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Winterolympiade und Fußball-WM – Ohne mich!

nurmalso

Gleich zwei sportliche Großereignisse stehen in diesem Jahr auf dem Kalender.

In Peking werden am 04. Februar die 24. Olympischen Winterspiele eröffnet und in Katar wird am 21. November die 22. Endrunde der Fußball-Weltmeisterschaft angepfiffen. Beide Veranstaltungen sind für die teilnehmenden Sportler sicher Highlights ihrer Karriere, doch beide Veranstaltungen werden auch sehr kritisch betrachtet.

Bei den Olympischen Winterspielen in Peking drohen nicht nur wegen Corona eher eingeschränkte Wettbewerbe. Im Vorfeld wurden der autoritären Regierung Menschenrechtsverletzungen angelastet und ausländische Journalisten klagen über massive Behinderungen ihrer Arbeit durch Drohungen und Zutrittsverbote. Die Sportstätten werden hermetisch abgesperrt, ein Kontakt zu den Athleten nicht möglich. Fraglich ob sich dies während der Wettkämpfe ändern wird…

Zumindest einige Regierungen zeigten jetzt zumindest Reaktionen in dem sie ankündigten, keine diplomatischen Vertreter zu den Spielen zu senden. Dies wird zwar die chinesische Führung kaum nennenswert beeindrucken und sie wird diese Winterolympiade dazu nutzen, zu welchem Zweck man sie ins Land geholt hat. Nämlich China ins gewünschte rechte Licht zu rücken, koste es was es wolle und mit allen Mitteln.

Sehr traurig dass das IOC mit ihrem deutschen Präsidenten Thomas Bach, einst selbst Olympia-Teilnehmer, es nicht geschafft hat, eine klare Haltung zu den erhobenen Vorwürfen zu kommunizieren. Scheinbar ist der heutige Spitzensport so kommerzialisiert, dass moralische Bedenken in den Hintergrund treten müssen und von vielen Verantwortlichen totgeschwiegen werden.

Gleiches gilt für die Fußball-Weltmeisterschaft in Katar. Ein solches Großereignis in ein fußballerisches Entwicklungsland zu vergeben und einen Wettbewerb, der immer in den Sommermonaten stattgefunden hat angesichts der vorherrschenden Sommer-Gluthitze in Katar kurzerhand in die Vorweihnachtszeit zu verlegen zeigt schon, dass da sicherlich viel Geld im Spiel war.

Auch die UEFA schaut angesichts öffentlicher Vorwürfe bezüglich Menschenrechtsverletzungen, diskriminierender Gesetze gegen Frauen und Homosexuelle und Tausender Toter bei der Errichtung der Sportstätten im Gastgeberland genauso weg wie das IOC, wobei dieses Schweigen wohl auch in den Geldbörsen vieler UEFA-Funktionäre spürbar sein dürfte. Geht man einmal davon aus dass die Heim-WM in Deutschland auch mit ein paar Millionen „vorfinanziert“ wurde, dann dürfte da von den Scheichs schon erheblich mehr geboten und geflossen sein.

Zumindest dürfte den Herren Berufsfußballspielern in Katar Gängelungen wie in China eher weniger drohen. Bleibt abzuwarten wann die Olympischen Winterspiele in Nordkorea und die Fußball-WM in Indien stattfindet. Wenn der Preis stimmt, ist das sicherlich nicht unmöglich. Und den Damen und Herren vom IOC und der UEFA dürfte relativ egal sein, von wem sie ihre Nebeneinkünfte beziehen.

Obwohl ich ein großer Sportfan bin, werde ich mir die Winterolympiade nicht nur wegen der Zeitdifferenz nicht ansehen. Auch die Fußball-WM steht nicht auf dem TV-Plan, mit WM im Winter kann ich nichts anfangen. Ich würde mich wirklich freuen wenn ich es noch erleben würde, dass man solche Veranstaltungen zukünftig in Länder vergibt, mit deren Werten man sich identifizieren kann und die nicht mittels Geld und der Unterstützung der entsprechenden Verbände ihre Ideologien verbreiten.

