Verhaltensmaßregeln für Frauen in Köln? #einearmlaenge

kölner dom

Von den Vorfällen die sich an Silvester in und um den Kölner Hauptbahnhof ereigneten, dürfte man ja nun auch außerhalb Kölns gehört haben. Denn Köln schreibt nicht zum ersten Mal negative bundesweite Geschichte und nicht nur in meiner Timeline bei Facebook schlägt dieses Thema hohe Wellen. Ich habe mich bisher bewusst zurück gehalten und nur einmal etwas zu diesem Thema geschrieben:

Laut vieler Zeugen waren es allerdings „afrikanisch“ aussehende Männer, wobei mir das aber eigentlich egal ist. So etwas macht man nicht und wer so etwas macht ist kriminell und muss mit Konsequenzen rechnen.

Neben vielen anderen Politikern äußerte sich gestern auch unsere neue Oberbürgermeisterin Henriette Reker und Polizeipräsident Albers zu diesem Thema, was allerdings noch höhere Wellen schlug. Natürlich müssen die Täter zur Verantwortung gezogen werden, dass man allerdings Frauen schon einen „Verhaltenskodex“ ans Herz legt und diese damit quasi zu Mitschuldigen stempelt wenn sie sie nicht beherzigen können/wollen, dass ist dies in meinen Augen schon ein starkes Stück!

Zu diesem „Verhaltenskodex“ für Frauen zählt, dass Frauen zu Fremden eine Armlänge Distanz halten sollen, gerade an den bevorstehenden Karnevalstagen nur innerhalb ihrer Gruppe bleiben und zur Not Umstehende zur Hilfe rufen sollen. Dass es allerdings auch Frauen gibt die alleine unterwegs sind scheint man dabei ebenso wenig bedacht zu haben wie die Tatsache, dass diese Armlänge Abstand wohl einen oder gar mehrere kriminelle Täter kaum abhalten wird. Jedem Mann – ob nun Deutscher oder Ausländer – sollte klar sein, dass nicht nur Kölner Frauen weder Freiwild noch Eigentum sind!

Und selbst in einer Gruppe Frauen wird man sich wohl kaum sicher fühlen, wenn Dutzende vermeintliche Täter einen umringen, angrapschen, beklauen oder gar vergewaltigen. Das Ziel solche Zusammenrottungen von Männern zu vermeiden wird man nur und ausschließlich über eine erhöhte Polizeipräsenz erreichen können, alles andere ist Larifari und unausgegoren.

Auch wenn man leider in der heutigen Zeit vorsichtig mit Äußerungen über Ausländer sein muss, da man recht schnell in eine fremdenfeindliche Ecke gedrängt wird, vertrete ich auch die Meinung des CDU-Innenpolitikers Thorsten Hoffmann. Dieser äußerte auf seiner Facebook-Seite unter anderem:

Wer sein Asylrecht missbraucht indem er schwerste Straftaten begeht, hat kein Bleiberecht in unserem Land.

Sicher hat man seitens der Stadt und der Ordnungsbehörden Angst, schon wieder negative Schlagzeilen zu schreiben. Das aber angesichts der „Empfehlungen“ der Oberbürgermeisterin auch Wut und Unverständnis überhand nehmen, sollte man auch in der Stadtführung nicht ignorieren. Jeder Bürger möchte sich sicher fühlen, ganz egal ob Mann oder Frau. Die Stadt hat die Aufgabe, diese Sicherheit zu gewähren.

Der Grünstreifen als letzter Ausweg

reifen

Grünstreifen gibt es in der Natur in vielfältiger Weise.

Ihr Vorkommen ist allerdings gewöhnlich an mehrspurige Straßen oder Autobahnen und die biologische Möglichkeit des Pflanzenbewuchses gebunden. Mal besteht der Grünstreifen nur aus einem Stück Wiese, mal ist die Wiese mit Unkraut bewachsen und manchmal wachsen auf dem Grünstreifen sogar Bäume. Eine Erfahrung, die gestern ein sehr übereifriger Autofahrer machen sollte.

Jeder kennt ja die Situation, dass zwei Fahrstreifen einer Straße oder Autobahn sich plötzlich auf eine Spur verengen. Wenn eine Baustelle der Grund für diese Fahrbahnverengung ist, dann wird das in den meisten Fällen durch große weit leuchtende und dementsprechend auch sichtbare Signallampen angezeigt. Allerdings kommt es auch vor, daß eine Bundesstraße plötzlich von zweispurig auf einspurig verengt wird, weil zum Beispiel die Verkehrsführung es nicht anders erlaubt.

