Friseurtermin vor dem Lockdown

Reisszwecken

So ein Friseurtermin gehört ja nicht gerade zu meinen Lieblingsbeschäftigungen.

Im Normalfall neige ich dazu, erstmal alles wachsen zu lassen bis der Helm fast nicht mehr passt. Ich kann nicht leiden wenn mir jemand in die Haare fasst und so ein(e) Friseur(in) – die Genderformulierung spare ich mir mal, das ist affig) muss das nun mal, sonst wirds mit der Friese schwierig. Nach 5 Minuten auf dem Stuhl werde ich in der Regel schon unruhig, die Friseurin des Vertrauens weiß das und beeilt sich so gut es geht.

Im Regelfall läuft bei mir so ein Termin folgendermaßen ab: Termin gemacht, Haarewaschen daheim, mit dem Auto den einen Kilometer bis zum Haare lassen, alles über sich ergehen lassen, kein Fön oder sonstige „Spezialbehandlungen“, bezahlen und raus. Naja, gestern gabs schonmal ein Problem bezüglich Termin, einfach kommen und warten. „Das kann aber etwas dauern…“ wurde mir dann gleich mal der Zahn gezogen.

Und das es dauern könnte sah ich dann schon bei meiner Ankunft, denn da warteten die Leute schon vor der Tür. Ich bin dann erstmal reingestiefelt und auf meine Frage, wie lange es denn dauern könnte, bekam ich zur Antwort: „Du kommst auf jeden Fall noch dran, wir haben heute und Dienstag bis 22 Uhr offen.“ Wir hatten 16 Uhr 15, ich zählte mal locker durch und kam zum Ergebnis, das ich frühestens um 18 Uhr die Matte los werden würde. Um die Wartezeit zu versüßen bekam ich aber nochn Käffchen mit auf den Weg, immerhin.

Immer wenn drinnen wieder jemand fertig bearbeitet wurde, durfte von draußen wieder jemand hinein. Und so kam ich gegen kurz nach 17 Uhr schon einmal an einen Sitzplatz. Dort nochn bisschen am Handy rumgespielt und meine Rechnung ging dann fast perfekt auf, Um 17 Uhr 51 wurde ich aufs Stühlchen gebeten. Und dem Herrn Gott sei Dank sogar von der Friseurin des Vertrauens, die meine Macken nun schon lange kennt und keine Einweisung benötigt.

Um kurz nach 18 Uhr war dann der längste Friseurbesuch meines Lebens fast beendet. Bezahlt, für den Kaffee bedankt, schöne Feiertage gewünscht und raus aus der Hütte. Und jetzt kann der Lockdown von mir aus auch 3 Monate dauern, vorher bekommt mich sowieso niemand mehr zum Friseur.

2 Kommentare zu „Friseurtermin vor dem Lockdown“

  1. Oje, da sträuben sich mir ja jetzt irgendwie doch die Haare, aber okay, ich will jetzt nicht auf Moralapostel machen, immerhin war es noch erlaubt und wenn alle Hygieneregeln eingehalten wurden, dann sollte das Ansteckungsrisiko relativ gering sein.

    Persönlich war ich dieses Jahr gar nicht beim Friseur. Ich war da irgendwie im März zu spät und wollte auch nicht unbedingt und habe mir dann eine Haarschneidemaschine gekauft und auf 9 mm gestellt und ja, das wird wohl Ende Dezember noch einmal passieren und dann schauen wir Mal, ob es nächstes Jahr wieder eine vernünftige Friseur gibt.

    1. Die haben schon gut die geltenden regeln eingehalten, im Normalfall hätten auch alle drinnen Sitzplätze gehabt.
      9mm, so kurz hab ich die Haare das letzte Mal bei der Geburt gehabt. https://quetschkommo.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_wink.gifWobei sie mit dem Alter zunehmend kürzer werden…

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