auch nicht gerade jemand der sein Auto mit Fahnen beflaggt oder mit sonstigen Utensilien zum Beispiel das Haus dekoriert. Aber jedem Tierchen sein Pläsierchen, wer das machen möchte soll es tun und wer mit wildem Fahnenschwenken Tore bejubelt soll es auch tun. Einen blödsinnigeren Vorschlag habe ich im übrigen lange nicht gehört, wahrscheinlich spielt die Grüne Jugend eher Boccia, da schwenkt man im allgemeinen auch weniger mit Fahnen.

Als Gewalt, ob nun rassistisch oder nicht, bezeichne ich das, was dort in Frankreich Hooligans verschiedener Nationalitäten veranstalten. Auch Deutsche, leider… Doch diese Idioten schwenken keine Fahnen, die prügeln sich weil irgendetwas im Kopf nicht stimmt. Weil sie sich prügeln wollen und die Fußball-EM ihnen leider eine große Bühne bietet. Und ihre schwachsinnigen Gewalttätigkeiten auch noch von den Medien verbreitet werden.

Die Nation wird vorrangig von den Printmedien über alle Einzelheiten informiert, warum Jogi Löw unter den Armen schwitzt, ob er dieses „Schwitz-Shirt“ auch am Donnerstag gegen Polen tragen wird und sogar von welchem Designer es stammt und was es kostet. Der arme Jogi schwitzt eben unter den Armen, wie wahrscheinlich der Großteil der Weltbevölkerung auch. Und manchmal nützt da eben auch das beste Deo nichts, ob nun Bundes-Jogi oder Paul Biedermann.

Und dann wird natürlich auch noch genüßlich ein Bildausschnitt gezeigt, wie der Bundestrainer sich mal eben in den Schritt fasst. In Zeiten des Social Networks verbreitet sich so etwas natürlich wie eine Epidemie. Und Jogi Löw wird dabei zur Lachnummer gemacht. Sicherlich steht der Mann gerade im Moment in der Öffentlichkeit, doch gerade in der Aufregung während eines Spiels passieren eben auch unbedachte Dinge, die man eher in der Öffentlichkeit vermeiden sollte.

Aber mal ehrlich: Es geht um Fußball! Ich lasse mir nicht vorschreiben ob ich eine Fahne schwenke und es ist mir erst recht scheißegal, ob sich Bundes-Jogi mal den Schritt richtet. Ich will nur Fußball sehen mit hoffentlich friedlichen Fans aller Nationen. Ich brauche keine hirnrissigen Vorschläge, ich würde alle Schläger kurzerhand für 5 Jahre zum abkühlen einbuchten und ich sehe es als menschlich an, wenn auch der Bundestrainer mal schwitzt oder sich in die Hose fasst. Und Poldi sieht zumindest das letztere genauso…

Ein guter Einstand für #DieMannschaft

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Gut, es hakte noch an einigen Stellen doch schließlich war es das erste Spiel bei der Fußball-Europameisterschaft 2016. Mit ein wenig mehr Glück hätte die Ukraine zumindest zum Ende der ersten Halbzeit auch den Ausgleich schaffen können. Doch das verhinderte zum einen Jerome Boateng mit einer akrobatischen Aktion, zum anderen gleich mehrmals Manuel Neuer. Doch ich glaube dass man durchaus sagen kann, das es trotz des erst spät gefallenen 2:0 ein verdienter Auftaktsieg für unser Team war, das zudem über weite Strecken überlegen agierte.

Es war nicht alles Gold was glänzte, doch ohne es allzu sehr durch die deutsche Brille zu betrachten war es eines wenn nicht das ansehnlichste Spiel der bisherigen Europameisterschaft. Und gegen diese kantigen Ukrainer werden auch die Polen bestimmt Probleme bekommen, die am Donnerstag unser nächster und vermeintlich schwerster Gruppengegner sein werden. Bis dahin heißt es noch nachbessern, vorwiegend in der Abteilung Offensive. Denn der arme Mario Götze rackerte zwar viel, wurde aber zumindest in Halbzeit 1 kaum angespielt.

Aber nicht nur das wird Bundes-Jogi Löw sicher viel besser wissen und sich Gedanken machen, wie wir die Polen aushebeln können. Der Anfang ist jedenfalls gemacht und es war kein schlechter Anfang.

Die Fußball EM 2016 hat begonnen, Eindrücke vom Eröffnungsspiel

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Sagen wir es mal so: Es war in meinen Augen ein ganz ansehnliches Eröffnungsspiel der EM 2016.

Sieht man mal von einigen Fehlentscheidungen des Schiedsrichters ab, gehörte das Spiel Frankreich gegen Rumänien in jedem Fall zu den besten seiner Gattung. Denn der geneigte Fußballfan weiß, dass gerade das erste Spiel eines Turniers manchmal ein wirklicher Krampf sein kann. Und es hätte auch nicht viel gefehlt, dann hätte Außenseiter Rumänien den Gastgeber gleich zu Beginn geschockt.

Ich muss zugeben, das ich die Fehlentscheidungen des Schiedsrichters sowohl beim Führungstor als auch beim Ausgleich per Elfmeter auch erst in der Nachbetrachtung der Experten gesehen habe. Denn sowohl die Behinderung des rumänischen Torhüters als auch die Situation vor dem gepfiffenen Elfmeter fiel mir nicht als Foulspiel auf. Doch wer will sich da als Richter des Schiedsrichters aufspielen, ich ganz bestimmt nicht. Die Schiris haben es eben schwer heutzutage…

So war den Franzosen das Glück hold und dank eines Sonntagsknallers siegten sie knapp aber ich denke letztendlich verdient. Bleibt zu hoffen das die nächsten Spiele mehr Torausbeute bringen, der Anfang ist jedenfalls gemacht. Noch ein Wort zu dieser Eröffnungszeremonie. Wer zu Geier hat sich denn dieses unkreative Getanze ausgedacht? Da hätte man auch David Guetta alleine eine Viertelstunde Mucke machen lassen können und hätte eine Menge Vorbereitung gespart. Etwas schlimmeres wie gestern habe ich nur selten gesehen…

relaxsessel

Auch die heutigen 3 Spiele werde ich mir alle ansehen, der Kühlschrank im Hotelzimmer ist gefüllt, der Relaxsessel steht bereit und auch das Wetter spielt mit. Denn im Moment ist es zwar nicht kalt, aber bedeckt und heute nachmittag soll es genau wie morgen regnen. Da steht einem ausgiebigen Genuß der Fußball-Europameisterschaft also quasi nichts im Wege. Mein Tipp für das morgige Abendspiel Deutschland : Ukraine lautet 3:1 für #Die Mannschaft. Und eurer?