Motorräder

Hier werden Links, Fotos und Geschichten zu meinem liebsten Hobby veröffentlicht.

Die neue im Fuhrpark: BMW R1100 GS

Wie ich schon berichtet habe, bin ich bei meiner Suche nach dem passenden Lastesel für meine geplante Mongolei-Tour fündig geworden. Heute morgen habe ich mir die BMW R1100GS dann mal live und in Farbe angesehen. Die Gummikuh ist zwar schon 26 Jahre alt, allerdings sieht man sie ihr nicht an. Zudem hat sie gerade mal knapp über 57000 km auf der Uhr, da ist die BMW gerade mal richtig eingefahren.

Natürlich müssen an dem Schätzchen noch einige Modifikationen vorgenommen werden, aber ich habe ja auch noch 3 Jahre Zeit. Das gute Stück ist sehr ordentlich und nachweislich gepflegt worden, stand jedes Jahr mindestens einmal zur Inspektion in der Werkstatt, auch wenn es laut Wartungsplan eigentlich nicht notwendig gewesen wäre. Bernd, der Erst/Vorbesitzer, bringt mir die BMW wahrscheinlich nächste Woche – einen genauen Termin müssen wir noch absprechen – per Hänger bis zur Garage, in der ich jetzt erstmal etwas Platz schaffen muss…

Wahrscheinlich werde ich das neue Gefährt in diesem Jahr nicht mehr anmelden und mich statt dessen schon mal mit der Technik vertraut machen. Denn auf so einer langen Fahrt kann ja immer mal etwas kaputt gehen oder nicht so funktionieren wie es soll, da muss man sich also nach Möglichkeit auch mal selbst helfen können. Im nächsten Jahr werde ich dann sicher die ein oder andere Tour mit der Neuen fahren, um mich mal wieder an eine BMW zu gewöhnen. Meine letzte Gummikuh hatte ich nämlich vor 30 Jahren unterm Hintern.

Für 2023 sind dann An – und Umbauten geplant, Zusatzkanister für Wasser und Benzin, Sturzbügel, Zusatzscheinwerfer, Navigations – und Handyhalterungen, zusätzliche Befestigungen für Gepäck und Ersatzteile und, und, und… So zumindest der Plan. Und wenn alles fertig ist, werde ich mich dann ein paarmal mit dem vollgepackten Schiff auf die Straße trauen, um mich an das Fahrverhalten zu gewöhnen. Und mit Sicherheit gehts dann auch mal ins Gelände, denn die Straßen in Richtung Osten sind nicht alle geteert.

Herzlich willkommen im Club, liebe Gummikuh…

370 Kilometer mit der Diva

Nachdem ich in der vergangenen Wochen bis auf eine Ausnahme nur mit der Schrankwand getourt bin, habe ich am Samstag mal wieder die Diva gesattelt. Eigentlich wollte ich nur eine kurze Tour durch den Westerwald machen, weil der Himmel zumindest am Vormittag nicht allzu vertrauenerweckend aussah. Aber wie so oft kommt es erstens anders und zweitens als man denkt.

Die ersten Kilometer kam ich mir allerdings vor wie ein Fahranfänger. Eine komplett andere Sitzposition und grob gerechnet 200 Kilogramm Masse weniger unter den Arschbacken, da denkst du du würdest ein Kindermotorrad fahren. Aber nach ein paar Kilometern und den ersten flotteren Kurven gibt sich das wieder und Spaß macht es ja so oder so.

Also bin ich dann wie geplant erstmal durch den Rhein-Sieg-Kreis in den Westerwald gefahren und kurz vor Hachenburg wurde es dann ziemlich schwarz am Himmel. Ich hab mich dann vorsichtshalber mal unter eine stillgelegte Tankstelle verdrückt und kurz danach ging dann für 10 Minuten der Himmel auf. Man könnte auch sagen es hat geschüttet wie aus Kübeln aber Gott sei Dank nur kurz.

Ich hab mir dann noch ein Zigarettchen gegönnt, als ich dann feuchten „Besuch“ bekam und wie der Zufall es wollte kannte ich den Besucher. Klaus und ich wohnen knappe 100 Meter auseinander und man trifft sich mit dem Moped im Westerwald. Naja, nach kurzer Trockenlegungsphase seinerseits und Mutmaßungen zur Wetterentwicklung meinerseits beschlossen wir, den Tag noch gemeinsam zu nutzen.

Wir sind dann durchs Sayntal in Richtung Koblenz gefahren, von dort aus an der Mosel entlang nach Cochem, wo wir mit Sonnenschein und 25° empfangen wurden. Nach einer kurzen Eis-Pause gings dann weiter über kleine Nebenstrecken durch den Hunsrück und die Eifel zum Nürburgring und abschließend durch das Ahrtal wieder in Richtung Heimat.

Am späten Nachmittag hatte die Diva weitere 370 Kilometer auf der Uhr und der Tank war ziemlich leer. Es hat wieder richtig Laune gemacht und die Diva lief wie gewohnt ohne Probleme. Am kommenden Wochenende werde ich dann die Goldwing so langsam aber sicher mal urlaubsfertig machen, alles mal durchsehen und ihr noch einen Ölwechsel spendieren. Aber wenn der Wettergott Mitspielt, ist sicher auch noch ein kleiner Ausflug drin…

Wetterschutz auf der Goldwing

goldwing

Am Samstag sind wir mit 5 Maschinen eine wirklich schöne Tour durch die Eifel gefahren.

Da der Wetterbericht für Sonntag ja nicht so prickelnd aussah, haben wir uns am Samstagmorgen getroffen und uns in Richtung Eifel aufgemacht. Und obwohl ich schon unzählige Male dort unterwegs war, entdeckt man fast bei jeder Tour wieder Strecken, die man vorher noch nicht kannte. Weshalb mir Touren durch die Eifel auch immer wieder aufs neue Spaß machen.

Nach einem kurzen Kaffeepäuschen am Nurburgring haben wir uns dann bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen auf den Weg in die Vulkaneifel gemacht. Viele kleine Abstecher über kleinere Straßen und kleine Dörfer führten uns dann nach Gillenfeld ans Pulvermaar, übrigens mit 74 Metern das tiefste Maar der Eifel. Wer Lust hat kann dort auch schwimmen oder Boot fahren, wir haben allerdings nur noch eine Verpflegungspause eingelegt, während unsere 5 Schrankwände als Fotomotiv herhalten mussten.

Grafik © eifel.info

Um 16 Uhr haben wir uns dann wieder auf den Weg nach Köln gemacht und als wir in Meckenheim auf die Autobahn gefahren sind, da wurde auch der Himmel kohlrabenschwarz. Und natürlich haben wir nicht angehalten, denn jetzt konnten die Goldwings mal beweisen, ob ihr Wetterschutz wirklich so gut ist wie vermutet. Nun, ich kann es vorweg nehmen: Er ist es. Außer ein paar Regentropfen am Visier habe ich kein bisschen abbekommen, obwohl es ganz nett geschüttet hat. Als wir dann wieder hier in Porz von der Autobahn gefahren sind, hörte auch der Regen wieder auf.

Vorsichtshalber haben wir uns alle direkt auf den Weg in die heimischen Garagen gemacht und gerade als ich meine Schrankwand dort abgestellt hatte, folgte der Dauerregen bis in die Nacht. Gut, einen Nachteil musste diese Regenfahrt über knapp 15 Kilometer natürlich auch haben, denn die Schrankwand muss jetzt geputzt werden. Und poliert… Mir graut es jetzt schon, denn das wird wieder eine Aufgabe für einen kompletten Tag.