TÜV-Termine in Köln

nurmalso

Normalerweise gehören die momentanen beruflichen Termine nicht gerade zu denen, die ich bevorzuge. TÜV-Prüfungen von Raumlufttechnischen Anlagen und Brandschutzeinrichtungen sind nämlich meistens ziemlich öde. Da dackelst du tagelang mit einem TÜV-Ingenieur durch meist ziemlich große Objekte, arbeitest kilometerlange Listen ab, benötigst danach neue Schuhsohlen oder dir gelüstet es zumindest nach Kilometergeld. Zudem sind die Damen und Herren manchmal recht eigen, was sich jetzt nicht unbedingt positiv fürs Arbeitsklima erweist.

Aber diesmal, diesmal habe ich scheinbar das große Los gezogen. Sehr entspannt, locker und vor allem weiß er wovon er redet. Da habe ich schon ganz andere Bürohengste erlebt… Am Dienstag haben wir im Kölner Neptunbad angefangen und waren schon nach einer Stunde perfekt eingespielt. Solche TÜV-Prüfungen laufen ja eigentlich immer während des Publikumsverkehrs ab, im Moment spielt uns da Corona ein wenig in die Karten und bis auf ein paar Haustechniker und Köchin Geli die uns versorgt sind wir alleine im Objekt unterwegs. So ein Virus hat tatsächlich auch etwas positives, naja wenigstens ein wenig…

Eigentlich hatten wir für das Neptunbad nur bis gestern geplant, müssen aber heute auch nochmal mindestens einen halben Tag ran. Und nächste Woche stehen dann 5 Tage in der Kölner Claudius Therme an. Gut, die Hacken ablaufen werden wir uns wahrscheinlich auch dort aber wenn das genau so entspannt abgeht, dann werde ich mich demnächst nur noch für solche Termine melden. Und vielleicht gibts ja doch noch Kilometergeld… B-)

Zusatz: Natürlich sind auch der TÜV und wir darauf angewiesen, das eventuelle Maßnahmen der Bundesregierung nicht verschärft bzw. ergänzt werden. Dann isses Essig mit dem entspannten arbeiten… Daumen drücken ausdrücklich erlaubt!

Olympia 2020 in Tokio muss verschoben werden

landkarte

Manche Diskussionen und Entscheidungen kann man zwar teilweise nachvollziehen aber…

Diese massiven Eingriffe die im Moment nötig sind, um eine weitere Verbreitung des Coronavirus einzudämmen und abzuschwächen, treffen nicht nur jeden „normalen“ Bürger, auch die Berufssportler dieser Welt sind zur Untätigkeit verdammt. Von den zu erwartenden finanziellen Problemen der diversen Fußballligen hört oder liest man ja fast täglich, aber auch andere beliebte Sportarten wie Handball, Basketball oder Eishockey müssen überlegen wie es weitergeht, wenn diese Kontaktbeschränkungen noch lange dauern sollten. Aber auch viele Amateurclubs werden vielleicht nach dieser Corona-Krise Abstriche machen müssen.

Die Fußball-Europameisterschaft wurde schon um ein Jahr verschoben und je nachdem wie lange der Spielbetrieb noch aussetzen muss, ist auch der Termin im Sommer 2021 wohl noch nicht endgültig. Auch die Weltmeisterschaften in anderen Sportarten wurden schon abgesagt oder verlegt. Nur das IOC, das Internationale Olympische Komitee, hält immer noch an der Durchführung der Olympischen Spiele in Tokio vom 24. Juli bis 9. August 2020 fest. Für mich vollkommen unverständlich, zudem die Kritik einiger Landesverbände schon zu lesen war. Und die Kanadier haben sogar schon entschieden, kein Team zur Olympiade zu schicken.

Zuerst einmal stehen noch einige nationale Qualifikationswettbewerbe auf dem Terminkalender, die allerdings wohl zumindest in Asien, Amerika und Europa wohl im Moment unmöglich ausgetragen werden können. Hallen und Stadien sind gesperrt, an einen geregelten Trainingsbetrieb ist nicht zu denken. Einige Athleten haben schon ihren Verzicht auf Olympia mitgeteilt, die meisten trainieren noch, oft allerdings eingeschränkt, weil sie eben noch mit einer Durchführung seitens des IOC rechnen. Auch Tokio als Ausrichter der Spiele setzt sich im Fall einer Ausrichtung natürlich einem hohen Risiko aus.

Man stelle sich vor, in einer Stadt mit 38 Millionen Einwohnern reisen Athleten mit Betreuerstäben und Trainern ein und verbreiten das Virus dort weiter. Ein Szenario das man sich lieber nicht ausmalen möchte. Sicherlich waren mit der Ausrichtung der Olympiade immense finanzielle Investitionen notwendig und gerade das IOC dürfte alleine dafür, das die Spiele in Japan ausgetragen werden dürfen, nicht unerheblich die Hand offen gehalten haben. Fehlende Besucher und Einnahmen aus Fernsehrechten – da dürfte bei einer Absage ein dickes Minus zu verzeichnen sein.

Eine Verlegung um ein Jahr ist auch nicht mal so eben möglich, denn die 10.000 Wohnungen für Athleten, Trainer und Betreuer im olympischen Dorf sind alle schon verkauft. Doch eine Lösung muss sich finden und jetzt kann das IOC mal zeigen, das für die Institution nicht nur Geld das wichtigste ist, sondern auch im Sinne von Athleten und Ausrichtern entschieden werden kann. Zwar hat man sich noch vier Wochen „Bedenkzeit“ eingeräumt aber alles andere als eine Verschiebung der Olympiade wäre unverantwortlich.