Urlaub…

Letzter Arbeitstag für diese Woche…

Denn an morgen ist hier in Köln wieder Ausnahmezustand und wenn alle feiern, dann feiere ich natürlich mit. Bis einschließlich Aschermittwoch ist Urlaub angesagt und der karnevalistische Terminplan relativ voll. Will heißen, es ist im Zuge dieser Termine damit zu rechnen, das Schlaf Mangelware sein wird. Aber man kennt das ja…

Vom 6.- bis einschließlich 17. März gehöre ich dann anschließend mal wieder zur reisenden Truppe. Ziele unter anderem der Schwarzwald, Oberrhein, eventuell ein Abstecher nach Basel und anschließend zum Bodensee. Unsere Jahreshauptversammlung der Schützen am 11. März werde ich daher schwänzen, schließlich muss ich am 18. März beim Ehrenkönigschießen als Titelverteidiger wieder hier sein. Und nur wegen einer Versammlung insgesamt 1200 Kilometer hin und her zu fahren – das tue ich mir nicht an.

Naja, erfahrungsgemäß sind einige Kunden bei der Einhaltung von Terminen etwas nachlässig, so dass dies meine Wunschplanung ist. Ich hoffe jedoch das es wenigstens einigermaßen klappt, was ich mir da vorgenommen habe. Doch ab morgen wird erstmal ausgiebig Karneval gefeiert und bis auf eventuell ein paar Bildchen von Instagram wird es wohl hier wie jedes Jahr etwas ruhiger zugehen.

Und ihr so?

Nur noch ein paar Stunden…

nurmalso

…und dann ist das Arbeitsjahr 2016 für mich beendet.

Heißt auf deutsch: 2 Termine in Köln bis etwa heute mittag, nochn bisschen Schreibkram im Büro und dann fällt der Löffel. 3 Wochen Urlaub stehen an, bevor es am 2.Januar wieder ans knechten geht. Und nach diesen 3 Wochen stehen dann immerhin nur noch 63 Rest-Urlaubstage zu Buche, die ich in diesem Leben wahrscheinlich nicht mehr verbacken bekomme.

Denn im Januar kommen ja schon wieder 30 Tage hinzu, wobei man erwähnen muss das bei uns der Urlaubsanspruch nicht verfällt. Aber irgendwie komme ich von meinem Level nicht mehr runter, zwischen 60 und 70 bleiben immer übrig. Aber egal, jetzt werden erst einmal ein paar Tage die Flügel hochgelegt, bevor dann in der heimischen Kemenate noch ein paar Arbeiten anstehen.

Auf Urlaub mit verreisen fehlt mir wie fast immer die Lust angesichts der Tatsache, das ich alleine von den vergangenen 8 Wochen dreiviertel der Zeit im Hotel verbracht habe. Heute Abend wird mit Rudi Chef und den Kollegen noch ein wenig bis ein wenig mehr Jahresausklang gefeiert und falls mich irgendjemand in Köln nicht erkennen sollte: Ich bin der der jetzt Urlaub hat!

Fahren wir mal wieder in Urlaub?

sonne

Urlaub ist ja bei mir eher ein überbewertetes Thema…

Genau genommen hat ja jeder Arbeitnehmer gesetzlichen Anspruch auf Urlaub. Wieviel Urlaub jedem einzelnen zusteht ist auch gesetzlich geregelt, wobei bei jedem beliebigen Arzt der Jahresurlaub durch gelbe Urlaubsanträge auf unbestimmte Zeit verlängert werden kann. Aber es gibt auch noch andere Unterschiede.

Selbstständige oder Manager großer Unternehmen machen entweder nie Urlaub oder sind im Optimalfall nur mit der eigenen Sekretärin im Urlaub. Beamten steht eigentlich kein Urlaub zu, da sie ja schon das ganze Jahr Urlaub im Büro machen. Hartz-IV-Empfänger hingegen haben zwar keinen Anspruch auf Urlaub, dafür aber immer frei. Der weitaus größte Teil der Arbeitnehmer hingegen fährt wenigstens ein- bis zweimal im Jahr in Urlaub, zumeist in andere Länder und am besten in ein Land, wo der Chef einen nicht per Handy erreichen kann.