So eine Situation gab es auch gestern. Die Schilder zeigten schon ab 600 Metern Entfernung an, daß genau das geschehen sollte. Also verringert man im Normalfall je nach Verkehrsaufkommen seine Geschwindigkeit, lässt die Fahrzeuge auf der linken Spur einfädeln und alles geht seinen gewohnten Gang. Doch es gibt auch Verkehrsteilnehmer denen das nicht schnell genug geht…

Ich sah ihn mit seinem 7er BMW schon von hinten angebrettert kommen und ahnte, dass das nicht gut ausgehen würde. Nach rechts konnte ich nicht mehr, weil dort ein LKW auf dem Seitenstreifen stand, links waren schon schraffierte Linien und da würde er mit Sicherheit nicht mehr durch passen. Was er aber scheinbar – und immer noch mutig hoher Geschwindigkeit – trotzdem versuchte…

Danach sah ich eigentlich nur noch ein Auto das leicht abhob und dann über den Grünstreifen schredderte, bevor es unsanft von einem Gott sei Dank nicht allzu großen Baum gebremst wurde. Der knickte ab, zum großen Glück des BMW-Fahrers. Denn wenn der Grünstreifen etwas mehr bewaldet gewesen wäre, dann hätte er wahrscheinlich seinen Ausflug nicht nur mit einem kapitalen Frontschaden bezahlt, sondern sich bestimmt auch tüchtig weh getan.

Was ich ihm dann auch gleich mal unter die Nase gerieben habe als ich ihm aus dem Auto half, während er sich noch aus dem Stück Stoff namens Airbag befreite. Und dann habe ich ihm auch geraten, mal seine sieben Sinne testen zu lassen, denn jeder Fahranfänger hätte einschätzen können, dass diese Situation nicht gut ausgehen konnte. Danach habe ich dann die Polizei gerufen, denn der Knabe war doch augenscheinlich verwirrt, weil er tatsächlich einfach so weiterfahren wollte.

Selbst meinen Einwand, dass da vorne hinter der dicken Delle in der Motorhaube augenscheinlich Kühlwasser ausgelaufen war, wischte er mit einer Armbewegung weg und sagte: „Ach das ist doch nicht so tragisch, außerdem bin ich im ADAC wenn ich liegenbleiben sollte.“ 74 Jahre sei er bemerkte er dann noch, wie er die bei der Fahrweise geworden ist grenzt allerdings an ein Wunder…

Naja, die Polizei erschien dann auch relativ schnell und überzeugte ihn dann, dass es mit einer Weiterfahrt nichts werden würde. Dann habe ich mein Visitenkärtchen wegen einer späteren Zeugenaussage abgegeben und bin abgedampft. Soviel Unvernunft und das in dem Alter, da werde ich nachher noch aggressiv…

Es gibt so Tage…

nurmalso

…da denkst du: Bin ich jetzt bekloppt oder die anderen?

So wie gestern zum Beispiel. In sage und schreibe 4 Fußgängerzonen dieser Republik liefen mir gestern Menschen in die Arme, weil sie so intensiv mit ihrem Smartphone-Spielzeug beschäftigt waren, dass sie ihre Umgebung scheinbar nicht mehr wahrnahmen. Bei den ersten dreien, 2 Frauen und ein Männlein, ging es noch mit einem netten Sorry ab, das letzte Nachwuchsweibchen war allerdings erwähnenswert.

Denn sie rannte buchstäblich gegen mich und prallte dann auch unweigerlich ab. Und dummerweise ließ sie wohl während des Sturzes ihr Smartphone-Spielzeug fallen. Welches dann auch deutlich sichtbare Spuren zeigte, denn nicht nur das Display war gerissen, auch das Gehäuse war angedeppert. Und als sie das dann sah, da brach buchstäblich der dritte Weltkrieg aus. „Du musst mir das ersetzen, du hast mir das aus der Hand geschlagen“ waren noch die Sätze die man wiedergeben kann, die Flüche gegen Gott und alle Welt ersparen wir uns jetzt mal und auch das sie mich duzte, obwohl ich sie nie zuvor gesehen hatte.

Zufälligerweise hatten aber wohl auch ein paar ältere Zeitgenossen, die etwa einen Meter neben uns auf einer Bank saßen die Szene mitbekommen. Und noch bevor ich das Weibchen fragen konnte ob sie noch alle Latten am Zaun hat entbrannte eine wirklich theaterreife Vorstellung. Während das Weibchen weiter zeterte wie am Spieß und fast nicht zu beruhigen war, erklärte ihr einer der älteren Herren seine Sicht der Dinge und das sie es wohl schlicht und einfach zu eilig gehabt habe.

