Blitzermarathon am 16. April 2015

fotoapparatBitte recht freundlich…

Seit heute morgen um 6 Uhr bis heute nacht um 24 Uhr wird in 15 Bundesländern mit Ausnahme von Schleswig-Holstein wieder gezielt Jagd auf Raser gemacht. Insgesamt werden mehr als 13.000 Beamte an 7.000 Stellen im Bundesgebiet postiert sein, um allzu schnelle Verkehrsteilnehmer zur Kasse zu bitten und eventuell sogar den Führerschein einzuziehen.

Im Gegensatz zu den bisherigen Blitzermarathons enden die aktuellen Kontrollen 6 Stunden früher als bisher. Wegen der morgen bevorstehenden Gedenkfeier für die Opfer des Germanwings-Flugs 4U9525 wurde der aktuelle Blitzermarathon verkürzt. Gerade innerhalb geschlossener Ortschaften sollte man allerdings nicht nur heute angepasst fahren.

Wo bei uns in NRW geblitzt wird erfährt man auf der Polizei Nordrhein-Westfalen. Wer sich trotz der vorherigen Ankündigung beim Rasen erwischen lässt, der muss sich zur Strafe morgen hier outen.

Blockupy-Proteste in Frankfurt – Ein Schande für Deutschland

nurmalsoIch habe nichts gegen Demonstrationen.

Zumindest wenn es friedlich abgeht. Schließlich hat jeder Bürger ein Recht seine Meinung – auch auf diese Weise – zu äußern. Aber das was da gestern in Frankfurt anlässlich der Eröffnung der neuen EZB-Zentrale abging, das geht gar nicht! Schon am frühen Morgen hörte man Meldungen über brennende Barrikaden und sogar Polizeiwagen und bis zum Nachmittag wurden nicht nur Demonstranten verletzt, auch fast 100 Polizisten.

Die Polizei twitterte quasi live Angriffe auf eine Polizeiwache und obwohl man mit über 6000 Polizisten aus dem ganzen Bundesgebiet vertreten war, waren die Ordnungshüter doch überrascht von dem hohen Gewaltpotential, das von ein paar chaotischen Idioten ausging. Anders kann man diese Vollpfosten wirklich nicht nennen, denn um wirklichen Protest ging es diesen Kreaturen wohl nicht. Nur Randale zählte und Frankfurt war gestern dazu auserkoren.

Blockupy bezeichnet ein linkspolitisches und antikapitalistisches Netzwerk aus mehreren Organisationen, dessen Name sich von seinem Vorhaben einer Blockade (englischto block ‚blockieren‘) und von der Occupy-Bewegung (engl. to occupy ‚besetzen‘) ableitet.[1] Das Bündnis rief 2012 und 2013 zu Aktionstagen mit dem Ziel auf, das Tagesgeschäft der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt am Main zu stören und gegen die europäische Finanzpolitik im Hinblick auf die Eurokrise zu protestieren.

Quelle: Wikipedia

So etwas wie gestern hat es in Deutschland lange nicht gegeben. In diversen Nachrichtensendungen waren Bilder zu sehen die zeigten, wie gewaltbereite „Demonstranten“ auf Beamte losgingen. Weiter konnte man im Film sehen, wie Scheiben von Einsatzfahrzeugen zerschlagen und sogar Polizeiautos angezündet wurden. Und im Radio äußerte sich eine Blockupy-Aktivistin dazu wie folgt: „Dies ist einfach notwendig. Ich hoffe, dass sich die Leute darüber ärgern und ins Nachdenken kommen. Aber dazu brauchen wir eine kritische Masse.“ Da könnte ich ins Essen brechen…

Natürlich waren abends auch Stimmen zu hören, dass der Einsatz der Polizei unverhältnismäßig gewesen sei. Aber sollten die Beamten sich in Frankfurt verprügeln und mit Reizgas besprühen lassen und auch noch lächeln? Da muss man auch damit rechnen, das man etwas abbekommt. Für mich noch zu wenig… Traurig nur, das die vielen „Nur-Demonstranten“ jetzt wieder in einen Topf mit diesen gewalttätigen Spacken geworfen werden. Denn die meisten wollten wahrscheinlich wirklich nur demonstrieren…

Ich wünsche den verletzten Polizisten gute Besserung und bedanke mich dafür, dass sie verhindert haben dass es zu noch weiteren Auswüchsen kam. Den verletzten Spackos wünsche ich, dass sie die blauen Flecken noch lange spüren. Auch wenn das diese Klientel nicht von weiteren Schandtaten abhält. Leider…

Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort gemäß §142 StGB

reisszweckenEs hätte ein schöner Tag werden können.

