Die letzte Woche in Bayern…

landkarte

…führt mich morgen ins Allgäu.

In den vergangenen knapp zweieinhalb Wochen hatte ich – ähnlich wie im Frühjahr – wettertechnisch wieder voll ins Klo gegriffen. Denn von einigen Ausnahmen abgesehen, hat es hier im Süden wieder ausgiebig geregnet. Gut, im November kann man mal davon ausgehen das es regnet, ich habe aber auch schon einige schönere November hier erlebt. Im Frühjahr hatte ich mich ja hier noch für einen Einsatz an d’r Schöpp gemeldet, ganz so schlimm war es jetzt aber Gott sei Dank nicht.

Bis jetzt habe ich aber wieder mächtig Kilometer abgerissen und einiges wird auch in der nächsten Woche noch dazu kommen. Vorerst steht schon wie erwähnt das Allgäu auf dem Programm, doch heute werde ich noch das ausnahmsweise mal wieder angenehme Wetter in Garmisch-Partenkirchen genießen. Eventuell fahre ich nachher nochmal rüber nach Mittenwald und von dort aus nach Seefeld/Österreich, ist ja quasi nur ein Katzensprung.

Am Donnerstag gehts dann von Füssen aus in Richtung Stuttgart, wo noch 2 berufliche Besprechungen anstehen. Mit viel Glück schaffe ich auch noch den Termin in Ettlingen bei Karlsruhe am gleichen Tag, ansonsten muss ich noch eine Übernachtung einschieben und es geht erst am Freitag wieder nach Hause. Wo dann erstmal am Wochenende die Flügel hochgelegt werden, denn in der darauf folgenden Woche steht noch eine berufliche Exkursion im Großraum Frankfurt aufm Plan.

Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntag, ich werde mich jetzt mal auf die Socken machen und die Gegend erkunden…

Wissenswertes zum Bodensee

bodensee

Bodensee nennt man diesen Ritualplatz deutscher Rentner und wenn man eine Landkarte von Deutschland aufhängt, dann ist der Bodensee unten am Boden. Das dürfte erklären, warum der Bodensee Bodensee heißt, denn wäre er in Norddeutschland, dann hieße er wahrscheinlich Deckensee.

Entstanden ist der Bodensee im frühen Mittelalter. Früher war dort noch ein wunderschönes Tal aber in der damaligen Zeit wussten die Bewohner der angrenzenden Bergvölker Österreichs und der Schweiz nicht mehr wo sie mit ihrem Abwasser hin sollten und so wurde auf einer Versammlung der Bergdörfer beschlossen, diese einfach ins nördliche Tal ablaufen zu lassen.

Da es auf Grund der hügeligen Topografie natürlich lange dauerte die Bergdörfer an die moderne Kanalisation anzuschließen, dauerte es naturgemäß noch länger bis die braune Brühe sich etwas verdünnt hatte. Aber heute ist der Bodensee so klar, dass man an manchen Tagen wirklich bis zum Boden sehen kann. Weswegen der Bodensee auch fälschlicherweise als Bodenseh bezeichnet wird…

Der Geruch hat sich aber bis heute nicht verändert, zumindest wenn man in den Häfen von Lindau, Friedrichshafen oder auch Konstanz mal schnuppert. Ich bin 2-3 Mal im Jahr beruflich am Bodensee und gerade im Frühjahr mache ich immer wieder die gleichen Beobachtungen. Dann fallen Millionen Rentner wie Heuschreckenschwärme über den Bodensee her, mieten sich einen Traktor mit Anhänger, laden noch ein paar Bekannte auf und gehen dann ihrer Lieblingsbeschäftigung nach. Sie verstopfen mit ihren Gefährten die Seestraßen und ergötzen sich daran wie die Apfelbäume blühen. Ein immer wiederkehrendes jährliches Ritual…

Aber diese Rentner haben noch andere Rituale. Sie reichen von mysteriösen Tretbootfahrten über gigantische Massenspeisungen mit illegal aus Italien importiertem Speiseeis. Auch am Nachmittag, vorwiegend abends oder nachts habe ich auch schon oft eigentümliche Laute aus Wirtshäusern vernommen. Da werden fremde Lieder wie “Ach du schöner Westerwald” aber auch “Warum ist es am Rhein so schön” gesungen, wobei letzterer ja wenigstens noch ganz in der Nähe fließt. Man munkelt dass Alkohol bei der Zelebrierung dieses Rituals eine nicht unwichtige Rolle spielt.

