Erstmal Feierabend

Blöder Titel, trifft aber den aktuellen Status.

Denn in den vergangenen vier Wochen ging arbeitstechnisch gesehen so richtig der Bär ab. Mein Überstundenkonto wurde mächtig aufgebläht, diverse Geburtstags- und Weihnachtsfeiern an den Wochenenden luden jetzt auch nicht gerade zum ausspannen ein und gelinde gesagt bin ich im Moment ziemlich am Arsch. Da fordert dann wohl das Alter seinen Tribut…

Doch jetzt ist erstmal Urlaub bis zum 8. Januar angesagt und der ist auch bitter nötig, um die Akkus mal wieder aufzuladen. Gut, Weihnachten muss ich noch relativ schadlos überstehen aber auch das dürfte zu schaffen sein. Heiligabend versammelt sich die Familie in der heimischen Kemenate, am 1. Weihnachtstag gehts zum Patenkind samt Erzeugern nach Herne und am 2. Feiertag gibts ein Treffen mit Freunden zum Mittagessen mit anschließendem alkoholischem Ausklang.

Allesamt Termine, auf die ich mich freue obwohl ich mit Weihnachten ja eigentlich relativ wenig anfangen kann. Der allerbeste Termin ist deshalb auch der nächste Mittwoch, da werde ich mir nämlich mit einer der Junioren das Clans Star Wars zu Gemüte führen. Natürlich in 3D, damit der Junior wieder seine Kämpfe mit dem Lichtschwert führen kann…

Und wenn ich Weihnachten überstanden habe, werde ich bis zum Urlaubsende nur noch die Flügel hochlegen und den lieben Herrn Gott einen guten Mann sein lassen. OK Silvester, aber das bekommen wir irgend wie auch noch erledigt. Also erspart euch bitte Anrufe, Nachrichten oder sonstiges, was mich in meiner Ruhephase irgendwie beeinträchtigen könnte. Und natürlich wünsche ich euch, euren Freunden und euren Familien…

P.S. Und nur so zur Vorwarnung für nächste Woche: Silvester schreibt man immer noch mit “i”…

Blog Adventskalender 2017: 14. Söckchen – Allerlei rund um Weihnachten

So, nun bin ich also dran beim diesjährigen Blog Adventskalender. Zum dritten Mal bin ich mittlerweile dabei und somit ist es nun Tradition. An dieser Stelle nochmal einen Dank an Alex für die Planung, die in diesem Jahr ja einer Ochsentour glich.

Heute gibt es ein wenig Statistik, wissenswertes und kurioses rund um die Weihnachtsfeiertage. Fangen wir gleich mal mit dem Weihnachtsbaum an. Am beliebtesten bei uns Deutschen ist die Nordmanntanne und der durchschnittliche deutsche Weihnachtsbaum ist knapp einen Meter siebzig hoch und hat bei dieser Größe beeindruckende 180.000 Nadeln. Übrigens hat die Nordmanntanne nichts mit Wikingern oder Skandinaviern zu tun, benannt wurde sie nach dem finnischen Biologen Alexander von Nordmann.

Das ist wahrscheinlich auch ein Grund, weshalb ich zu Tannenbäumen eher ein gespaltenes Verhältnis habe. Und da die heimische Kemenate nicht mehr von kleineren Kindern bevölkert wird, ist der hauseigene Weihnachtsbaum in diesem Jahr knapp 90 Zentimeter hoch und aus Holz. Mit der Kettensäge wurde er bearbeitet, in Bayern käuflich erworben und ich selbst durfte mein außergewöhnliches Dekorationstalent daran ausleben.

Übrigens entstehen durch die jährliche Weihnachtsbeleuchtung – Advents- und Weihnachtszeit zusammen genommen – bundesweit über 10 Millionen Euro zusätzliche Stromkosten. Und wenn ich mir einige Weihnachtsdekos hier in der Nachbarschaft ansehe, dann dürfte dort der Stromzähler ganz kräftig rattern. Aber wenns gefällt…

Deutschland gilt ja als ein Land der Traditionen. Und eine dieser Traditionen ist sicherlich, das immerhin ein Viertel aller Deutschen am Heiligabend Würstchen mit Kartoffelsalat verputzen. Bei uns hat sich schon seit Jahren selbst kochen durchgesetzt, zumindest wenn man die Brutzelei mit dem Raclette als kochen bezeichnen kann. Aber bisher bin ich immer satt geworden, das ist doch schon ein Erfolg.

