Motorräder

Hier werden Links, Fotos und Geschichten zu meinem liebsten Hobby veröffentlicht.

Die teuersten Motorräder der Welt – Die Honda RC164 Racer

Diese Honda hatte mal einen Weltmeister im Sattel…

Der Name Jim Redman wird den meisten nichts sagen, außer vielleicht Rennsport-Interessierten. „Gentleman Jim“ fuhr in seiner gesamten Rennsportkarriere ausschließlich für die Marke Honda, gewann immerhin 45 Grand-Prix-Rennen, er wurde insgesamt sechsmal Weltmeister in den Klassen 250 und 350 ccm und gehört damit immer noch zu den erfolgreichsten Rennfahrern der Welt. Auch heute noch ist er im mittlerweile gesegneten Alter von 85 Jahren noch auf Veteranenrennen zu anzutreffen.

© bonhams.com
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Mit der Honda RC164, wobei die letzten zwei Zahlen das Baujahr der Maschine darstellen, holte Redman im Jahr 1964 seinen fünften von sechs Weltmeistertiteln und Redman selbst bezeichnete die RC164 als die beste Maschine, die er je gefahren habe. Die Motoren hielten allerdings selten länger als ein Rennen, bei Werten von fast 20.000 Umdrehungen allerdings auch kein Wunder.

Die Maschine wurde komplett restauriert und ist auch heute noch fahrtüchtig. Der Reihen-Vierzylinder steht beim Auktionshaus Bonhams zur Versteigerung. Allerdings muss man für die RC164 etwas Kleingeld übrig haben, denn ihr Wert wurde zwischen 480.000 und 540.000 Euro taxiert. Die RC164 wird übrigens gerne als Großmutter der Honda CB750 Four bezeichnet, die im Jahr 1969 in Serie ging und heute Kult ist.

Die teuersten Motorräder der Welt – Die Winchester 6 HP

Normalerweise verbindet man den Namen Winchester eher mit Schußwaffen.

Doch diese Winchester ist etwas ganz besonderes. Sie sieht aus wie neu, ist aber 104 Jahre alt. Und anders als seine berühmten Verwandten aus dem Schußwaffenbereich ist dieses Stückchen amerikanischer Technik sehr wertvoll. Die Winchester 6 HP wurde nämlich im vergangenen Jahr für 580.000 US-Dollar versteigert und gilt somit nach dem Captain America-Chopper, über den ich ja auch vor kurzem berichtet habe, als das zweit-teuerste Motorrad der Welt.

© gizmag.com
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Die Winchester wurde im Auftrag des Waffenherstellers von der Edwin F. Merry Company in San Francisco, Kalifornien gebaut und zwar in einer kleinen Auflage von 200 Modellen. Versehen mit dem Winchester-Patent wurden in den Jahren 1909 – 1911 diese Maschinen gefertigt. Das versteigerte Modell ist eines von zwei noch existierender Modelle. Es ist aus dem Jahr 1910 und befindet sich fast komplett noch im Originalzustand. Die zweite Maschine ist noch ein Jahr älter und erzielte bei einer früheren Auktion einen Preis von 520.000 US-Dollar.

Der teure Oldtimer wird von einem Einzylindermotor mit sechs PS angetrieben. Es verfügt über eine batteriebetriebene Zündanlage und einen direkten Riemenantrieb. Abgesehen davon wurde die Winchester wie damals üblich auch mit Teilen anderer Hersteller bestückt und sieht nach heutigen Gesichtspunkten eher einem voluminösen Fahrrad ähnlich.

Diese Reihe wird in unregelmäßigen Abständen ständig erweitert und in der Kategorie Motorräder abgelegt.

Captain America-Chopper aus Easy Rider könnte das teuerste Motorrad der Welt werden

Easy Rider, ein Film aus meiner Generation…

Den jüngeren wird dieser Titel nichts sagen, aber Easy Rider war/ist Kult. Zwei etwas abgedrehte Biker, gespielt von Dennis Hopper und Peter Fonda, cruisen mal eben quer durch die Vereinigten Staaten von Los Angeles nach New Orleans. In seiner ersten größeren Rolle wurde in dem Film übrigens noch jemand weltbekannt, nämlich Jack Nickolson. Und mehr noch als der Film machte ein Motorrad Geschichte, nämlich der Captain America-Chopper von Peter Fonda.

Unzählige Male wurde die Panhead-Harley kopiert und war Vorbild für nachfolgende Chopper. Die im Film eingesetzte Harley war ursprünglich ein Polizeimotorrad, bevor die Panhead für ihre „Filmrolle“ radikal modifiziert wurde. Man geht davon aus, dass für die Dreharbeiten drei dieser Chopper hergestellt wurden, doch eine wurde geschrottet und die zweite wurde nach Beendigung der Dreharbeiten gestohlen.

© Wikipedia
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Easy Rider war eigentlich – verglichen mit heutigen Filmen – ein Low-Budget-Movie, der eher unverhofft Anfang der siebziger Jahre 60 Millionen US-Dollar einspielte und mit den Jahren Kult wurde. Die Amis erlebten gerade ihr Vietnam-Waterloo, im Film wurde gekifft und die Songs aus dem Film erreichten als LP immerhin Platz 6 der Billboard-Charts. Und im Film waren unter anderem The Byrds und ein gewisser Jimi Hendrix zu hören und zumindest „Born to be wild“ von Steppenwolf dürfte auch der jüngeren Generation noch etwas sagen.

An diesem Wochenende wird der wahrscheinlich letzte verbliebene Captain America Chopper versteigert. Erwartet wird ein Erlös zwischen 1 und 1,2 Millionen US-Dollar, womit die Panhead-Harley zum wertvollsten straßentauglichen Motorrad der Welt würde. Ein stolzer Preis für einen amerikanischen Eisenhaufen… Bisher hält diesen Titel übrigens eine Winchester aus dem Jahr 1910, die vor knapp einem Jahr für 580.000 US-Dollar verkauft wurde.