Vielen Dank für die Glückwünsche

Es ist ja immer so etwas wenn man Geburtstag hat. Früher, als Nachrichten noch mit der Buschtrommel weitergegeben wurden, da war so ein Geburtstag ganz easy. Gratulationen gab es von Familie, Kollegen und engeren Freunden und fertig war die Laube. Heutzutage sieht das allerdings etwas anders aus…

Denn seit Social Media kann so ein Geburtstag fast schon stressig werden. An meinem letzten Tag im Allgäu war zumindest mein Smartphone-Akku fast geplättet, als ich am späten Nachmittag wieder im Hotel ankam. Zirka 20 Gratulanten meldeten sich per Telefon, per WhatsApp ging mehr als das doppelte an Gratulationen ein und auch der gute alte Facebook-Messenger rappelte einige Male zwecks Benachrichtigung.

Zweimal gabs Glückwünsche ganz Old School per SMS und bei Facebook verlor man fast schon den Überblick. Zwar habe ich nicht die üblichen Likes verteilt, doch gelesen habe ich alles, selbst die kleinen Unverschämtheiten über die ich mit einigen mal dringend reden muss…

Doch euch allen sei gesagt: Ich habe mich sehr über eure Glückwünsche gefreut, herzlichen Dank!

Ich werde nie mehr lecken!

nurmalso

Hallo, wer denkt da denn gleich schlimmes? Allerdings bin ich fest davon überzeugt, dass einige bei dem Titel schon wieder Unanständiges im Kopf haben. Allerdings meine ich etwas ganz anderes damit…

Denn gestern Abend habe ich einen folgenschweren Fehler begangen und mir so zu einem einschneidenden Erlebnis verholfen. Einem schmerzlichen Erlebnis. Sogar Blut ist geflossen, ziemlich viel Blut sogar. Genau genommen wundere ich mich dass ich noch Blut in mir habe. Das ich überhaupt noch lebe…

Nach dem abendlichen Fütterchen wollte ich eigentlich nur noch schnell einen Brief schreiben. Für die jüngeren unter euch: So etwas ähnliches wie Email oder WhatsApp, nur eben auf echtem Papier. Naja, manchmal muss man eben noch auf diese schon fast altertümliche Korrespondenz zurückgreifen, denn es gibt auch Leute denen das Internet am Arsch vorbei geht. Aber das nur nebenbei…

Das mit dem Brief schreiben hat auch geklappt, auch das falten war kein Problem. Das Malheur ereignete sich beim zukleben des Briefumschlags, denn da habe ich es tatsächlich geschafft, mir die Zunge einzukerben. Genügt hat dazu eine ungeschickte Bewegung bei gleichzeitiger Ablenkung durch einen Blick aufs Laptop. Vielleicht hat der Hersteller des Briefumschlags dessen Rand auch mit Absicht so gefertigt, um soviel Blödheit direkt zu bestrafen. Keine Ahnung, aber auf jeden Fall gelungen!

Ich möchte jetzt auch überhaupt nicht auf die geschätzten 4,2 Liter Blutverlust eingehen, jeder der schon einmal ähnlich doof agiert hat wird das ja kennen. Auf jeden Fall war mir bisher nicht bekannt, dass in so einer verhältnismäßig kleinen Zunge so viel Blut enthalten ist. Vorsichtshalber habe ich dann den Mund nicht weiter geöffnet, um das Hotelzimmer nicht auch noch zu überfluten.

Als dann einige Zeit später nichts mehr tröpfelte, habe ich mir die Schwere der Verletzung mal im Spiegel angesehen. Mit Fug und recht kann ich behaupten, dass dieser mindestens 2 (in Worten: zwei!!) Millimeter lange Schnitt manch anderen gleich das Leben gekostet hätte. Nur meine fantastische körperliche Konstitution hat mich da vor schlimmeren bewahrt. Jeder andere wäre wahrscheinlich verblutet oder am anschließenden Schock verblichen.

Den nächsten Briefumschlag lasse ich aber vorsichtshalber von einem Ein-Euro-Jobber zukleben. Sicher ist sicher…. Und außerdem schmeckt diese Gummierung sowieso absolut bääääh!

Netter Dialog

daumen

Ich hasse ja SMS. Für WhatsApp-Jünger: Das waren die Nachrichten, die man vor WhatsApp schrieb. Oder auch nicht. Das Weibchen beehrt mich von Zeit zu Zeit mal wieder mit einer SMS und meistens rufe ich es anschließend an, um ihr meine Antwort mitzuteilen. Außer gestern…

Für den Fall der Fälle habe ich mir ein paar Textbausteine gebunkert und alles was nicht mit diesen Textbausteinen beantwortet werden kann bleibt meistens auch unbeantwortet. Und so entspann sich gestern Abend folgender Dialog:

Wir haben für den Xten Xten eine Einladung.
Schön.
Bist du dann wieder zu Hause?
Voraussichtlich.
Wann kommst du denn?
Irgendwann abends.
Und wann sollen wir dann fahren?
Irgendwann abends.
Haaaaaaans!
Ja
Wann haben die 3 Weisen den Stern gesehen?
Irgendwann abends.

Danach rief sie dann an, ganz Old School…