Frau Feldwebel aus F. am M.

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Einige Male hat sie mich in den vergangenen Jahren schon angerufen, wobei ich eigentlich überhaupt keine Ahnung habe, wie sie an meine Handynummer kommt…

Im Normalfall wendet sich die Belegschaft eines Großkunden erst einmal an ihre eigenen Techniker und wenn die mit ihrem Latein am Ende sind, dann kommt unsere Firma zum Zug. Doch sie ruft mich an und das gleich immer im Feldwebel-Jargon und dann ist es auch egal wo unsere Monteure gerade unterwegs sind, Erledigung am besten schon gestern.

Naja, ich hab mich schon fast an ihren Ton gewöhnt und nur deshalb habe ich eben auch nicht gleich aufgelegt, schließlich habe ich immer noch Urlaub. Und es ging gleich zur Sache, wie immer… Relativ aufgebracht bekam ich da am Telefon zu hören, das die Klimaanlage wohl defekt wäre, denn “da kommt weder kalt noch warm raus.” Da und allerdings knappe 200 Kilometer trennen einigten wir uns darauf, das sie mir mal ein Foto vom Display der Fernbedienung aufs Handy schicken sollte.

Ich hab mir das dann kurz angesehen, sie wieder angerufen und ihr erklärt: “Da kann sich ja auch nix tun, die ist ja auch komplett verstellt.” Da holte sie dann ihren vermeintlich nächsten Trumpf aus dem Ärmel: “Ich bin die einzige die hier etwas verstellt, ich arbeite jetzt seit 13 Jahren in dieser Filiale und das Ding hat im Winter immer mit genau der Einstellung funktioniert.”

Worauf ich sie dann gebeten habe einmal 2 Knöpfe zu drücken, um die richtige Einstellung zu wählen. “Welche Temperatur möchten sie denn eingestellt haben” fragte ich sie, worauf sie erwiderte: “22°, wem das zu kalt ist der soll sich warm arbeiten.” Herzlich wie immer dachte ich so bei mir… “Und gleich darauf folgte dann: “Wollen sie mir jetzt sagen, das da jetzt auch warme Luft heraus kommt?”

“Sicher” antwortete ich, warten sie mal ein paar Minuten ab. Wenn man mit den Heinzelmännchen da oben in dem Ding freundlich redet, dann pusten die auch die Temperatur heraus die man haben möchte. Außer man verstellt die Fernbedienung so, das nichts herauskommen kann. Dieser Service ist übrigens kostenlos gewesen, aber beim nächsten Mal wirds teuer…” schob ich dann gleich noch hinterher.

Als ich mich dann am Telefon verabschiedet habe bekam ich allerdings noch ein freundliches “Mal gucken wie lange es jetzt funktioniert” vor den Latz, kein “Danke” oder sonst etwas freundliches. Aber so ist sie eben, Frau Feldwebel aus F. am M.

Frauen und Technik – Ein Beispiel

daumen

Nein, man kann Frauen nicht alle über einen Kamm scheren.

Viele Frauen haben sich mittlerweile in technischen Berufen etabliert und viele haben auch ohne eine entsprechende Ausbildung durchaus technisches Verständnis. Aber es gibt auch Frauen, für die das Wort “Technik” gänzlich unbekannt ist. Da weiß man zum Beispiel dass ein Auto einen Motor besitzt, wo dieser Motor ist weiß man allerdings nicht. Wichtig ist nur dass wenn man den Schlüssel herum dreht ein Geräusch ertönt und noch erleichterter ist Frau dann, wenn nach Betätigung von Kupplung, Schalthebel und Gaspedal der Karren auch noch fährt.

Auch das Weibchen hat es nicht so mit der Technik. Da gibt es durchaus Situationen wie etwa vor einem knappen Jahr als es darum ging, eine Lampe mit einer Zeitschaltuhr zu verbinden. Auch mit der Fernbedienung der heimischen Elektronikgerätschaften wie Fernseher, DVD-Recorder und Stereoanlage steht sie von Zeit zu Zeit auf Kriegsfuß, weil die Tatsache dass man tatsächlich 3 (und mehr) Geräte mit einer Fernbedienung schalten kann für sie schon fast an ein Wunder grenzt.

Apropos Fernbedienung… Auch vereinzelte Damen einer unserer Großkunden haben mit Fernbedienungen so ihre Schwierigkeiten. Die technischen Anlagen dieser Filialen werden von den Mitarbeitern unserer Firma überwacht, so auch die installierten Klimasplitgeräte. Eigentlich wollte ich gestern nachmittag nur noch kurz den heimischen Kaffeevorrat auffüllen und bin deshalb in eine dieser Filialen gefahren.

Dort erkannte mich wohl die Filialleitung, weil diese Räumlichkeiten vor kurzem umgebaut und modernisiert wurden und ich dort zu 2 Besprechungen war. “Sie sind doch Klima-Mann” fragte sie unverblümt mit ihrem slawischen Dialekt. Was ich auch bejahte… Und dann klagte sie mir ihr Leid, dass die installierte Anlage wohl nicht das tun würde, wozu sie konzipiert wurde, nämlich im Sommer zu kühlen und im Winter zu heizen. Naja, ich hatte Zeit und so nahm ich mich dieses Problems mal an, denn ich hatte da so eine Vermutung.

Ich ließ mir also die Fernbedienung geben, um eine Störabfrage zu machen. Brauchte ich aber dann gar nicht, denn die vermeintliche “Störung” war genau das, was ich vermutet hatte. Denn wenn man auf “Heizen” stellt kann man die Temperatur auf 16°C einstellen wie man möchte, kühl wird es wohl nicht werden. Wenn man auf “Kühlen” stellt und eine Temperatur von 30°C einstellt, wird es wahrscheinlich auch nie richtig warm werden. Ein leider weit verbreiteter Denkfehler, der unter den Damen kursiert.

Vorsichtshalber habe ich der Filialleitung dann noch ein Schild geschrieben, welches sie auch – dank der Ausstrahlung meiner natürlichen Autorität – sofort neben die Fernbedienung gehängt hat. Ich bin nur gespannt, wann der nächste Zettel, Postkarten, Rechnungen etc. darüber hängt…

klimamann

Ist das ein Scheißwetter…

sonneOb das gesund ist?

Ich finde diese Temperaturen ja ätzend. Und das schlimmste, es soll noch heißer werden! Genau deshalb habe ich mir ab heute bis mindestens Freitag auch Büroarbeit verordnet. Denn hier ist es auszuhalten, zumindest mit eingeschalteter Klimaanlage. Doch wenn ich aus dem Fenster sehe, da liegen da wirklich einige – noch kalkweiß – im Schweiße ihres angesichts auf einer nahen Wiese und brutzeln in der Sonne.

Wahrscheinlich werden die sich morgen alle die Pelle versengt haben. Vielleicht bekommen sie aber auch vorher einen Sonnenstich, der sie vor allzu derben Verbrennungen bewahrt. Vielleicht verdorren sie auch nur und werden mit dem nächsten Regen ins Erdreich gespült. Ich werde berichten…