1. FC Köln – Voll im Soll

effzeh

Das gestrige Spiel gegen den VfB Stuttgart war jetzt nicht gerade ein fußballerischer Leckerbissen, doch am Ende zählen eh nur die Punkte und die hat der Lieblingsclub sich gesichert. Und wieder einmal war Anthony Modeste dafür verantwortlich, dass der 1. FC Köln den Platz als Sieger verlassen konnte. AM27 scheint in dieser Saison seinen dritten Frühling zu durchleben und ist quasi die Lebensversicherung für den #effzeh.

Nach der Rettung in letzter Sekunde in der Vorsaison ist der #effzeh in dieser Saison auf einem guten Weg, schon frühzeitig nichts mehr mit dem Thema Abstieg zu tun zu haben. Aktuell steht der Club zum Ende der Hinserie auf Platz 8 mit erfreulichen 25 Punkten auf der Habenseite. Nur so zur Erinnerung: Zum Ende der vergangenen Saison konnte man gerade einmal 33 Punkte verbuchen und nur durch die Relegationsspiele in der 1. Bundesliga.

In dieser Saison muss der geneigte Fan also hoffentlich nicht wieder bis zum Schluss zittern. Offensichtlich war die Verpflichtung von Trainer Baumgart ein absoluter Glücksgriff und er hat in Köln in sehr kurzer Zeit schon Kultstatus erreicht. Die Mannschaft wurde personell nicht entscheidend verändert, zeigt sich jedoch in dieser Saison sowohl spielerisch und vor allem kämpferisch deutlich verbessert.

Ich bin gespannt, ob man sich auch nach der Winterpause weiterhin so verbessert zeigt. Bis hierhin gilt: Glückwunsch #effzeh und weiter so!

Der 1.FC Köln – Spürbar anders

effzeh

Noch vor wenigen Monaten konnte man die Spiele des Lieblingsclubs nur verfolgen, wenn man wirklich gute Nerven hatte oder diese durch Medikamente beruhigt wurden.

Die Mannschaft spielte eigentlich keinen Fußball sondern versuchte lediglich, so wenig wie möglich Gegentore einzufangen. Oft genug lag man schon zu Beginn einer Partie früh zurück und machte dann so gut wie keine Anstalten, auch selbst auf einen Torerfolg aus zu sein. Dies hat sich allerdings in dieser Saison – zumindest bis jetzt – deutlich gewandelt. Der Mann mit dem höchsten Anteil an dieser erfreulichen Wandlung dürfte Trainer Steffen Baumgart sein, der dem bis dato praktizierten Angsthasenfußball den Kampf angesagt hat.

Und das mit einem nur unwesentlich veränderten Kader. Auf einmal spielt der #effzeh wieder richtigen Fußball, Fußball den man sich als Fan auch mal wieder ohne Weinkrampf oder Nervenzusammenbruch ansehen kann. Auch von Rückständen wie gestern gegen Fürth lässt man sich nicht demotivieren und spielt weiterhin offensiv nach vorne. Zwar ist nicht alles Gold was glänzt und nicht jedes Zuspiel findet seinen Empfänger, Ballverluste werden aber umgehend mit Kampf und Einsatzwillen wieder ausgeglichen.

Wenn man die Spielweise des 1.FC Köln mit denen der letzten beiden Spielzeiten vergleicht, so hat die Mannschaft einen sehr erfreulichen Wandel durchgemacht. Einige erfolgshungrige Anhänger schwafeln nach sieben Spieltagen, 12 Punkten und einem einstelligen Tabellenplatz schon wieder von internationalen Wettbewerben, doch ich bin schon sehr zufrieden wenn man in dieser Saison möglichst frühzeitig genügend Punkte einfährt, um mit dem Abstieg nichts zu tun zu haben. Zumindest ist die Mannschaft bisher auf dem besten Weg, dieses Ziel zu erreichen.

Der Start in die Saison ist auf jeden Fall sehr vielversprechend und erfreulich gelungen. Mit Sicherheit werden auch noch einige Niederlagen und/oder schlechtere Spiele folgen. Aber die Mannschaft wirkt in dieser Saison um einiges gefestigter, um auch Rückschläge auffangen zu können. Der #effzeh ist nämlich im Vergleich zu den letzten Jahren jetzt spürbar anders…