Persönlich

Privates, manchmal ernst, manchmal heiter. Aber auch kritisches wird in dieser Rubrik geäussert.

Diskussionen zwischen Mann und Frau

daumenAls Mann hat man es nicht immer leicht…

Denn Männlein und Weiblein sind von Natur aus nicht dazu geschaffen zusammen zu leben. Und da entstehen naturgemäß auch schon einmal Reibungspunkte. Schon in der Steinzeit gab es Konflikte zwischen Neandertaler-Männlein und Neandertaler-Weiblein, doch während das Männlein aufkommende Konflikte mangels ausreichender Kommunikationsfähigkeit oft schnell und einfach mit einem leichten Schlag mit der Keule beendete, lernte der moderne Mann mit zunehmender Evolution auch weniger schmerzhafte Methoden der Konfliktbekämpfung.

Heutzutage diskutiert Mann eventuelle Probleme oder Mißverständnisse mit dem Weibchen aus. Das fällt dem Mann nicht immer leicht und wer schon einmal eine Diskussion mit einem Weibchen hatte, der wird verstehen was ich meine. Denn eigentlich steht Mann beim Thema Diskussion von vorne herein auf verlorenem Posten, denn Frau hat mit den Jahrtausenden raffinierte Techniken entwickelt, Mann bei so etwas immer als Deppen dastehen zu lassen. Ob er nun Recht hatte oder auch einmal nicht…

Deshalb geht Mann einigen Diskussionen auch lieber aus dem Weg, in dem er plötzlich noch etwas dringendes zu erledigen hat oder ganz einfach nur die Flucht in die nächstgelegene Kneipe sucht, wo er mit Leidensgenossen mal ganz ohne Diskussionen einen trinken kann. Mann ist da nämlich eher einfach gestrickt, Probleme sind seit je her auch eher etwas für Weibchen. Denkt Mann und bestellt sich noch ein Glas…

Frauen hingegen diskutieren für ihr Leben gern. Bei ernsteren Themen neigt Mann sogar manchmal dazu, auch einmal zuzuhören. Ist das Thema hingegen weniger interessant oder gar wichtig, ignoriert Mann einfach das gehörte. Natürlich unbewusst… Frauen diskutieren nämlich über alles, sei es nun ihr Umfeld, die beste Freundin, das Fernsehprogramm und speziell sogar über einzelne Sendeformate.

Mann hat aber im Laufe der Evolution auch einige Abwehrtechniken entwickelt und da Mann nicht im geringsten interessiert, wer nun welche Castingshow gewonnen hat, wer beim Klamotten kaufen Geschmack bewiesen oder beim Wett-Kochen siegreich war, äußert er dies – um mögliche langatmige Diskussionen zu vermeiden – auch schon einmal kurz und schmerzlos. Ich bevorzuge häufig ein einfaches „Toll“ und wenn das Weibchen sich damit nicht zufrieden gibt rutscht mir bisweilen auch schon einmal ein etwas ausgedehnteres „Lass mich doch mit dem Mist in Ruhe“ heraus.

Diskussion quasi im Keim erstickt…

Jede Menge Vorschußlorbeeren

schützen

Morgen gehts ab nach Kerkrade…

Dort findet am Wochenende das Bundesschützenfest statt, übrigens nach dem Bundesköniginnentag im Jahr 2006 zum zweiten mal auf holländischem Boden. Ausrichter sind die St. Hubertus Schützen Haanrade und als amtierender Bezirkskönig des Bezirksverbands Porz bin ich dort startberechtigt. Die Flinte ist geputzt, auf das Training habe ich allerdings – wie schon vor dem Bezirkskönigschießen – aus Zeit- und Motivationsgründen wieder verzichtet. Naja, wo an einem Gewehr vorne und hinten ist weiß ich aber noch…

Und scheinbar setzen doch einige Leute hohe Erwartungen in mich. Nicht das mich das jetzt nervös machen würde, im Gegenteil. So etwas motiviert mich eigentlich nur. Allerdings haben ein Bundeskönig und seine 6 Diözesankönige aus den Diözesen Paderborn, Münster, Trier, Aachen, Essen und Köln auch eine ganze Menge Termine zu absolvieren. Und da hakt es dann bei mir, denn schließlich habe ich ja auch noch einen Beruf, der teilweise sehr zeitintensiv ist.

