Die Sache mit der Rettungsgasse

Das Thema Rettungsgasse scheint bei uns in Germanien ein sehr schwieriges zu sein.

Zwar hat mir die vergangene Woche bei meinem Aufenthalt im Saarland gezeigt das nicht überall Hopfen und Malz verloren ist, doch den meisten Fahrern – und hier sind nicht nur Auto- sondern auch LKW-Fahrer gemeint – scheint das Thema Rettungsgasse ziemlich am Arsch vorbei zu gehen. Deshalb finde ich es auch gut, das die Strafen bei notorischen Verweigerern deutlich angehoben wurden.

Dabei ist es doch eigentlich ziemlich einfach, einen Rettungsweg frei zu halten. Auf einer mehrspurigen Fahrbahn zum Beispiel fahren die Fahrzeuge auf der linken Spur ganz nach links und alle anderen fahren weiter nach rechts. Und bei zwei Spuren dürfte selbsterklärend sein, das die Mitte freigehalten wird. Trotzdem funktioniert das in den meisten Fällen nicht, weil immer ein paar Neugiernasen darunter sind die sehen wollen, was denn den Stau verursacht oder die schlicht und ergreifend pennen.

Da sollte man wirklich beten, das niemand dieser Rettungsgassen-Verweigerer mal in einen Unfall verwickelt wird und selbst auf ein Rettungsfahrzeug wartet. Bei mir hat sich das eigentlich schon seit Jahren verinnerlicht, wenn ein Stau droht fahre ich entsprechend entweder weit links oder rechts. Gestern morgen hatte ich dann gleich einen inneren Vorbeimarsch. Da stand ich im Montagmorgengewohnheitsstau bei Idstein auf der A3 und die eine Besatzung der beiden Streifenwagen die durch wollten/mussten, pickten sich gleich mal 2 Aspiranten heraus, die die Rettungsgasse blockierten.

Mit dem 19.10.2017 drohen bei Nichtbildung der Gasse für die Rettungskräfte mindestens 200 Euro Bußgeld – statt zuvor 20 Euro. Werden Dritte durch dabei gefährdet, erhöht sich die Geldbuße auf 280 Euro. Kam es zu einem Sachschaden, liegt das drohende Bußgeld bereits bei 320 Euro. Hinzu kommt in den letzten beiden Fällen ein einmonatiges Fahrverbot.
Quelle: bussgeldkatalog.org

Im übrigen soll die Rettungsgasse bei Stau IMMER gebildet werden, ganz egal ob ein Einsatzfahrzeug hindurch fährt oder nicht. Die Ignoranten können sich gerne diesen Beitrag ausschneiden und an die Windschutzscheibe pappen, vielleicht hilfts ja. Und irgendwann reden wir dann mal über das Thema “Blinken wenn ich den Kreisverkehr verlasse”…

Driverless Car – Selbst fahrende Autos, braucht man so etwas?

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Alphabet, börsennotiertes Tochterunternehmen von Google, hat sich ja das große Ziel gesetzt, selbst fahrende Autos zu entwickeln. Diese “Google Driverless Cars” werden schon seit einigen Jahren versuchsweise über die Straßen der USA bewegt und befinden sich immer noch in der Testphase. Legt man einmal die über zwei Millionen Kilometer zu Grunde die diese Fahrzeuge zurückgelegt haben, hält sich die Zahl der ausnahmslos unverschuldeten leichten Unfälle in Grenzen.

Doch jetzt hat erstmals ein Driverless Car selbst einen Unfall verschuldet. Außer verbeultem Blech kam auch diesmal niemand zu Schaden was allerdings auch daran lag, dass das Google-Auto zum Zeitpunkt der Kollision mit einem Linienbus etwa 3 Kilometer pro Stunde schnell gewesen ist und der Bus knapp 20 km/h fuhr. Google hat diesen Crash auch sofort bekannt gemacht und mitgeteilt, dass man die Software des Fahrzeugs danach angepasst hätte.