Die Einheimischen sieht man mit ein wenig Glück meistens nur im Winter. In dieser Zeit ist auch das gesamte Gebiet rund um den Bodensee für Rentner militärisch abgeriegelt, auch ein Grund warum die Ortschaften teilweise ausgestorben wirken. Erst wenn es wieder wärmer wird fallen wie in jedem Jahr die Rentner ein. Weshalb die Bezirksregierung seit ein paar Jahren einen eigentlich schon ausrangierten Zeppelin zur Luftüberwachung einsetzt.

Heute bin ich noch im Schwarzwald unterwegs doch heute Abend werde ich wieder am Bodensee ankommen und bis nächste Woche Donnerstag meinen beruflichen Tätigkeiten dort nachgehen. Pünktlich zum Wochenende soll es ja auch wieder schönes Wetter geben und mir bleibt da nur zu hoffen, dass die Rentner den Wetterbericht nicht regelmäßig anschauen. Dann wäre ja auch noch ein Plätzchen für mich übrig…

Urlaubsplanung 2016 – Warum nicht mal nach Arschlochwinkel?

Die meisten unter euch dürften ja die Urlaubsplanung für dieses Jahr schon abgeschlossen haben.

Bei uns ist das Wörtchen Urlaubsplanung immer mit sehr vielen Diskussionen verbunden. Das Weibchen möchte zumeist irgendwo hin wo viel Wasser ist. Da das städtische Klärwerk in dieser Beziehung ausscheidet, kommt also nur irgendein Meer in Frage. Bevorzugt wird das Mittelmeer, aber auch Atlantik oder Pazifik kamen schon zur Sprache.

Bedingt durch meine vielen beruflichen Hotelaufenthalte bin ich ja eher ein Urlaubsmuffel. Am liebsten Balkonien, im Höchstfall mal ein Ausflug in die nähere Umgebung, für mich vollkommen ausreichend. Da heißt es natürlich in einer Partnerschaft, sich möglichst schmerzfrei irgendwo in der Mitte zu treffen. Wobei ich als Haushaltsvorstand natürlich immer ein Veto-Recht habe. Wenn mir – wie im vergangenen Jahr – ein Urlaubsziel nicht zusagt, dann muss das Weibchen eben mit ihrer Schwester fahren.

Das Weibchen hatte in diesem Jahr ein Ziel in Kroatien anvisiert, sicherlich eine total schöne Gegend, aber ich habe wie immer keinen Bock darauf. Zum einen bin ich dort schon mehrmals gewesen, zum anderen gibt es auch andere schöne Ecken in Europa. Ergo musste der Haushaltsvorstand, also ich, wohl oder übel ein Machtwort sprechen. Nix Wasser, nix Meer, nix See, wenn schon Urlaub dann in die Berge!

Von Dt. u. Österr. Alpenverein - https://de.wikipedia.org/w/index.php?curid=9177222
Von Dt. u. Österr. Alpenverein – Wikipedia

Am besten so hoch wie möglich… Gut, Nepal ist weit, Österreich ist (relativ) nah. Und auf ein paar tausend Meter Höhenunterschied kann man locker verzichten, wenn man einen Urlaubsort ausgewählt hat, der einen wirklich unvergleichlichen Namen trägt. Eintausendachthundertundfünfundvierzig Meter hoch, majestätisch gelegen und ein Hotel in der Nähe wird es sicher auch geben.

Der Legende nach entstand der Name Arschlochwinkel gegen Ende des 19. Jahrhunderts, als erstmals Landvermesser der k. u. k. Monarchie das Dachsteingebiet kartografierten. Bei der topographischen Landesaufnahme war es eine wichtige Aufgabe, neben der Vermessung des Geländes möglichst auch alle Namen von Landschaftsteilen (Flurnamen) und Siedlungsobjekten mit zu erfassen und in dietopografischen Karten einzutragen. Viele dieser Punkte waren jedoch auch bei den Einheimischen namenlos. Durch die ständige Fragerei der Fremden genervt, sollen sich die Einheimischen einen Spaß daraus gemacht haben, Namen zu erfinden, die dann von den Landvermessern direkt übernommen wurden.
Quelle: Wikipedia

Arschlochwinkel, wir kommen! Und wo fahrt ihr hin?