Ich schlug dann vor, dass wir gerne die Polizei holen könnten, was sie mit einem kurzen „Ich brauch dazu keine Bullen, du musst mir das bezahlen“ beantwortete. Naja, die Staatsgewalt war nicht gewünscht, Argumente wurden nicht gehört und auch die Zuschauerzahl hatte sich zwischenzeitlich deutlich erhöht. Und wie ich mithören durfte, wurde dort auch schon fleißig über Schuld und Unschuld spekuliert. Tja, was macht man in so einem Fall?

Genau, den Wunsch des Weibchens ignorieren und 110 wählen. Während die Diskussionen munter weiter geführt wurden und auch die Zuschauer immer mehr wurden, nahte dann eine knappe Viertelstunde später ein Streifenwagen. Ich drückte mich also mehr oder weniger liebevoll durch ein paar Menschen und winkte die Beamten zu uns. Und dann kam das, wo wahrscheinlich niemand mit gerechnet hatte. Denn als das Weibchen die Uniformierten sah, versuchte es auszureißen. Was allerdings angesichts der dichten Zuschauerreihen nicht einfach war und so lag sie keine 5 Sekunden später wieder auf der Nase, wo sie dann auch von einem der Beamten „eingefangen“ wurde.

Der zweite fragte dann zuerst einmal wer beteiligt gewesen sei, ich zeigte auf das Weibchen und vorsichtshalber auch auf die älteren Herren von der Bank. Der Rest der Leute wurde weggeschickt und anschließend verzogen wir uns in eine ruhigere Seitengasse. Dort fing das Weibchen dann auch gleich wieder an zu zetern, dass ich ihr das Smartphone aus der Hand geschlagen hätte und gleich danach erwiderte der „Parkbankzeuge“, dass dies nicht stimmen würde. Das rief wohl die Polizisten auf den Plan, sich die jeweiligen Versionen getrennt voneinander anzuhören.

Anschließend hörten sie sich die beiden Herren von der Parkbank an, bevor Polizist Nr.1 urteilte, dass das Mißgeschick wohl durch eigene Unaufmerksamkeit geschehen sei. Das hätte er mir besser ins Ohr geflüstert, denn gleich darauf konnte er sich ein paar nicht jugendfreie Flüche gegen seine Person und die seines Kollegen anhören. Dieser Kollege stieß dann auch kurz danach wieder zu uns und wies das Weibchen an, sich doch ein wenig jugendfreier auszudrücken, da sie sonst mit einer Anzeige rechnen müsste.

Dann ließ er sich das Smartphone-Spielzeug aushändigen, probierte etwas daran herum und fragte, wie man denn das Display entsperren könnte. Das konnte ihm das Weibchen allerdings nicht erklären, statt dessen erzählte sie ihm, dass das wohl beim Sturz gesperrt worden wäre. Der eine Polizist guckte den anderen Polizisten verdutzt an und für mich wurde es nun interessant. Denn auch die Frage nach ihrer Telefonnummer und ihrem Telefonanbieter konnte sie nicht beantworten und die Beamten bekamen nur ein kurzes „Weiß ich nicht auswendig“ zu hören.

Naja, nicht nur für mich klang da einiges kurios, weshalb die beiden dann dem Weibchen erklärten, dass sie in diesem Fall wohl mit zur Wache müsse, um die Sache aufzuklären. Und dann ging die Flucherei wieder von vorne los, bevor der eine Polizist das Weibchen dann am Arm packte und in Richtung Streifenwagen bugsierte. Sein Kollege schrieb sich während dessen meine Personalien und die der „Parkbankzeugen“ auf und sagte, dass ich gegebenenfalls schriftlich benachrichtigt würde, bevor er sich verabschiedete.

Und gestern Abend im Hotel habe ich dann wirklich noch überlegt, ob das Weibchen nun wirklich einen an der Kappe hatte oder vielleicht das Smartphone-Spielzeug kurz zuvor irgendwo geklaut hat. Oder ist es jemandem von euch schon einmal passiert, dass nach einem Sturz des Smartphones die Displaysperre aktiviert wird? Und ich kenne auch viele die ihre eigene Nummer nicht kennen, den Anbieter sollte man aber eigentlich immer parat haben. Irgendetwas war doch da gestern oberfaul, aber was?

Und warum passiert so etwas immer mir?