Einerseits fasziniert mich ja diese Technik, die mit Sicherheit noch einige Jahre benötigt um als ausgereift zu gelten. Andererseits frage ich mich dann doch, ob die Autofahrer der Zukunft nur noch Passagiere in ihrem eigenen Fahrzeug sein werden. Ich werde sicherlich nicht mehr in den “Genuß” kommen, mit einem fertig entwickelten autonom bewegten Fahrzeug zu fahren.

Wobei ich allerdings auch keinen gesteigerten Wert darauf lege. Autofahren ist für mich Handarbeit, am Lenkrad drehen, schalten und vor allem so fahren, dass niemand gefährdet wird. Gut, das schafft nicht jeder wie die Zahl der jährlichen Unfälle zeigt. Aber in einem Auto zu sitzen und quasi auf Gedeih und Verderb “ausgeliefert” zu sein erzeugt bei mir nicht gerade gute Laune. Ich stelle mir das sehr gewöhnungsbedürftig vor, etwa so wie auf der Achterbahn nur ohne vorgegebene Spur.

Würdet ihr mit einem Auto fahren, in dem ihr nur als Passagier sitzt? Oder steht ihr wie ich lieber auf Handarbeit?

Frau im Parkhaus – Eine wahre Geschichte

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In der Regel haben Frauen oft große Probleme mit Parkplätzen.

Aber auch in der menstruationsfreien Zeit stehen sie mit diesen Stückchen Beton, Pflaster oder Teer oft auf Kriegsfuß. Dabei kann zum Beispiel ein Parkplatz in einem öffentlichen Parkhaus durchaus recht praktisch sein, da man von dort relativ schnell auch zu den Geschäften oder in dringenden Fällen auch mal zur Toilette gelangt.

Für Frauen bleibt ein Parkplatz allerdings ein sehr gefährlicher Ort. Denn wenn eine Frau einen Parkplatz benutzen will, kann unter Umständen auch großer Schaden entstehen. Daher wird Frauen generell der Gebrauch von Parkplätzen vom Bundesverkehrsministerium nur dann gestattet, wenn Frau auch ohne Kompass wieder zur Ausfahrt findet.

Ist diese Vorgabe einmalig erfüllt, dann hat ein Parkplatz in einem Parkhaus eigentlich nur Vorteile. Im Sommer platzsparend und schattig, im Winter eisfrei und trocken. Es kann aber auch in einem mittleren Fiasko enden, wenn Frau es allzu eilig hat. So wie die Dämlichkeit gestern, die in einem durchaus rasanten Tempo angenagelt kam.

Vielleicht war ihr nicht bewusst dass manchmal auch andere Menschen den Weg kreuzen, um zu ihrem Fahrzeug zu gelangen. Vielleicht war es ihr auch bewusst und sie war einfach nur abgelenkt, weil sie sich noch schnell schminken musste. Auf jeden Fall hat sich das Weibchen scheinbar so über den auftauchenden Fußgänger im Parkhaus erschreckt, dass sie erst gar nicht versuchte zu bremsen…

…sondern vorsichtshalber gleich ausgewichen und in ein anderes Auto gekachelt ist. Dank der reichlich überschrittenen angepassten Geschwindigkeit wurde dieses dann gleich noch in ein daneben stehendes geschleudertdrückt, so dass sich der Crash wenigstens finanziell gelohnt haben dürfte. Da das ganze in meiner unmittelbaren Nähe geschah, wurde ich dann auch noch Ohrenzeuge als das Weibchen ausstieg und zu dem Fußgänger – der offensichtlich nur zu seinem Fahrzeug wollte – vorwurfsvoll anschrie (und das meine ich wörtlich):

“Was haben sie eigentlich hier zu suchen?” Wenn es nicht so traurig gewesen wäre, hätte Mann glatt darüber lachen können… Passiert ist das ganze übrigens gestern in Wiesbaden…

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