Allerdings kann ich mit einer anderen Tradition nie anfreunden, denn der Deutsche braucht in der Vorweihnachtszeit Glühwein. Sage und schreibe 50 Millionen Liter fließen jährlich durch deutsche Kehlen. Ich bevorzuge aber lieber ein Bierchen… Der Alkoholkonsum bei uns steigt übrigens während der Weihnachtszeit um rund 35 %, woran sicherlich auch diverse Weihnachtsfeiern nicht unschuldig sind.

Es muss ja nicht immer Last Christmas sein. An diesem etwas moderneren Weihnachtslied von Wham kommt man ja während der Weihnachtszeit kaum vorbei. Ich bin jetzt nicht gerade textsicher was Weihnachtslieder betrifft aber es gibt auch deutschsprachige Alternativen und an einige davon kann ich mich sogar noch dunkel erinnern. Wer von Last Christmas auch die Schnauze voll hat, der kann sich ja mal in diesem Archiv umhören.

Natürlich dürfen an Weihnachten die Geschenke nicht fehlen. 40 Prozent der Deutschen haben sich einer aktuellen Umfrage zufolge vorgenommen, ihre Einkäufe in den ersten beiden Dezemberwochen abzuarbeiten. In den letzten 14 Tagen vor Weihnachten suchen aber immer noch 25 Prozent nach etwas passendem zum verschenken.

Da Heiligabend in diesem Jahr auf einen Sonntag fällt, mussten allerdings wieder ein paar sehr eifrige die vollkommen überflüssige Diskussion anfeuern, auch an diesem Tag die Geschäfte zu öffnen. Als ob die Beschäftigten im Einzelhandel nicht auch mal froh wären, an diesem Tag nicht zu arbeiten. Glaubt man den Statistikern, werden übrigens durchschnittlich von jedem Bundesbürger knapp 280 Euro in Geschenke investiert.

Übrigens, Weihnachten ist eigentlich Verarsche, denn Jesus wurde überhaupt nicht an Heiligabend geboren. Australische Astronomen haben errechnet, dass das Jesuskind am 17. Juni zur Welt kam. Da war früher bei uns auch mal ein Feiertag, der hatte allerdings mit Weihnachten nichts zu tun. Doch Heiligabend im Sommer hätte doch was…

Ich kenne zwar niemanden dieses Namens, doch in Deutschland wurden bis heute rund 390 Menschen auf den Namen Jesus getauft. Und wer glaubt, das ein weltbekannter Brausehersteller der Erfinder des Weihnachtsmannes ist, der glaubt sicherlich auch noch an den Osterhasen. Nicht Coca Cola, sondern der gebürtige Pfälzer Thomas Nast kreierte im Jahr 1862 den rotgewandeten Herrn mit dem weißen Bart für die Zeitschrift “Harper’s Weekly”.

Zum Weihnachtsmann kann man auch ausgebildet werden. Im USA-Staat Michigan werden schon seit 1937 Weihnachtsmänner ausgebildet und auch hierzulande hat man die Möglichkeit eine Ausbildung zum Weihnachtsmann abzuschließen. Hier bei uns in Köln wird man dementsprechend geschult und erhält sogar ein Diplom. Der Weihnachtsmann hat am Nordpol auch eine eigene Adresse. Sie lautet: Santa Claus Nordpolen, Julemandens Postkontor, DK-3900 Nuuk.

Zum Schluß noch etwas für die Zocker unter uns. Zu Weihnachten findet die größte Lotterie der Welt in Spanien statt. Jedes Jahr kann man dort sage und schreibe über 2 Milliarden Euro gewinnen. Gespielt wird “El Gordo” oder “Die Fette” seit mehr als 200 Jahren. Neben den Hauptgewinnen gibt es auch zahlreiche kleinere Preise, wodurch sich die Gewinnchancen natürlich erhöhen.

Traditionell kaufen sich die Spanier bei der Lotterie oft Zehntel-Lose für 20 Euro oder legen mit Familienmitgliedern, Freunden, Kollegen oder auch ganzen Dörfern zusammen, um ganze Lose für 200 Euro oder auch gleich mehrere Scheine zu kaufen. Wer sich angesprochen fühlt, kann sich ja mal beim Lotto Doktor informieren. Und nein, das ist keine Schleichwerbung!

