Vorfahrt missachtet

reisszweckenGestern auf der Autobahn…

Es gibt tausende verschiedene Vogelarten. Und von Zeit zu Zeit werden zum Beispiel in den Tropen noch neue Vogelarten entdeckt. Das vor einigen Jahren entdeckte Twitter zählt allerdings nicht zu den Vögeln, da es zwar zwitschern aber nicht fliegen kann. Wenn man einige Laufvogelarten einmal ausklammert, dann kann eigentlich jeder Vogel fliegen. Einige Vogelarten sind sogar wahre Akrobaten wenn es um das fliegen geht…

Ich denke da zum Beispiel an diverse Greifvögel, die stundenlang durch die Luft gleiten oder auch an den Kolibri, der sogar in der Luft stehen bleiben kann. Genau das hätte diese eher träge Taube, die mir gestern bei etwa 140 km/h gegen die Windschutzscheibe geklatscht ist, besser auch gekonnt. Denn erstens hatte ich Vorflugfahrt weil ich von rechts kam und zweitens legt man sich als Flattermann besser nicht mit einem Auto an.

Gut, geknallt hat es ganz schön heftig und erschrocken habe ich mich auch. Geblieben ist allerdings nur dieser häßliche Fettfleck da oben auf der Scheibe. Da muss ich wohl heute nachmittag nochmal eine Waschanlage anlaufen… Ach ja, bevor ich es vergesse, da ich sie nicht beerdigen konnte, habe ich sie gestern Abend in mein Abendgebet eingeschlossen. Mein Beileid den Angehörigen…

Was in einer Minute im Social Network passiert

Es ist schon faszinierend…

Wenn man sich mal vor Augen führt welche riesigen Datenmengen täglich im Netz kursieren, dann kann man bei diesen Zahlen schon mal den Überblick verlieren. Alleine die sozialen Netzwerke wie Facebook, Twitter, Instagram usw. müssen täglich eine wahre Datenflut verarbeiten. Die Spezialisten von Domo haben zu diesem Thema eine Infografik erstellt die zeigt, was täglich in nur 60 Sekunden so in den Netzwerken abgeht.

Alleine Facebook muss in jeder Minute über 4,1 Millionen Beiträge verarbeiten, hochgerechnet auf eine Stunde ergibt das fast 250 Millionen Beiträge, an einem Tag kommen unfassbare 6 Milliarden Beiträge zusammen. Bei YouTube werden während 60 Sekunden 300 Stunden Videomaterial hochgeladen und bei Twitter werden binnen einer Minute fast 350.000 Tweets abgesetzt.

Gigantische Zahlen die belegen, wie sehr das Netz unser tägliches Leben beeinflußt. Die gesamte Statistik kann man sich in der nachfolgenden Infografik anschauen.

via entrepreneur.com

Das Social Network Tagebuch – Manche posten wirklich alles

facebookNochmal das Thema Facebook…

Wenn man mal so beobachtet, was tagtäglich in den sozialen Netzwerken wie Facebook, Google+ und Twitter, aber auch im eigenen Blog gepostet wird, dann ist teilweise schon sehr persönliches darunter. Wenn man es genau nimmt, dann werden ja gerade Blogs sehr häufig mit privaten Dingen gefüllt. Dinge, die man vielleicht nicht jeden lesen lassen sollte. Das Stichwort „Privatsphäre“ gilt dort teilweise nur bedingt und was man noch vor Jahren seinem persönlichen Tagebuch anvertraute, dass erfährt heute ein größerer Leserkreis. Ich persönlich habe noch nie ein „analoges“ Tagebuch geführt, sehe aber mein Blog auch nicht als digitales Tagebuch. Und wirklich persönliche Sachen wird man dort auch – bis auf ein oder zwei Ausnahmen – vergeblich suchen.

Ich poste ja auch manche Parolen bei Facebook oder Twitter, allerdings sollte man das meiste davon eher nicht zu ernst nehmen. Wenn ich etwas wichtiges habe, dann wird dies in aller Regel per persönlicher Nachricht mitgeteilt und auch nur dem, den es betrifft. Und manches schreibe ich auch nur, weil ich auf die Kommentare gespannt bin… Wenn ich allerdings sehe, was gerade Jugendliche so in die weite Welt hinaus posaunen, dann stehen mir manchmal schon die Nackenhaare zu Berge.

Jede noch so kleine Gemütsäußerung wird dort öffentlich mitgeteilt und selbst sehr intime Dinge werden Followern und Freunden unter die Augen gedrückt. Manches davon sogar noch äußerst offenherzig mit Fotos dokumentiert… Da fragt sich allerdings der geneigte Follower oder Freund schon, ob sich die entsprechende Person auch einmal Gedanken über das „Später“ gemacht hat. Denn das Social Network vergisst nichts und vieles, dass man im Überschwang der Gefühle so von sich gegeben oder per Foto veröffentlicht hat, ist einem später vielleicht einmal peinlich.

Manche dieser Postings wären einem „analogen“ Tagebuch wahrscheinlich nie anvertraut worden, aber heute geht das ja ratzfatz. Einmal ins Smartphone hinein gehäckselt und schon darf die digitale Welt mal wieder Voyeur spielen. Vielleicht sollte man mal eine Funktion erfinden die einen zwingt, einmal im Monat seine persönlichen Beiträge in den Netzwerken zu durchforsten und eventuell verfängliches dann einfach zu löschen.

Obwohl das bei einigen richtig in Arbeit ausarten würde…