Essen in der Dealerhöhle

essen

Mann muss ja auch etwas essen wenn Mann unterwegs ist…

Und wenn Mann in einer „fremden“ Stadt unterwegs ist, dann probiert Mann auch gerne etwas aus. Gut, gestern stand mir wegen des relativ bescheidenen Wetters nicht der Kopf nach ausprobieren, vielmehr sollte drinnen gegessen werden, schließlich wollte ich mir nichts abfrieren. Also habe ich kurzerhand mal im Hotel nachgefragt, wo denn in der Nähe ein nettes Restaurant wäre. „In unmittelbarer Nähe gibt es nur eine Pizzeria, die ist aber sehr gut“ bekam ich zur Antwort.

Pizza hatte ich auch lange keine mehr gegessen, also kurzerhand die knapp 300 Meter zum Italiener gestiefelt. Sah auch sehr einladend aus und einen Platz für mich gab es auch noch. Erstmal ein Bierchen und dann die Lieblingspizza bestellt, natürlich mit viel Zwiebeln. Echt voll der Laden, also konnte ich wohl der Empfehlung vertrauen. Wenig später erschien der Kellner mit meinem Bier und fragte höflich an, ob sich noch ein Gast zu mir an den Tisch setzen dürfte. Da ich ja gerne Gesellschaft habe durfte er…

Nachdem auch er etwas zu trinken bestellt hatte kamen wir auch schon ins Gespräch. Smalltalk übers Wetter, Politik, naja was man halt so labert… Dann bestellte auch er etwas zu essen: „Einmal die 43 scharf und einen kleinen gemischten Salat.“ Wir prosteten uns kurz zu, erzählten noch ein wenig als unser Essen kam. Also erstmal spachteln, zumindest ich hatte nämlich einen Bärenhunger.

Nach gut einer Viertelstunde waren wir beide fertig. Dann fragte er mich, ob ich einen Grappa mit ihm trinken würde. Warum nicht, Schnaps räumt den Magen auf. Der Grappa kam, zugeprostet und weg damit bevor er warm wird. Und dann kam das, was ich überhaupt nicht erwartet hatte. Er beugte sich etwas näher zu mir über den Tisch und fragte mich, ob ich an Uhren interessiert wäre. Er hätte da 2 Uhren zu verkaufen, sie wären ein Geschenk gewesen und er hätte keine Verwendung dafür. Nachtigall ick hör dir trappsen, in was für eine Dealerhöhle war ich denn da geraten?

Ich blieb aber ruhig, hielt im meine Arme über den Tisch und sagte: „Tut mir leid, ich trage nie eine Uhr.“ Was auch nicht gelogen war… Doch wer jetzt gedacht hatte dass der Fall damit erledigt gewesen sei, den muss ich enttäuschen. „Haben sie vielleicht Verwendung für Blattgold? Ich habe den Grabstein meiner Eltern neu machen lassen und habe nun noch einige Folien übrig…“ Ich drehte mich mal nach allen Seiten um denn der Verdacht keimte auf, dass irgendwo die versteckte Kamera lauerte. Aber ich konnte nichts „verdächtiges“ erkennen und wendete mich dann wieder meinem Gegenüber zu.

„Nein“, antwortete ich, „Für so etwas habe ich auch keine Verwendung. Aber da sie offensichtlich gerne verkaufen, können sie mir ja gerne einmal eine Liste zusammenstellen von dem, was sie so anzubieten haben. Ich habe Kollegen im Revier, die sich sicher dafür interessieren.“ Und so wahr ich hier vor dem Rechner sitze, da sprang er plötzlich auf wie von der Tarantel gestochen, bezahlte im Vorbeiflug und schwups weg war er!

Wenig später habe ich dann auch bezahlt und mich noch auf dem Weg ins Hotel gefragt, wo denn die versteckte Kamera gelauert hat. Und warum Guido Cantz sich nicht zu erkennen gegeben hat… Oder ob ich da wirklich in eine Dealerhöhle geraten bin… Ach ja, die Pizza war aber wirklich gut!

Frauen neigen zum Gruppenzwang

nurmalso Frauen sind ja etwas besonderes.

Vor vielen Jahrtausenden, ich war damals noch nicht auf der Welt, erschuf der liebe Herr Gott die Erde. Wenig später dachte der liebe Herr Gott darüber nach die Erde auch zu bevölkern und schuf den Menschen. Da er aber uns Menschen nicht überfordern wollte – schließlich muss ja auch jemand kochen, putzen und bügeln – erschuf der liebe Herr Gott auch noch die Frau. Da er anschließend noch ein wenig Schöpferpaste übrig hatte erschuf er in seiner unnachahmlichen Güte gleich noch den Gruppenzwang für die Frau.

Der Gruppenzwang ist eine ernst zu nehmende Krankheit, jede Frau ist quasi von ihrer Geburt an mit ihm infiziert. Sobald sich eine Gruppe bildet zieht es die Frau dort hin. Allerdings gilt es zu bedenken, dass die Frau schon immer Probleme mit dem Zählen hatte, weshalb im allgemeinen zwei Frauen schon als eine Gruppe gelten. Nach oben sind dem Gruppenvolumen eigentlich keine Grenzen gesetzt, zu empfehlen ist allerdings eine Begrenzung auf höchstens 10 Frauen, damit der Gruppenzwang auch intensiv ausgelebt werden kann.