Urlaub ist genau genommen erst seit der Neuzeit in Mode. Früher machten die Menschen keinen Urlaub, da wurde die Freizeit danach ausgerichtet ob gerade kein Schwein zu schlachten war oder ob Kartoffel geerntet werden mussten. Den Rest der Zeit hatte man quasi Urlaub, blieb aber dann zu Hause. Denn der Rest der Welt war noch unbekannt, teilweise noch nicht einmal entdeckt und eine Urlaubsreise – etwa mit dem Pferd nach Spanien – dauerte ein halbes Jahr. Und so einen langen Urlaub konnte sich niemand leisten.

Urlaub ist heutzutage als psychische Erkrankung anerkannt. Alle Urlauber stehen unter dem Zwang, mindestens einmal im Jahr verreisen zu müssen. Die Erkrankten glauben um die halbe Welt fliegen zu müssen, da einem in den heimischen vier Wänden sonst die Decke auf den Kopf fällt. Und um dann nach 2 oder 3 Wochen um die Erkenntnis reicher zu sein, dass es woanders auch nicht besser ist. Nur den Müll tragen dort andere hinaus…

Bei besonders geschädigten sind sogar die Reiseziele mindestens für die nächsten 10 Jahre schon ausgewählt und, soweit möglich, auch schon gebucht. Der Urlaubsplaner bucht im Voraus jede noch so kleine Fähre, den zusätzlichen Handtuchwechsel, den Kofferträger und den Platz links am Notausstieg mit mehr Beinfreiheit. Er benötigt die Öffnungszeiten des dem Hotel nächstgelegenen Bäckers, die Preise für Herrentrockenhaarschnitte in der gesamten Dominikanischen Republik und die Anfahrtsbeschreibung für den Zentralfriedhof von Buenos Aires als PDF-Datei.

Aber es gibt auch den Typus Spontanurlauber, der frühestens 6 Tage vor Abfahrt nach einem Frühbucherrabatt fragt und nicht eher das Reisebüro verlässt, bis er sein Wunschhotel gebucht hat. Und sei es nur für 3 statt der 14 geplanten Tage nach Mallorca und mit Zwischenstopps in Moskau und Phnom Penh. Für etwa 3,8 Millionen deutsche Spontanurlauber standen zum Beispiel im vergangenen Jahr nur ca. 220.000 freie Betten weltweit zur Verfügung. Was das bedeutet kann sich jeder selbst ausmalen, der bei der Google-Bildersuche schon mal „Gangbang“ eingetippt und den Schweinkramfilter auf „aus“ gestellt hat.

Ne, das brauche ich alles nicht mehr. Ich mache am allerliebsten Urlaub zu Hause in meiner gewohnten Umgebung. Was allerdings auch damit zusammenhängt, dass ich ja beruflich sehr viel in Hotels übernachte, teilweise auch mehrere Wochen. Im übrigen verfällt in unserer Firma der Urlaub nicht und so habe ich am Freitag auf dem Zettelchen der Gehaltsbuchhaltung lesen können: 2013, 2014, 2015 – restlicher Urlaubsanspruch: 61 Tage.

Und die werde ich wie in den Jahren zuvor dazu nutzen, früher in den Ruhestand zu gehen. Rechnet man noch ein „paar“ angefallene Überstunden dazu, kann ich jetzt schon knapp 2 Jahre früher die Flügel hoch legen. Bei vollem Gehalt natürlich… Und sollte ich unerwartet schon vorher den Löffel abgeben, hat das Weibchen wenigstens finanziell noch etwas davon, denn dann wird die Kohle ausbezahlt.