Hat die Bundeswehr nur noch Schrott?

papierWas ist eigentlich mit unserer Bundeswehr los?

2015 jährt sich zum 70sten mal der Jahrestag der Beendigung des 2. Weltkriegs und heutzutage muss die Bundeswehr keine Kriege mehr führen. Gott sei Dank mag man da denken, das allerdings eher wenn man die Schlagzeilen der vergangenen Wochen liest. Geht man nach der Berichterstattung, dann scheint die Ausrüstung der Bundeswehr nicht gerade in einem guten Zustand zu sein. Daran dürften selbst Berufsoptimisten keine Zweifel mehr hegen.

Nun, meine Bundeswehrzeit liegt lange zurück, allerdings kann ich mich beim besten Willen nicht erinnern, dass in unserer Truppe Fahrzeuge wegen Ersatzteilmangels nicht einsatzbereit waren. Liest man dagegen die fast täglichen Meldungen über neue Mängel, dann stellt sich einem schon die Frage ob die Bundeswehr überhaupt noch einsatzfähig ist.

22 Bordhubschrauber des Typs „Sea Lynx“ sind derzeit nicht einsetzbar, weil an einigen Modellen Risse entdeckt worden sind. Damit sind immerhin 50% der Hubschrauberflotte der Marine außer Betrieb und die restlichen 50% gelten als veraltet und wegen ständiger Reparaturen als nur bedingt einsatzfähig. Doch das ist noch nicht alles…

Im Moment sind auch nur 38 von 89 Kampfjets des Typs Tornado einsatzbereit und von 109 Eurofightern können nur 42 (Stand heute) auch geflogen werden, wobei wegen eines Fertigungsfehlers die effektive Einsatzzeit vom Hersteller auf die Hälfte der Flugstunden begrenzt wurde. Auch bei der Transportflotte scheint es nicht viel besser auszusehen, denn diverse technische Pannen hatten in den letzten Tagen auch die Flüge von Bundeswehr-Ausbildern und die Lieferung von Waffen in den Nordirak verzögert.

Gott bewahre uns vor einem Krieg, dies wird sicher jeder vorbehaltslos unterschreiben. Aber das Deutschland selbst seine Verpflichtungen gegenüber der NATO in den Krisengebieten der Welt nicht einhalten kann, ist schon sehr blamabel. Aber vielleicht steckt angesichts der Kritik an solchen Hilfseinsätzen ja auch Methode dahinter…