1.FC Köln

28. Spieltag – Das war es wohl für den #effzeh

effzeh

Angesichts der gestrigen Niederlage gegen den FSV Mainz 05, einem direkten Konkurrenten im Abstiegskampf, dürfte sich wohl das Thema 1. Bundesliga abermals für den Lieblingsclub erledigt haben. Im Verlauf dieser verkorksten Saison hatte man oftmals die Chance sich von den Abstiegsplätzen abzusetzen, weil die Konkurrenten patzten. Nur hat man diese Chancen fast fahrlässig verspielt.

Zwar ist der Zug noch nicht endgültig abgefahren, aber für mich ist im Moment absolut nicht erkennbar, wie man mit dieser Truppe wenigstens den Relegationsplatz 16 erreichen könnte. Und mit dieser Mannschaft dürfte auch ein direkter Wiederaufstieg dank starker Mannschaften auch in Liga 2 wohl nur mit viel Glück und noch mehr Gottvertrauen zu realisieren sein.

Die restlichen Spiele dieser Saison gegen Leverkusen, Leipzig, Augsburg, Freiburg, Hertha BSC Berlin und Schalke 04 machen jetzt nicht unbedingt Hoffnung auf eine erfolgreiche Punkteausbeute und da muss man sich wohl als Fan spätestens jetzt mit dem Thema Abstieg vertraut machen. Die gestern Abend noch bekannt gegebene Beurlaubung von Trainer Gisdol muss man wohl als letzten Rettungsanker bewerten, denn auch ein neuer Trainer wird mit dem vorhandenen Personal in der Kürze der Zeit keine Wunderdinge vollbringen können.

Man muss wohl auf einen wirklichen Neuanfang hoffen, denn der Niedergang dieses Vereins hat nicht erst in dieser Saison begonnen. Da kracht es an einigen Stellen und es wird dringend neues Personal benötigt. Nicht nur bei den Herren Balltretern, deren Fähigkeiten wohl besser in der 2. Bundesliga aufgehoben sind. Es muss ja nicht gerade beim 1. FC Köln sein…

1. FC Köln – Will man so die Klasse halten?

1.FC Köln

Eigentlich hatte ich mir – obwohl der VfB Stuttgart bisher eine wirklich gute Saison spielt – schon etwas ausgerechnet was das Punktekonto erhöht hätte. Gerade mit dem unerwarteten Derbysieg gegen Mönchengladbach im Rücken sollte doch da etwas drin sein. Aber Pustekuchen, der Lieblingsclub „glänzte“ mal wieder mit Sicherheitsfußball und man hatte den Eindruck, dass die Mannschaft nicht wirklich gewinnen oder eventuell nur nicht höher verlieren wollte.

Zwar wurden kaum Chancen des Gegners zugelassen und auch aus kämpferischer und läuferischer Sicht war die Leistung im großen und ganzen in Ordnung. Um so ärgerlicher, wenn man dann dank scheinbar nicht vorhandener Angriffskräfte keinerlei Anstalten macht, auch ein oder gar mehrere Tore zu erzielen. Die Mannschaft beginnt grundsätzlich erst selbst aktiv zu werden, wenn man bereits mit einem oder zwei Gegentoren in Rückstand ist. Das ist allerdings für die 1. Bundesliga zu wenig.

Der 1. FC Köln kann sich im Moment äußerst glücklich schätzen, das Mannschaften wie Mainz, Bielefeld und Berlin im Moment auch nicht immer ihren besten Fußball spielen, sonst wäre man wahrscheinlich schon genauso weit abgeschlagen wie Schalke 04. Nur darf und kann man sich eben nicht darauf verlassen, dass diese Mannschaften genauso regelmäßig verlieren wie man selbst. Bestes Beispiel Mainz 05, die am Samstag bei den Ponys aus Gladbach die Punkte entführten.

Sicherlich kann Trainer Gisdol mit dem vorhandenen Kader keine Wunderdinge vollbringen, nur gelegentliche Überraschungen sind drin und das ist eben zu wenig. Aber man muss sich auch die Frage stellen, ob die Truppe wirklich auch auf Sieg eingestellt ist oder ob man bestenfalls mit einem Unentschieden schon zufrieden ist. Ich bin weit davon entfernt hier nach Trainerwechsel zu schreien, denn auch ein neuer Trainer wird mit diesem Kader arbeiten müssen, der aus meiner Sicht zu mindestens einem Drittel nicht bundesligatauglich ist.

Wenn man sehr optimistisch ist, dann darf man eventuell sogar hoffen dass der #effzeh am kommenden Wochenende in München punktet. Denn die scheinen nach einem glücklichen Unentschieden gegen Bielefeld und einer Niederlage gegen Frankfurt auch nicht gerade in Bestform. Sieht man es eher pessimistisch, dann könnte es allerdings gegen gefrustete Bayern auch ein Schlachtfest geben. Die Spieler sind gefragt und gefordert, sich dagegen zu wehren und vielleicht eine erneute Überraschung zu schaffen.

Vielleicht schafft es Gisdol ja, seinen Mannen mal etwas Mut zu einzuimpfen und auch gegen Bayern endlich mal offensiv spielen zu lassen. Denn als Fan gehe ich lieber mutig unter, bevor ich mir diesen Angsthasen-Fußball weiter ansehen muss. Dazu muss die Mannschaft allerdings auch mal 90 Minuten konzentriert bleiben und eigene Fehler auf ein Minimum reduzieren. Wunder gibts zwar nicht immer wieder, aber vielleicht manchmal… :whistle:

Derbysieger

Vielleicht habe ich nur das Gefühl, dass der Lieblingsclub seit ziemlich genau einem Jahr ziemlich grottig spielt. Da verlor man nämlich das Derby gegen Borussia Mönchengladbach im ersten Geisterspiel der Corona-Zeit. Deshalb tut es natürlich besonders gut, wenn man gegen den ewigen Rivalen vom Niederrhein mal wieder gewinnen und wichtige Punkte im Abstiegskampf einfahren kann.

Zugegeben, es war jetzt nicht gerade ein spielerischer Hochgenuss im gestrigen Derby, aber die Herren Berufsfußballspieler haben zumindest mal wieder ihre begrenzten Möglichkeiten ausgeschöpft und gezeigt, dass man mit Leistungsbereitschaft auch ein Spiel gewinnen kann, das viele Fans schon vorher als verloren abgeschrieben haben.

Aber wie immer beim #effzeh gibt es nicht nur Gutes zu vermelden. Da ist noch dieses Video im Umlauf, als die Mannschaft per Bus bei der Abfahrt an den Niederrhein durch ein Pyro-Spalier der Ultras fuhr und unter anderem der Satz „Was für Spacken.“ fiel. Meine persönliche Meinung dazu: Ich bin kein Freund von Pyrotechnik aber wer die eigenen Fans als Spacken bezeichnet, sollte tunlichst schnell aus dem Kader entfernt werden!

Auf die – wahrscheinlich von der Vereinsführung gedrängte – schriftliche Entschuldigung des Spielers gebe ich nichts. Weg mit Herrn Drexler, vielleicht sollte er ab und zu mal seinen Verstand einschalten, bevor er solche Äußerungen macht. Doch gerade nach so einem wichtigen und unerwarteten Derbysieg haben die Fans schon die passende Antwort…