Denn zumindest schneite es gestern hier oben im Schwarzwald nicht mehr und sogar die Sonne ließ sich mehrmals blicken. Wenn da nicht diese Sache gewesen wäre… Ich hatte beruflich in Villingen-Schwenningen zu tun, genauer gesagt in einem relativ großen Einkaufszentrum. Reichlich Parkplätze waren vorhanden, als ich gegen 9 Uhr dort eintrudelte. Meine Laune war bestens, was sich allerdings knapp 2 Stunden später entscheidend ändern sollte.

Denn als ich zum Auto zurück kam, da hatte mir jemand ein mächtiges Monogramm in den hinteren Radlauf der Beifahrerseite geritzt und sogar den Holm darunter fies eingedengelt. Blaue Farbe tackerte deutlich sichtbar dort und die gehörte nicht zu meinem Auto. Wahrscheinlich hätte ich es da überhaupt noch nicht bemerkt, wenn ich nicht zufällig ein paar Aktenordner von der Beifahrerseite aus ins Auto gepackt hätte. Natürlich hatte auch niemand einen Zettel oder ähnliches mit Adresse und/oder Telefonnummer hinterlassen, was meine Stimmung nochmals verschlechterte.

Also habe ich bei den blauen Jungs angerufen die mich allerdings – ais Mangel an Fahrzeugen – darum baten, bei ihnen in der Wache vorbei zu schauen. Noch schnell ein paar Fotos gemacht und dann die knapp 4 Kilometer zur Polizeiwache gefahren. Dort besah sich ein Polizist den Schaden, machte auch noch ein Foto und ging dann daran, eine Anzeige gegen Unbekannt aufzunehmen. Als ich anschließend die Anzeige unterschrieb fragte mich dann der Polizist, ob ich mich schon ans Centermanagement des Einkaufstempels gewendet hätte, denn soviel er wisse wäre dort eine Parkplatzüberwachung per Kamera installiert. Ich halte zwar nicht viel von Überwachung aber in dem Fall…

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Also bin ich nochmal zurück gefahren und hab mich ans Centermanagement gewendet. Nachdem ich die ungefähre „Tatzeit“ geschildert hatte, notierte sich das einer der Herren meine Telefonnummer, Kennzeichen und Autotyp und versprach, sich das Band dementsprechend anzusehen. Dann habe ich mich bedankt, verabschiedet und bin gefahren. Gegen 14 Uhr klingelte das Handy und ich bekam mitgeteilt, dass man zwar das Kennzeichen nicht zweifelsfrei erkennen konnte, aber die Farbe stimmte und der Fahrzeugtyp sei relativ selten in der Gegend. Noch dazu könne man den Unfallhergang deutlich auf dem Band erkennen.

Man hätte die entsprechende Sequenz gesichert, man dürfe dieses Band aber nicht an mich weitergeben. Statt dessen hätte man sich mit der Polizei in Verbindung gesetzt, die das jetzt weiter verfolgen würde. Naja, wenigstens halbwegs gute Nachrichten und ich habe die Hoffnung, dass man den/die Verursacher(in) so finden kann. Wobei ich allerdings auch nicht nachvollziehen kann, sich in so einem Fall einfach zu verpissen. Wofür gibt es schließlich Versicherungen?

Ab jetzt heißt es also Abwarten und Tee trinken. Und ich bin wirklich gespannt, ob man ihn/sie findet oder ob der Schaden zu Lasten der Firma geht. Ich werde berichten…