Den nächsten Beitrag gibt es morgen entweder bei Ecki, bei Nila oder bei der Netzliga. Die bisherigen Beiträge zum Adventskalender habe ich übrigens alle gelesen, war aber wegen ein paar 13-14 Stunden-Tagen und diverser Aktivitäten am Wochenende zu faul zum kommentieren. Nicht böse sein…

Mir bleibt noch, euch und euren Familien schöne Feiertage zu wünschen!

Weihnachten steht vor der Tür

Ich glaub es geht schon wieder los…

Wenn man es genau betrachtet, dann hat es sogar schon länger begonnen. Und ich warte eigentlich nur auf eines der folgenden Jahre, denn da wird mit Sicherheit im September – wenn die ersten Discounter wieder Spekulatius, Lebkuchen und Co. in den Regalen stapeln – auch schon die Weihnachtsdekoration aufgehängt. Habe ich nur das Gefühl oder passiert das wirklich jedes Jahr früher?

In der vergangenen Woche war ich in mehreren Geschäften hier in Traunstein, Bad Reichenhall, Freilassing und Rosenheim und keines – wirklich keines – dieser Geschäfte hatte den Laden noch nicht weihnachtlich dekoriert. Nun, vielleicht geht mir Weihnachten auch deshalb so am Allerwertesten vorbei, denn wenn ich mich quasi 2 Monate auf ein Fest “vorbereite”, dann hab ich auf das eigentliche Fest irgendwie keinen Bock mehr.

Nun, es soll aber auch noch Menschen geben, die sich auf das Fest der Fressorgien Liebe freuen. Ich für meinen Teil habe in den vergangenen Jahren schon fast eine Abneigung gegen Weihnachten entwickelt, wie ich ja auch hier schon häufiger berichtet habe. Gott sei Dank hat sich zumindest das Thema erledigt, an Weihnachten unbedingt auch dem entferntesten Verwandten einen Besuch abstatten zu müssen. In diesem Jahr kommt der engste Kreis Heiligabend in die heimische Kemenate und an den Weihnachtstagen wird Extremcouching betrieben.

Wenn ich daran denke das es in den vergangenen 20 Jahren so gut wie keinen Weihnachtsfeiertag gab, an dem ich nicht irgendwo hin mitgeschleppt wurde, ist mir die diesjährige Regelung doch sehr viel angenehmer. Früher wünschte ich mir teilweise, auf der Stelle zu einem Eskimo zu mutieren und einsam und alleine auf Eisbärenjagd zu sein. Und inständig zu hoffen, das die Eskimos und Eskimösen nicht auch Weihnachten feiern.

Und auf Grund der diversen Weihnachtsdekorationen die ich in diesem Jahr schon gesehen habe, wird auch der häusliche Dekorationswahn auf das allernötigste beschränkt. Denn es reicht vollkommen aus, wenn das weihnachtliche Dekorationszeug am 23. Dezember um kurz vor Mitternacht aufgestellt wird und am 26. Dezember ab Mitternacht auch gleich wieder entsorgt wird.

Ganz ehrlich, ich bin heilfroh wenn Weihnachten und Silvester oder Bagdad reloaded – wie unsere zugewanderten osteuropäischen Mitbürger es bezeichnen – wieder vorbei sind. Der Jahreswechsel ist zwar dekorations- und geschenketechnisch gesehen weit weniger aufwendig und auch schneller wieder vorbei, doch auch darauf könnte ich locker verzichten.

Im vergangenen Jahr lag ich noch vor 24 Uhr in der Koje, weil mir die Feier zum Jahreswechsel so überhaupt nicht zusagte. Und wenn in diesem Jahr um 24 Uhr das mindestens dreistündige Flächenbombardement wieder beginnt, werde ich mich wie immer mal wieder vornehm zurückhalten. Denn die Knallerei kann ich genauso wenig leiden wie Weihnachten. Aber es sei natürlich jedem gegönnt, seine sauer verdiente Kohle in den Nachthimmel zu jagen.

Und nächstes Jahr dekoriert der Einzelhandel dann sicher schon im September, wetten?