Der Gruppenzwang als solches ist eigentlich schnell erklärt. Wir Menschen haben ja in den meisten Fällen eine eigene Meinung, Ausnahmen gelten höchstens bei einem Besuch im Fußballstadion. Dort geben auch wir Menschen uns hemmungslos dem Gruppenzwang hin und feuern unseren Lieblingsverein ebenso hemmungslos an. Frauen hingegen glauben eine eigene Meinung zu haben, sind sich aber oft nicht sicher. Schon ein böser Blick einer Kontrahentin genügt zumeist und schon wird die Frau von ihrer Meinung abgebracht und sie schließt sich dem Gruppenzwang an.

Zwei Beispiele stellen den Gruppenzwang besonders intensiv dar. Wir Menschen kennen das Szenario, dass Frauen nicht alleine auf die Toilette gehen können. Dies verhindert der chronische Gruppenzwang. Denn kaum steht eine Frau auf, werden andere in den Bann des Gruppenzwangs gezogen und müssen mit aus Klo. Selbst wenn die Verfolgerinnen nicht müssen müssen, sind sie vollkommen dem Gruppenzwang unterworfen. Vor vielen Jahren habe ich mal aus Jux die Tür zur Frauentoilette eines Restaurants geöffnet und da stand dann eine Frau am Handwaschbecken und die anderen 5 starrten nur so selten doof vor sich hin, als hätten sie Klopapier unter dem Schuh kleben und niemand hätte es ihnen gesagt.

In der Mode zum Beispiel neigt die Frau auch zum extremen Gruppenzwang. Hat sich eine Vertreterin des weiblichen Geschlechts etwa neues sinnloses Zubehör wie etwa ein paar Schuhe, eine Handtasche oder gar ein Kleid zugelegt dann können wir Menschen sicher sein, dass bei Frauen wieder der Gruppenzwang einsetzt. Da wird die Käuferin so lange gelöchert bis sie dann endlich ihre Einkaufsquelle offenlegt. Und dann geht es in Gruppen auf schnellstem Weg dorthin, um sich ebenfalls so etwas unnützes zuzulegen.

Wir Menschen tolerieren diese abnorme Wesensveränderung, ist sie uns doch bestens bekannt. Allerdings empfehle ich noch unerfahrenen Menschen, die vielleicht gerade erst zarte Bande zu einer Frau geknüpft haben, in diesem Fall ihre Scheckkarte schnell zu verstecken. Denn dieser Gruppenzwang kann unter Umständen mächtig teuer werden…

Gehen wir mal wieder ins Restaurant

steakEs bleibt nicht aus, dass ich – wenn ich auf Reisen bin – auswärts esse…

In meinem Fall verkehre ich wahrscheinlich mehr in Restaurants als der Durchschnitt der Republik, allerdings esse ich doch am liebsten zu Hause. Zudem hat der Herr Gott auch dafür gesorgt, dass das Weibchen sehr gut kocht. Allerdings sage ich ihr das nur selten, sonst dreht sie gleich wieder am Rad… Naja, es schmeckt in jedem Fall immer!

Wenn ich übers Wochenende irgendwo in Deutschland unterwegs bin bleibt es nicht aus, dass ich ein Restaurant zum essen aufsuche. Schließlich muss der Astralkörper genährt werden. Das kann allerdings – je nach Gegend – ein ganz schön teures Vergnügen sein, denn manches Restaurant langt ganz kräftig in den Geldbeutel. Da sind 50-100 Euro nichts, die sind ruckzuck ausgegeben.

Auch daheim gehe ich natürlich ab und zu mit der besseren Hälfte essen und die Blagen sind ja Gott sei Dank aus dem Haus, weshalb es nur noch halb so teuer ist. Aber wie es der Zufall will trifft man meistens ein paar Freunde, trinkt ein paar Bierchen mehr und dann ist der Hunderter schon wieder vernichtet. Aber das gute daran ist, dass wir wenigstens die Wirtschaft angekurbelt haben…

Meistens gehen wir am Wochenende essen, Ausnahmen bestätigen die Regel. Wenn ich nämlich nach 2 oder 3 Wochen Restaurant-Essen wieder nach Hause komme, dann wird grundsätzlich daheim gegessen. Dann hängen mir nämlich meistens die Schnitzel, Steaks, Haxen und Salate zu den Ohren heraus und ich freue mich auf einen Eintopf oder auch auf ein paar Reibekuchen. Oder beides…

Ich kenne aber auch Leute denen Restaurants grundsätzlich zu teuer sind und die deshalb nie oder nur äußerst selten auswärts essen. Obwohl sie jetzt nicht gerade zu den Ärmsten gehören… Wie sieht das eigentlich bei euch aus? Geht ihr nie in einem Restaurant essen? Ab und zu? Regelmäßig? Erzählt doch mal…