Fußball-Europameisterschaft 2016 in Frankreich – die Gruppenauslosung

Seit Samstag steht also fest das die Deutsche Nationalmannschaft bei der Fußball-Europameisterschaft, die vom 10.Juni bis zum 10.Juli 2016 in Frankreich stattfindet in der Gruppe C startet. Auch das Losglück war der deutschen Mannschaft wieder hold, denn mit der Ukraine, Polen und Nordirland besteht zumindest eine sehr gute Chance, das Achtelfinale zu erreichen. Es hätte schlimmer kommen können, wobei man aber gerade die polnische Mannschaft nicht unterschätzen sollte.

europameisterschaft

Die Termine der ersten drei Spiele der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft stehen auch schon fest:

* 12. Juni 2016, 21 Uhr: Deutschland : Ukraine (Lille)
* 16. Juni 2016, 21 Uhr: Deutschland : Polen (Saint-Denis)
* 21. Juni 2016, 18 Uhr: Nordirland : Deutschland (Paris)

Auch die anderen Gruppen scheinen relativ ausgeglichen besetzt, eine richtige “Todesgruppe” ist nicht in Sicht. Das Achtelfinale der Fußball-EM wird vom 25.-27.Juni ausgetragen, die vier Viertelfinalbegegnungen werden vom 30.Juni bis zum 03.Juli gespielt, die beiden Halbfinals am 06. und 07-Juli und das Finale am 10.Juli wird in Paris der neue Europameister ermittelt.

Ich bin gespannt ob sich unsere deutsche Elf wieder einmal als Turniermannschaft präsentiert, zumindest die Leistungen in den letzten Spielen lassen da durchaus Zweifel zu. Da hat Bundes-Jogi noch viel Arbeit vor sich und ich muss ehrlich gestehen, dass ich doch sehr skeptisch bin in Sachen Titelgewinn. Und ihr so?

Die Welt der Anti-Sportler

nurmalso

In den vergangenen Wochen hatte ich öfter mal mit Jugendlichen zu tun.

In grauer Vorzeit – sprich zu meiner Jugendzeit – gab es ja beileibe noch nicht so viele Freizeitmöglichkeiten wie heute. Eine dieser Möglichkeiten war ein Sportverein und egal ob nun Fußball, Handball, Basketball oder auch Leichtathletik, die meisten meiner Jugendfreunde waren wie ich in einem Sportverein. Heute allerdings habe ich zeitweise das Gefühl, dass die Jugend fast nur noch aus Anti-Sportlern besteht.

Anti-Sportler sind jene Wesen die im Schulsport wenn sie Glück haben als Letzer, meistens aber überhaupt nicht in eine Mannschaft gewählt werden. Teilweise “vergessen” sie deshalb auch gerne einmal ihre Sportkleidung. Der typische Anti-Sportler ist in der Regel ein Kellerkind, ein übergewichtiges Menschlein oder ein Einzelgänger, der/die seine/ihre Freizeit fast ausnahmslos am heimischen PC oder vor dem Fernseher verbringt.

Sportler sind für diese Gattung Freaks, die sinnlos Bällen hinterher jagen, bei Wind und Wetter kilometerweit laufen oder in den Fitnessstudios der Republik versuchen, halbwegs in Form zu bleiben. Für so etwas hat der Anti-Sportler überhaupt kein Verständnis, dann doch lieber im trockenen sitzen, eine Pizza Margharita bestellen und literweise Cola trinken. Auch bei 40° im Schatten kann man ein schlabbrige Jogginghose tragen, zumindest solange es niemand sieht.

Wobei es allerdings auch Anti-Sportler gibt, die einfach nur untalentiert sind. Wir hatten damals auch so einen Experten in der Klasse und er zeigte zwar Interesse, war allerdings nicht wirklich talentiert. Unser Sportlehrer hatte bei ihm immer vorsichtshalber die Erste-Hilfe-Box im Blickfeld, die Notrufnummer war in großen Lettern über das Telefon gemalt worden und selbst die Blutgruppe des Anti-Sportlers hatte er sich notiert. Vorsichtshalber stand bei bestimmten Sportarten schon immer eine Putzfrau bereit, um nach erfolgter Übung das Blut auf dem Boden wegzuwischen.

Im Schnitt lag unser Anti-Sportler in jedem Schuljahr mindestens 3-4 mal in der Klinik seines Vertrauens. Die Bundesärztekammer hat damals einmal errechnet, dass ohne seine Sportunfälle mindestens die Hälfte aller umliegenden Ärzte ihre Praxen hätten schließen müssen. Sieht man es also von dieser Seite aus, dann war er zwar sehr unsportlich, dafür aber ein wichtiger Teil unseres Gesundheitssystems.

Gestern Abend habe ich ihn nach langen Jahren wieder einmal getroffen. Er hatte eine Gipsschiene, beim Badminton das Handgelenk angebrochen…

Das Heiligtum des Mannes – Die Sportschau

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Für meine Generation gab es früher nur eine Sportsendung – die Sportschau. Sie ist – immer noch – eine regelmäßige Einrichtung des öffentlich-rechtlichen Fernsehens und bis heute eine der wichtigsten Informationsquellen für sportbegeisterte Extremcouching-Akrobaten, Fußballenthusiasten, Gerstensaftstemmer, Passiv-Athleten und Sky-Verweigerer.

Die Sportschau in der ARD ist uns Kronen des Schöpfung, aber auch einigen weiblichen Menschen, heilig. Wenn man den anderen Mumpitz den die öffentlich-rechtlichen Sender so ausstrahlen mal zusammenzählt, dann ist die Sportschau eigentlich die einzige Sendung im gesamten deutschen Fernsehen, die eine Ausstrahlung auch verdient hat.

Und bei diesem Heiligtum der niedrig angesiedelten deutschen “Fernsehkultur” kann Mann überhaupt nicht leiden, wenn er gestört wird. Denn er frönt bei der Sportschau seinem Informationsdrang in Sachen 1., 2. und 3. Liga, er möchte sehen wie sich seine Helden in die Kniekehlen grätschen, Kopfballduelle austragen, er möchte Torhüter fliegen und natürlich auch Tore sehen. Viele wenn möglich…

Er möchte leiden, wenn inkompetente Moderatoren wie Reinhold Beckmann oder neuerdings sogar wieder Frauen durch die Sendung führen und noch inkompetentere Reporter absoluten Müll erzählen. Apropos Reporter, gibt es eigentlich noch Sport-Journalisten die ein Fußballspiel moderieren und nicht totlabern? Gibt es noch Sport-Journalisten die wirklich Ahnung vom Spiel haben und denen man die Spielregeln nicht erst kurz vor dem Anpfiff erklären muss? Zumindest werden sie weniger…

Aber kommen wir zurück zur Sendung. Die Sportschau ist deshalb mein Favorit, weil ich nicht jede Spielszene in 7 Wiederholungen und 3 Superzeitlupen sehen muss. Weil ich nicht jede Statistik kennen möchte und muss, denn mir ist es egal ob Spieler X 587 Minuten nicht getroffen hat und Spieler Y nur trifft wenn er neue Schuhe an hat. Ich will Sport sehen, Fußball, körperbetont, kämpferisch, emotional und wenn es geht sogar mit erzielten Toren. Ich möchte ein Tränchen verdrücken, wenn der Lieblingsverein verloren hat und nicht nach der Niederlage mit Statistiken zugebombt werden. Deshalb liebe ich die Sportschau, eben Fußball Old School…