Driverless Car – Selbst fahrende Autos, braucht man so etwas?

autos

Alphabet, börsennotiertes Tochterunternehmen von Google, hat sich ja das große Ziel gesetzt, selbst fahrende Autos zu entwickeln. Diese „Google Driverless Cars“ werden schon seit einigen Jahren versuchsweise über die Straßen der USA bewegt und befinden sich immer noch in der Testphase. Legt man einmal die über zwei Millionen Kilometer zu Grunde die diese Fahrzeuge zurückgelegt haben, hält sich die Zahl der ausnahmslos unverschuldeten leichten Unfälle in Grenzen.

Doch jetzt hat erstmals ein Driverless Car selbst einen Unfall verschuldet. Außer verbeultem Blech kam auch diesmal niemand zu Schaden was allerdings auch daran lag, dass das Google-Auto zum Zeitpunkt der Kollision mit einem Linienbus etwa 3 Kilometer pro Stunde schnell gewesen ist und der Bus knapp 20 km/h fuhr. Google hat diesen Crash auch sofort bekannt gemacht und mitgeteilt, dass man die Software des Fahrzeugs danach angepasst hätte.

Einerseits fasziniert mich ja diese Technik, die mit Sicherheit noch einige Jahre benötigt um als ausgereift zu gelten. Andererseits frage ich mich dann doch, ob die Autofahrer der Zukunft nur noch Passagiere in ihrem eigenen Fahrzeug sein werden. Ich werde sicherlich nicht mehr in den „Genuß“ kommen, mit einem fertig entwickelten autonom bewegten Fahrzeug zu fahren.

Wobei ich allerdings auch keinen gesteigerten Wert darauf lege. Autofahren ist für mich Handarbeit, am Lenkrad drehen, schalten und vor allem so fahren, dass niemand gefährdet wird. Gut, das schafft nicht jeder wie die Zahl der jährlichen Unfälle zeigt. Aber in einem Auto zu sitzen und quasi auf Gedeih und Verderb „ausgeliefert“ zu sein erzeugt bei mir nicht gerade gute Laune. Ich stelle mir das sehr gewöhnungsbedürftig vor, etwa so wie auf der Achterbahn nur ohne vorgegebene Spur.

Würdet ihr mit einem Auto fahren, in dem ihr nur als Passagier sitzt? Oder steht ihr wie ich lieber auf Handarbeit?

Die teuersten Motorräder der Welt – Harley-Davidson Strap Tank 1908

Diese Maschine war der Startschuß zum Erfolg, den die Jugendfreunde Bill Harley und Arthur Davidson mit ihren Motorrädern hatten. Auch heute noch ist die Marke Harley-Davidson etwas exklusives. Nach einem Prototypen aus dem Jahr 1904 war die „Strap Tank Single“ die erste Maschine der Freunde die im Jahr 1907 in Serie ging. Zugegeben, die Strap Tank erinnert aus heutiger Sicht eher an ein Mofa oder Moped, hat dafür aber auch schon über 100 Jahre auf dem Buckel.

Der Motor der Maschine sollte ausreichend stark sein, um auch das hügelige Gelände rings um die Stadt Milwaukee „bezwingen“ zu können. Dazu war ein stabiler Rahmen und ein möglichst tief sitzender Motor nötig und beides wurde in der Strap Tank umgesetzt. Der Motor produzierte aus ca. 440 ccm immerhin 4 PS. Die ersten Modelle wurden im Jahr 1907 in einem alten Holzschuppen gefertigt, schon ein Jahr später musste man angesichts der Nachfrage diesen Schuppen zweimal erweitern.

bonhams.com

© bonhams.com

Im Jahr 1908 wurden 450 Maschinen hergestellt und zu einem Preis von 210 $ verkauft. Die Maschine auf dem Foto ist ein 100%iger Nachbau, lediglich der Motor war erhalten und konnte überholt werden. Die Maschine ist so original restauriert, dass sie im Jahr 2004 vom Antique Motorcycle Club of America (Amca) mit 99,75 Punkten von 100 möglichen bewertet wurde. Und die Strap Tank war einem Sammler im Jahr 2006 immerhin umgerechnet 255.000 Euro wert.

Von der Strap Tank existieren auch noch unrestaurierte Original-Maschinen. Eine davon, bei AMCA mit 84,50 Punkten bewertet, wurde in diesem Monat zur Versteigerung freigegeben und soll einen Preis zwischen umgerechnet 600.000 und 750.000 Euro erzielen.