Nur so ganz kurz bemerkt

reisszwecken

Jeder weiß ja, das LKW-Fahrer heutzutage eher ein Beruf für Idealisten ist.

Ständiger Zeitdruck, überfüllte Rastplätze, Staus und dann auch noch das Billigpersonal aus Südost-Asien, das hier vollends die Preise kaputt macht. Ich fahre zwar auch relativ viel, doch mit den jährlichen Kilometerleistungen der Trucker kann ich bei weitem nicht mithalten. Mir reichen auch die gefahrenen Kilometer im PKW, ständig nur eine Geschwindigkeit fahren wäre nichts für mich, zu ermüdend.

Doch bei so manchem LKW-Fahrer denke ich so insgeheim, das sicherlich ein Schutzengel auf dem Beifahrersitz hockt. Denn anders ist es wohl nicht zu erklären, das manche quasi den Windschatten des Vordermanns ausnutzen und höchstens 5 Meter Abstand abhalten. Das ist für mich schon hochgradig lebensmüde, denn wenn eben dieser Vordermann dann mal mehr oder weniger gezwungen den Anker werfen muss, dann hast du doch dahinter keine Chance mehr einen Auffahrunfall zu vermeiden.

Alleine gestern habe ich wieder mindestens 3 Spezialisten gesehen, die so hochgradig suizidgefährdet über die A3 rauschten. Vor allem musst du dich ja in einer Gefahrensituation einzig und alleine auf deine Reaktion und natürlich auf deine Bremsen verlassen, denn wenn du mit so einem knappen Abstand hinter einer undurchsichtigen Schrankwand her fährst, dann bist du schneller tot als lebendig.

Vielleicht haben die Jungs hinterm Lenkrad auch geheime Superkräfte, da muss ich mich mal bei Maik schlau machen, der kennt sich da sicher aus.

Berichterstattung zum Anschlag von Berlin

nurmalso

Leider war es fast zu erwarten, dass die Vorweihnachtszeit zu einer weiteren Schandtat benutzt wurde.

Und nach allem was bisher bekannt ist, dürfte es sich am Breitscheidplatz in Berlin wirklich um einen Anschlag mit terroristischem Hintergrund und nicht etwa um einen sehr tragischen Verkehrsunfall gehandelt haben. Jedenfalls gab das die Berliner Polizei heute morgen bekannt. Die Berichterstattung auf den verschiedenen Fernsehkanälen war mir persönlich allerdings etwas zu lang und ausführlich.

Das beispielsweise der Reporter des ZDF mindestens fünfmal innerhalb einer Viertelstunde die gleiche Frage gestellt bekam, brachte den zwar nicht aus der Fassung, allerdings bekam man während dieser Zeit auch nichts wirklich neues an Informationen. Bei RTL wurde gleich das komplette Abendprogramm gekippt und mir kam es so vor, dass die Verantwortlichen am liebsten gehabt hätten, wenn gleich noch ein LKW vor laufender Kamera in die Weihnachtsbuden gerauscht wäre.

Die Spitze an Respektlosigkeit den Verstorbenen und Verletzten gegenüber war allerdings der Kameramann von N24. Der zoomte gleich mehrfach auf mit Tüchern abgedeckte Personen und auf Verletzte, die durch die Hilfskräfte versorgt wurden. Und gleichzeitig wies der Nachrichtensprecher des Senders darauf hin, das die Berliner Polizei darum bitten würde, keine Filmaufnahmen des Geländes und verunglückter Personen zu veröffentlichen.

Information ist wichtig. Zu viel Information kann aber auch ganz schön aufstoßen. Ich habe den Fernseher dann nach einer halben Stunde ausgestellt. Eventuell neues und vor allem gesichertes wird es sicherlich im Verlaufe des heutigen Tages durch die Ermittlungsbehörden geben. Das dürfte auch reichen, denn zumindest die grundlegenden Fakten sind eh längst bekannt.

Und auf Spekulationen lege ich keinen Wert. Mein Mitgefühl den Familien der Verstorbenen und den Verletzten wünsche ich eine schnelle Genesung.

Begegnungen

blamn

Gestern habe ich Jürgen, Sascha, Klaus, Wolli und Katja getroffen. Alle unterwegs… Welch ein Zufall…

Jürgen und Sascha begegneten mir in Duisburg. Wahrscheinlich kamen sie aus dem Duisburger Hafen, denn beide hatten große Container dabei. Klaus sah ich knapp 2 Stunden später in Wesel. Er stand an der Ampel und wollte mit seinem Sattelzug links abbiegen. Ich habe ihm kurz zugewinkt, bin aber weiter gefahren…

Noch später in Kleve kam mir Wolli mit seinem Tanklaster entgegen. Schickes Teil, ganz viel Chrom und blitzeblank geputzt. Und last but not least sah ich auf der Rückfahrt auch noch Katja mit ihrem Glastransporter auf der Autobahn. Sie stand neben mir in Leverkusen im Stau, allerdings bin ich mir nicht sicher ob sie mich auch gesehen hat.

Ich glaube, ich kenne mittlerweile jeden zweiten deutschen Trucker mit Vornamen. Ist schon praktisch, wenn sie ihr Namensschild so hinter die Windschutzscheibe pappen. Ich muss mir auch mal so ein Schild anfertigen lassen, vielleicht grüßen sie mich dann auch. Ob der Maik auch so ein Namensschild im LKW hat?

Kurz vor Weihnachten wird es dann wieder kunterbunt im Laster, da fahren wieder alle mit bunten Leuchtgirlanden und kleinen Weihnachtsbäumchen auf dem Armaturenbrett durchs Land. Hoffentlich kann man dann die Namensschilder noch erkennen…