Motorroller in Köln – Hier scheint die Zentrale zu sein

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Zu Anfang des vergangenen Jahrhunderts wurde bei Krupp der erste Motorroller hergestellt.

Eigentlich hat man diesen Motorroller nur erfunden, um ein preiswertes und einfach zu bedienendes Fortbewegungsmittel zu schaffen. Dabei dachte man in erster Linie an Menschen, die Angst vor Motorrädern und Autos hatten, aber auch an Frauen. Denn schon die Männer in der damaligen Zeit wussten, dass die Weiblichkeit nicht gerade ein Faible für Technik hatte…

Außerdem sollte eine Lösung für all jene geschaffen werden, die nicht mit Kupplung und Schaltung umgehen konnten oder wollten. Deshalb sah man in den frühen Jahren des Motorrollers fast nur Dämlichkeiten auf den Flitzern mit den kleinen Reifen. Dies änderte sich allerdings schlagartig im Jahre 1946, denn da wurde die Vespa auf den Markt gebracht. Und da man dort schalten musste, war dieses Gefährt nun vorrangig italienischen Jünglingen vorbehalten.

In den frühen 50er und 60er Jahren des letzten Jahrhunderts war der Motorroller sehr beliebt. Erstens weil er billig war und zweitens war man immer an der frischen Luft. Doch als die Menschen immer mehr Geld verdienten, fiel der Roller in Ungnade und immer mehr kauften sich – jetzt bezahlbare – Autos. Im Zuge der in den 90ern einsetzenden neuen Verarmung, hier sei besonders an den damals eingeführten Solidaritätszuschlag erinnert, erfreute sich der Roller aber wieder steigender Beliebtheit. Bevorzugt von Senioren im Jugendrausch und bei Jugendlichen, die mangels Motorrad- oder Autoführerschein bei ihren pubertierenden Freundinnen einen auf dicke Hose machen wollten.

Der Motorroller an sich vereint auf wundersame Weise Untermotorisierung mit schwammiger Straßenlage. Zwar wurden einige Modelle der Neuzeit aus diesem Grund mit stärkeren Motoren bestückt, was aber am Fahrverhalten wenig änderte. Aber diese neuen Modelle sind auch eher verkappte Motorräder und lediglich bei Fetischisten beliebt, die sich die Anzughose auf dem Weg zur Arbeit nicht versauen möchten.

Ein richtiger Roller hat höchstens 125 ccm, womit er eindeutig zu wenig Leistung hat um schnell zu sein und gleichzeitig zu viel, um völlig ungefährlich zu sein. Diese Roller, auch Plastikeimer genannt, sind die typischen Mopeds, Mokicks oder Kleinkrafträder, die noch zu meiner Zeit bevorzugt wurden. Mit dem Unterschied, dass die heutigen Gefährte nur noch im Baumarkt um die Ecke vertickt werden oder direkt im Versandhaus bestellt werden.

Warum ich das jetzt geschrieben habe? Nun, schon seit geraumer Zeit scheint hier schräg vor der heimischen Kemenate die Roller-Zentrale von Köln zu sein. Als im vergangenen Jahr um diese Zeit die Straßen noch weiß waren, da wurden dort halsbrecherische Stunts gefahren und die Plastikeimer gleich reihenweise über die Straße geworfen. Und auch an ihrem Fahrstil feilen die jungen Bübchen und Weibchen gerade in den wärmeren Monaten bis spät in den Abend.

Und den nächsten, der glaubt mich hier mitten im Wohngebiet überholen zu müssen, werde ich in meine plötzlich aufspringende Fahrertür rauschen lassen. Isch schwör…

Schräglage muss sein

treckerIch habe ja selbst schon Hunderttausende Kilometer auf 2 Rädern zurückgelegt…

In Europa gibt es kaum einen Platz, wo ich noch nicht mit dem Motorrad war. Und es macht ja auch mächtig Laune, wenn man sich mal den Wind um die Nase wehen lassen kann, gerade bei so einem Wetter wie in diesem Sommer. Und was mir, trotz der nicht gerade optimalen Witterung, alleine in den vergangenen zwei Tagen alles an Motorrädern begegnet ist, da dürfte wohl trotz etwas frischerer Frühtemperaturen immer noch eine stattliche Anzahl Zweiräder unterwegs sein.

Und wenn es der Verkehr auf der Landstraße zulässt, dann darf ruhig auch mal am Gas gedreht und die nächste Kurve in netter Schräglage durchhobelt werden. Das gehört einfach manchmal dazu… Schräglage ist übrigens – das nur als Tipp für die Autofahrer – nötig, um in einer Kurve auch die Richtung einhalten zu können. Ausnahmen gelten eigentlich nur für diese amerikanischen Eisenhaufen namens Harley-Davidson und für deutsche Gummikühe von BMW, die schon bei knapp 40° Schräglage schlapp machen und die Zylinder auf dem Teer abwetzen.

Einige Harley-Fahrer behelfen sich mit Stützrädern, damit ihr Eisenhaufen nicht schon bei leichter Neigung in einer Kurve einfach umfällt. Ganz pfiffige schrauben ihre Auspuffrohre so tief an, dass ein Umfallen gar nicht mehr möglich ist. Leider aber auch keine Schräglage… Manche haben auch so breite Hinterreifen, dass selbst beim Abstellen des Eisenhaufens kein Ständer notwendig ist. Zwar kann man mit einem knapp 70 Zentimeter breiten Hinterreifen in eine Kurve fahren, allerdings nur mit höchstens 20 km/h. Und dann sollte man noch tunlichst darauf achten, dass die Auslaufzone breit genug ist und dort möglichst keine Bäume wachsen…

Motorroller gehören natürlich nicht zur Gruppe der Motorräder. Motorroller sind nämlich durch ihre besonders frauenfreundliche Geometrie nicht zum gnadenlosen Heizen und erst recht nicht für eine schicke Schräglage geeignet. Im übrigen werden sie höchstens von 15 – 18-jährigen Nachwuchs-Weibchen und Männern ohne Hoden gefahren. Trotzdem versuchen diese hodenlosen teilweise, selbst Autofahrer von der Ampel weg zu versägen. So wie der hodenlose gestern in Gelsenkirchen, der wahrscheinlich auch ohne Hirn geboren wurde.

Denn der zog so rapide an seinem Gashebel, dass das Frauengefährt einen schicken Wheelie hinlegte, für dessen technische Ausführung ich eine knappe 5,5 vergeben würde. Leider vergaß er dann das Vorderrad auch wieder aufzusetzen, weshalb er dass Frauengefährt dann in hohem Bogen wegschmeißen musste. Naja, passiert ist ihm bis auf ein paar kleinere Blessuren nichts, Hoden und Hirn waren ja sowieso nie da…