Sport

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1. FC Köln – Soll erfüllt, kommt jetzt noch das Sahnehäubchen?

effzeh

Nachdem glücklichen Heimsieg gegen Mainz 05 hat der Lieblingsclub nun 43 Punkte auf der Habenseite und bewegt sich mit dem 8. Platz im einstelligen Bereich der Tabelle. Nach dem gerade noch so verhinderten Abstieg in der Vorsaison ein sehr erfreuliches Ergebnis, mit dem man zu diesem Zeitpunkt nicht unbedingt rechnen konnte. Auch in der kommenden Saison spielt man in der 1. Bundesliga, soviel ist schon mal sicher.

Aber es stehen auch noch 5 Spiele auf dem Spielplan, sprich es sind noch 15 Punkte zu vergeben. Die Mannschaft könnte sogar einen neuen Vereinsrekord aufstellen, denn seit Einführung der 3-Punkte-Regelung konnten noch nie 50 Punkte erreicht werden, ein Ziel dass in dieser Saison nicht unrealistisch erscheint. Denn wenn man auch weiterhin so in der Spur bleibt, dürfte in den restlichen Spielen gegen Mönchengladbach, Bielefeld, Augsburg, Wolfsburg und Stuttgart noch zählbares zu verbuchen sein.

Das wichtigere – wenn auch hochgesteckte – Ziel sollte aber sein, eventuell noch in einen europäischen Wettbewerb zu gelangen. Seit der gestrigen Niederlage von Hoffenheim In Leipzig erscheint dieses Ziel nicht utopisch, denn der Rückstand auf den erforderlichen 6. Platz beträgt nur einen einzigen Punkt. Ich drücke dem Team um Trainer Baumgart dazu natürlich alle zur Verfügung stehenden Daumen und bin gespannt, ob man die Saison 21/22 zu den erfolgreicheren in diesem Jahrhundert zählen kann.

Schöne Momentaufnahme

Es ist zwar wahrscheinlich nur eine schöne Momentaufnahme, die eventuell schon nach dem nächsten Auswärtsspiel am kommenden Freitag in Leipzig wieder Geschichte sein wird, doch ich könnte mich an den Anblick gewöhnen. Und obwohl noch 13 Spieltage in der 1. Bundesliga gespielt werden müssen, braucht man wohl in dieser Saison als FC-Fan nicht zu zittern. Äußerst erfreulich!

Winterolympiade und Fußball-WM – Ohne mich!

nurmalso

Gleich zwei sportliche Großereignisse stehen in diesem Jahr auf dem Kalender.

In Peking werden am 04. Februar die 24. Olympischen Winterspiele eröffnet und in Katar wird am 21. November die 22. Endrunde der Fußball-Weltmeisterschaft angepfiffen. Beide Veranstaltungen sind für die teilnehmenden Sportler sicher Highlights ihrer Karriere, doch beide Veranstaltungen werden auch sehr kritisch betrachtet.

Bei den Olympischen Winterspielen in Peking drohen nicht nur wegen Corona eher eingeschränkte Wettbewerbe. Im Vorfeld wurden der autoritären Regierung Menschenrechtsverletzungen angelastet und ausländische Journalisten klagen über massive Behinderungen ihrer Arbeit durch Drohungen und Zutrittsverbote. Die Sportstätten werden hermetisch abgesperrt, ein Kontakt zu den Athleten nicht möglich. Fraglich ob sich dies während der Wettkämpfe ändern wird…

Zumindest einige Regierungen zeigten jetzt zumindest Reaktionen in dem sie ankündigten, keine diplomatischen Vertreter zu den Spielen zu senden. Dies wird zwar die chinesische Führung kaum nennenswert beeindrucken und sie wird diese Winterolympiade dazu nutzen, zu welchem Zweck man sie ins Land geholt hat. Nämlich China ins gewünschte rechte Licht zu rücken, koste es was es wolle und mit allen Mitteln.

Sehr traurig dass das IOC mit ihrem deutschen Präsidenten Thomas Bach, einst selbst Olympia-Teilnehmer, es nicht geschafft hat, eine klare Haltung zu den erhobenen Vorwürfen zu kommunizieren. Scheinbar ist der heutige Spitzensport so kommerzialisiert, dass moralische Bedenken in den Hintergrund treten müssen und von vielen Verantwortlichen totgeschwiegen werden.

Gleiches gilt für die Fußball-Weltmeisterschaft in Katar. Ein solches Großereignis in ein fußballerisches Entwicklungsland zu vergeben und einen Wettbewerb, der immer in den Sommermonaten stattgefunden hat angesichts der vorherrschenden Sommer-Gluthitze in Katar kurzerhand in die Vorweihnachtszeit zu verlegen zeigt schon, dass da sicherlich viel Geld im Spiel war.

Auch die UEFA schaut angesichts öffentlicher Vorwürfe bezüglich Menschenrechtsverletzungen, diskriminierender Gesetze gegen Frauen und Homosexuelle und Tausender Toter bei der Errichtung der Sportstätten im Gastgeberland genauso weg wie das IOC, wobei dieses Schweigen wohl auch in den Geldbörsen vieler UEFA-Funktionäre spürbar sein dürfte. Geht man einmal davon aus dass die Heim-WM in Deutschland auch mit ein paar Millionen „vorfinanziert“ wurde, dann dürfte da von den Scheichs schon erheblich mehr geboten und geflossen sein.

Zumindest dürfte den Herren Berufsfußballspielern in Katar Gängelungen wie in China eher weniger drohen. Bleibt abzuwarten wann die Olympischen Winterspiele in Nordkorea und die Fußball-WM in Indien stattfindet. Wenn der Preis stimmt, ist das sicherlich nicht unmöglich. Und den Damen und Herren vom IOC und der UEFA dürfte relativ egal sein, von wem sie ihre Nebeneinkünfte beziehen.

Obwohl ich ein großer Sportfan bin, werde ich mir die Winterolympiade nicht nur wegen der Zeitdifferenz nicht ansehen. Auch die Fußball-WM steht nicht auf dem TV-Plan, mit WM im Winter kann ich nichts anfangen. Ich würde mich wirklich freuen wenn ich es noch erleben würde, dass man solche Veranstaltungen zukünftig in Länder vergibt, mit deren Werten man sich identifizieren kann und die nicht mittels Geld und der Unterstützung der entsprechenden Verbände ihre Ideologien verbreiten.