Die Zeit (fast) ohne Facebook

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Zwei Wochen beruflicher Aufenthalt im Schwarzwald und am Bodensee sind beendet.

Mächtig viele Termine standen auf dem Programm, selbst abends. Denn da gab es die Berichterstattung von den Olympischen Spielen in Rio. Der Zeitplan sah dann nach dem Frondienst fast täglich so aus: Duschen, Essen, ab vor die Glotze. Mit Ausnahme des vergangenen Wochenendes, da habe ich das wunderschöne Wetter dazu genutzt, den Astralkörper mal in den doch recht kalten Bodensee zu zwingen.

Meine Spielwiese hier wurde fast zum Fotoblog umfunktioniert, denn meine Bildchen die ich bei Instagram poste gelangen ja auch hier hin. Abgesehen von ein paar Wortbeiträgen herrschte also hier Stille und auch im restlichen Social Network habe ich mich ziemlich rar gemacht. Kein Twitter, kein Facebook. Was dazu führte, dass Facebook mir nach drei Tagen schon Benachrichtigungen schickte, was es denn neues in meiner Timeline gäbe.

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Nun, bis einschließlich gestern gab es noch reichlich mehr an neuen Benachrichtigungen, wahrscheinlich hat selbst Zuckerberg mich schon vermisst. Nun ja, meine selbst gewählte Abstinenz dauert noch ein klein wenig an, denn erstens ist die Olympiade noch nicht zu Ende und zweitens gibt es sowohl am Samstag als auch am Sonntag gleich wieder private Termine.

Bevor es dann am Montag nochmal für 5 Tage auf die Pirsch geht. Allen meinen bisherigen Timeline-Geburtstagskindern nachträglich alles Gute zu ihrem Ehrentag und sollte ich etwas ernsthaftes verpasst haben, so könnt ihr mir ja Bescheid geben. Alles lesen werde ich nämlich mit Sicherheit nicht, da bin ich ja bis Weihnachten beschäftigt…

Wissenswertes zum Bodensee

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Bodensee nennt man diesen Ritualplatz deutscher Rentner und wenn man eine Landkarte von Deutschland aufhängt, dann ist der Bodensee unten am Boden. Das dürfte erklären, warum der Bodensee Bodensee heißt, denn wäre er in Norddeutschland, dann hieße er wahrscheinlich Deckensee.

Entstanden ist der Bodensee im frühen Mittelalter. Früher war dort noch ein wunderschönes Tal aber in der damaligen Zeit wussten die Bewohner der angrenzenden Bergvölker Österreichs und der Schweiz nicht mehr wo sie mit ihrem Abwasser hin sollten und so wurde auf einer Versammlung der Bergdörfer beschlossen, diese einfach ins nördliche Tal ablaufen zu lassen.

Da es auf Grund der hügeligen Topografie natürlich lange dauerte die Bergdörfer an die moderne Kanalisation anzuschließen, dauerte es naturgemäß noch länger bis die braune Brühe sich etwas verdünnt hatte. Aber heute ist der Bodensee so klar, dass man an manchen Tagen wirklich bis zum Boden sehen kann. Weswegen der Bodensee auch fälschlicherweise als Bodenseh bezeichnet wird…

Der Geruch hat sich aber bis heute nicht verändert, zumindest wenn man in den Häfen von Lindau, Friedrichshafen oder auch Konstanz mal schnuppert. Ich bin 2-3 Mal im Jahr beruflich am Bodensee und gerade im Frühjahr mache ich immer wieder die gleichen Beobachtungen. Dann fallen Millionen Rentner wie Heuschreckenschwärme über den Bodensee her, mieten sich einen Traktor mit Anhänger, laden noch ein paar Bekannte auf und gehen dann ihrer Lieblingsbeschäftigung nach. Sie verstopfen mit ihren Gefährten die Seestraßen und ergötzen sich daran wie die Apfelbäume blühen. Ein immer wiederkehrendes jährliches Ritual…

Aber diese Rentner haben noch andere Rituale. Sie reichen von mysteriösen Tretbootfahrten über gigantische Massenspeisungen mit illegal aus Italien importiertem Speiseeis. Auch am Nachmittag, vorwiegend abends oder nachts habe ich auch schon oft eigentümliche Laute aus Wirtshäusern vernommen. Da werden fremde Lieder wie “Ach du schöner Westerwald” aber auch “Warum ist es am Rhein so schön” gesungen, wobei letzterer ja wenigstens noch ganz in der Nähe fließt. Man munkelt dass Alkohol bei der Zelebrierung dieses Rituals eine nicht unwichtige Rolle spielt.

Die Einheimischen sieht man mit ein wenig Glück meistens nur im Winter. In dieser Zeit ist auch das gesamte Gebiet rund um den Bodensee für Rentner militärisch abgeriegelt, auch ein Grund warum die Ortschaften teilweise ausgestorben wirken. Erst wenn es wieder wärmer wird fallen wie in jedem Jahr die Rentner ein. Weshalb die Bezirksregierung seit ein paar Jahren einen eigentlich schon ausrangierten Zeppelin zur Luftüberwachung einsetzt.

Heute bin ich noch im Schwarzwald unterwegs doch heute Abend werde ich wieder am Bodensee ankommen und bis nächste Woche Donnerstag meinen beruflichen Tätigkeiten dort nachgehen. Pünktlich zum Wochenende soll es ja auch wieder schönes Wetter geben und mir bleibt da nur zu hoffen, dass die Rentner den Wetterbericht nicht regelmäßig anschauen. Dann wäre ja auch noch ein Plätzchen für mich übrig…

2 Wochen unterwegs – Schwarzwald und Bodensee

reisszweckenMal wieder unterwegs…

Heute morgen durfte ich mal wieder das Köfferchen packen, denn es stehen wieder eine Menge Termine auf dem Kalender. Erste Station war heute früh Bad Nauheim, von dort aus ging es weiter nach Bensheim. Und nun bin ich hier im Schwarzwald angekommen, um hier die nächsten 3-4 Tage mein Unwesen zu treiben. Unter anderem stehen Termine in Bad Herrenalb, Freudenstadt, Villingen/Schwenningen, Titisee-Neustadt und Freiburg an.

Von Freiburg aus folgt ein kurzer Abstecher in die Schweiz, dann Am Hochrhein entlang über Lörrach und Waldshut zum Bodensee, wo ich – wenn nichts dazwischen kommt – das nächste Wochenende verbringen werde. In der zweiten Woche werden dann unter anderem Konstanz, Meersburg, Friedrichshafen und Lindau angefahren. Eventuell von dort aus noch ein Tagesabstecher ins Allgäu nach Kaufbeuren und nach Wangen, schaun mer mal… Einige Ziele auf der Schwäbischen Alb, darunter Bad Saulgau, Sigmaringen und Riedlingen, stehen auf dem Plan und wenn es zeitlich noch passt werde ich auf dem Rückweg auch noch in Biberach und Ulm vorbei schauen.

Der Wille ist zumindest vorhanden, das alles zu schaffen. Erfahrungsgemäß kommt aber oft etwas dazwischen, weshalb ich das Unternehmen recht entspannt angehe. Rom ist schließlich auch nicht an einem Tag erbaut worden…