Am vergangenen Wochenende – während des Schützenfestes im Nachbarortsteil – kamen schon eine ganze Menge Leute zu mir und wünschten mir Glück. Auch Im Social Network gab es auch reichlich gute Wünsche für das kommende Wochenende. An dieser Stelle herzlichen Dank dafür. Aber bei knapp über 100 Teilnehmern schätze ich die Chance „eine Kette abzustauben“ für mich persönlich sowieso eher gering ein. Denn da werden schon einige „Kaliber“ am Start sein…

Deshalb gehe ich eher mit der Einstellung „Dabei sein ist alles“ in den Wettkampf. Denn alleine die Chance auf die Teilnahme erhält man als aktiver Schütze nicht allzu oft im Leben. In diesem Sinne, locker bleiben und lächeln. Auch wenn ich vielleicht die Erwartungen einiger sicher nicht erfüllen werde. Womit ich allerdings prima leben kann…

Hans

Auch mal Rückgrat zeigen und seine Meinung vertreten

papierSagt ihr auch zu allem Ja und Amen?

Es gibt erstaunlicherweise viele, die scheinbar keine eigene Meinung haben. Oder die diese Meinung aus Angst oder sonstigen Motiven zurückhalten. Nicht nur im Privatleben, auch im Beruf erlebe ich das sehr oft. Und ich hasse es! Es gibt für mich nichts schlimmeres als Kopfnicker – so bezeichne ich diese Klientel – die mit ihrer ehrlichen Meinung zumindest öffentlich sehr sparsam umgehen. Und womöglich nachher hinten herum austeilen…

Aber muss man denn seine Meinung unterdrücken, nur um eine eventuelle Diskussion oder sogar ernsthaftere Probleme zu vermeiden? Gut, es gibt sicherlich Situationen wo es besser ist, „einfach mal das Maul zu halten.“ Es gibt auch Situationen wo man es quasi aus Mitgefühl vermeidet, seine ehrliche Meinung zu sagen. Allerdings halte ich mich nur bedingt daran, da verbrenne ich mir durchaus gerne auch mal den Mund. Was raus muss muss raus…

Denn seine Meinung zu vertreten bedeutet für mich Rückgrat zu zeigen. Auch wenn es Ärger nach sich zieht sage ich lieber was ich denke, als eventuell mit einem Problem schlafen zu gehen oder sogar wochenlang darüber zu grübeln. Das ist für viele nicht angenehm, ich kann aber sehr gut damit leben. Oder wie ich es formuliere: „Ein ehrliches „Arschloch“ ins Gesicht gesagt klärt die Fronten.“

Ich kenne viele die aus Angst um ihren Job zum Duckmäuser werden. Bloß nicht auffallen und erst recht keinen Aufstand machen, wenn unbequemes angesprochen wird. Da muss natürlich jeder für sich abwägen, ob ihm sein Job oder sein Selbstwertgefühl wichtiger ist. Ich bin in dieser Beziehung schmerzfrei und ich lasse mich erst recht nicht verbiegen. Vor langen Jahren habe ich durch diese Einstellung auch schon einmal einen Arbeitsplatz verloren.

Ich hätte es mir damals sicher einfach machen können und wäre den vorgegebenen Weg mitgegangen. Aber wenn ich schon etwas „verkaufen“ soll, dann muss ich auch davon überzeugt sein. Und das war ich zum damaligen Zeit nicht, übrigens nicht die falsche Meinung wie sich später heraus stellte. Denn die Firma ging 2 Jahre nach meinem Weggang damit baden und heute existiert diese Abteilung überhaupt nicht mehr. In sofern habe ich noch Glück gehabt…

Um das klarzustellen, ich hasse Besserwisserei. Ich muss auch nicht zwangsläufig die richtige Meinung haben, wichtig ist alleine, dass man seine Meinung äußert und vertritt. Ich lasse mich auch gerne eines besseren belehren, damit habe ich keine Probleme. Aber ich habe es schon sehr oft erlebt, dass sowohl im Betrieb, als auch im Verein oder im Freundeskreis nach gewissen Entscheidungen hinten herum gequatscht und Kritik geäußert wurde. Als es aber bei den entsprechenden Meetings, Versammlungen und Besprechungen aber darum ging seine Meinung zu äußern, da war man mucksmäuschenstill.

Und seine Meinung zu haben und zu äußern, bedeutet für mich nicht zuletzt Rückgrat zu beweisen. Sicher gibt es auch viele Grenzfälle wo man sich besser mal zurück hält. Aber mir fällt das nicht immer leicht, wobei ich mich jetzt nicht gerade als Querulanten bezeichnen würde. Mich würde einmal brennend interessieren, wie das bei euch so abgeht. Seid ihr eher zurückhaltend darin eure Meinung zu äußern oder habt ihr damit gar kein Problem?

Wobei Mit-Blogger da wohl auch die falschen Ansprechpartner sind. Denn die Kommentarfunktion eines Blogs ist schließlich dafür da, seine Meinung zu äußern. Auch wenn man das mit dem Real Life schlecht vergleichen kann, denn hier bekommen es die Menschen denen man nahe steht nur in den seltensten Fällen auch mit. Also, wir sind quasi unter uns…