Stechmückenalarm im März

nurmalso

Früher war alles besser…

Früher erschien zum Beispiel im Frühjahr das erste Geflügel. Ob nun Bienen, Wespen, Mücken oder die normale Stubenfliege – ab und an erwischte einen so ein Viech, das einem dann einen kleinen Stich versetzte, 2 Liter Blut abzapfte und dann wieder gut gelaunt von dannen flog. Und im Herbst war das gröbste an Viechereien im warmen Zuhause, um nicht beim ersten Frost im Tiefflug zu erfrieren. Aber heute…

Schäferhundgroße Kampfmutanten widerstehen jedem Frost und piesacken einen sogar schon Anfang März. Wahrscheinlich sind die mit Frostschutz gedopt oder wirklich nur mutiert. Naja, Winter konnte man die bisherige Jahreszeit zumindest bei uns im Westen der Republik nicht wirklich nennen. Mich hat doch in der vergangenen Nacht so ein Mistvieh tatsächlich zweimal in die Schulter gestochen, um mir mein kostbares Blut unerlaubterweise anzusaugen. Ich glaub mein Schwein pfeift!

Ich werde mir noch heute im nächstbesten Baumarkt einen Elektrotacker besorgen, den ich mir dann nachts neben das Bett lege. Und sollte sich so eines dieser geflügelten Biester entscheiden mich nachts noch einmal feige anzugreifen, dann gnade ihm Gott! Ich werde es im Anflug mit mindestens 5 meiner eisenhaltigen Speerspitzen durchbohren und seinem Leben den Garaus machen.

Und dann hänge ich sie zur Abschreckung für eventuelle Nachahmungstäter an der Schlafzimmerlampe an den Eiern auf. Seht euch also bloß vor, ihr Stechmonster!

Das tapfere Schneiderlein

daumenHabe ich nur das Gefühl…

…oder flattern in diesem Sommer mindestens hundertmal mehr Wespen durch die Lüfte als im vergangenen Jahr? Lieber Himmel, man kann ja fast nirgendwo mehr in Ruhe sitzen, ohne dass man gleich von diesen Plagegeistern eingekesselt wird. Letztens bei einer Gartenparty bei freunden, da wummerten die Wespen nicht nur in Bataillionsstärke herum, da wurden auch gleich vier Personen gestochen.

Am Sonntag lecker mit dem Weibchen draußen gefrühstückt, während um uns herum auch gleich ein paar der Plagegeister schwirrten. Das Weibchen reagierte gleich panisch, ich konzentrierte mich zuerst einmal auf mein Frühstück, während ich die Viecher nicht aus den Augen ließ. Zwei mussten leider dran glauben, eine ertränkte sich vorsichtshalber gleich in meinem Orangensaft.

Bis jetzt dachte ich eigentlich immer, dass Wespen ähnlich wie Bienen eher an süße Sachen wie Marmelade oder Saft gehen. Aber weit gefehlt, sie labten sich an Wurst und Käse genauso wie am Fleischsalat. Scheinbar eine Mutanten-Art, die es eher auf leckeres abgesehen hatte. Nun ja, wer bei mir ungefragt mitfuttern möchte, der muss zwangsweise damit klar kommen auch beim Essen erschlagen zu werden.

Denn wenn einer an meinem Fütterchen nascht, der hat schlechte Karten. Der hat sozusagen das “V” wie verloren schon auf der Wespen-Stirn eingetackert. Da kenne ich keine Gnade! Und gestern habe ich mir dann noch ein elektrisches Hilfsmittel zugelegt, einen Tennisschläger. Natürlich kein normales Racket, eher eine Miniatur-Ausgabe. Die hat es allerdings in sich.

tennisschläger

Denn zwei AA-Batterien mit je 1,5 Volt erzeugen einen netten Stromschlag auf dem Metallgitter, übrigens nicht nur bei Geflügel, auch bei Menschen. Wie das Weibchen gestern gleich erfahren durfte… Und meine Freihand-Vorhand erlegte alleine gestern Abend gleich 7 Flatterviecher. 5 Wespen, eine Fliege und später noch eine Mücke. Gut, die Fangquote macht mich jetzt nicht gleich zum tapferen Schneiderlein. Verschafft uns aber Ruhe wenn wir abends noch draußen sitzen…