Alpen

Die Preußen und die Bayern

bayern

Bayern wird ja fälschlicherweise oft als ein Teil Deutschlands bezeichnet…

Genau genommen ist Bayern eigentlich kein Staat, noch nicht einmal ein Bundesland. Eher gilt Bayern als weltgrößter Parkplatz für österreichische Ski-Urlauber und aktuell auch für syrische Flüchtlinge. Diese kulturelle Einöde ist laut bayrischer Verfassung der natürliche Feind von uns Deutschen und liegt nicht nur aus topographischen Gründen auf der Landkarte ganz unten. Die Bayern ticken oft etwas anders denn sie sind zum Beispiel zutiefst davon überzeugt, dass sie die ganze Welt finanzieren und alle Länder südlich, westlich, östlich und nördlich der bayrischen Landesgrenzen eigentlich keine Daseinsberechtigung haben. Ausgenommen die Österreicher, dies aber auch nur, weil die beiden Bergvölker eine ähnlich unverständliche „Sprache“ vereint.

Das politische System in Bayern ist streng nach der Landesgesetzgebung eine Demokratie. Dies bedeutet im weitläufigen Sinne, dass das Volk entscheidet was zu tun und zu lassen ist. Allerdings sind die Bayern in dieser Hinsicht eher gemütlich und verzichten schon einmal freiwillig auf die Ausübung ihrer Rechte und überlassen lieber der regierenden Volkspartei CSU, die Entscheidungen zu treffen. Stichwort Rauchverbot in Kneipen und Biergärten, wenn da die Ureinwohner damals nicht zu faul gewesen wären auch zur Abstimmung zu gehen anstatt den Sonntag traditionsgemäß im Biergarten zu verbringen, dann könnte man sich auch als Nikotinfreund dort noch wohlfühlen.

Apropos regierende Volkspartei… Alle fünf Jahre kreuzt der Bayer an dass alles bestens ist und handelt nach der bekannten Bauernregel „Ist zu den Wahlen mit den Subventionen alles klar, macht der Bauer sein Kreuzl, wo’s immer schon war“. Únd da mindestens 90 Prozent aller Bayern auch Bauern sind, kann es sich Bayern leisten echte freie Wahlen abzuhalten. Da maximal 10 Prozent der Stimmen auf Parteien entfallen können die nicht die CSU sind, fällt das Ergebnis eigentlich in jeder halben Dekade gleich aus. Gelernt hat man diese Abstimmungsmethoden übrigens in der früheren DDR und sie nur noch etwas verfeinert.

Man kennt ja aus demokratischen Systemen, dass nicht zu viel Macht in den Händen nur einer Person liegen soll. Deshalb haben die Bayern etwas ganz unübliches eingeführt und die Macht auf mehrere Schultern verteilt. Nämlich auf den Vorsitzenden der CSU, den Erzbischof von München und Freising und den Vorstand des FC Bayern München. Die Amtsinhaber der staatlichen Gewalten genießen Immunität, wie man aktuell am Beispiel von Franz Beckenbauer in Sachen Schmiergeldaffäre DFB sieht. Die Aufhebung der Immunität kann zwar vom Bayrischen Landtag beantragt werden, die Entscheidung darüber fällt der Betroffene jedoch grundsätzlich selbst.

Aber Bayern hat nicht nur positives, sondern teilweise auch negative Seiten. Bier zum Beispiel darf dort rund um die Uhr konsumiert werden. Bier ist nämlich in Bayern kein einfaches Getränk, sondern ein unverzichtbares Grundnahrungsmittel, dass jedem Bürger laut Gesetz in unbegrenzter Menge zur Verfügung zu stehen hat. Bier prägt Grundwerte wie Kultur, Religion und Politik und hilft bei der Abschottung von der westlichen wirklichen Zivilisation. Bei dieser Abschottung hilft dem Bayern seine eigentümlich kehlig klingende „Sprache“, von der wir Preußen oft glauben dass der Bayer sich lediglich nicht entscheiden kann, ob er nun sprechen oder rülpsen soll.

In Bayern kann, anders als in unseren zivilisierten Ländern, auch nicht jeder Fernsehsender empfangen werden, Was zum einen an den angrenzenden Hügeln namens Alpen liegt, zum anderen an den etwas prüden Ansichten der Bayern. Die ARD zum Beispiel ist kein Sender für einen Bajuwaren, da werden Bayern grundsätzlich nur schlecht gemacht, ebenso beim ZDF, Sat 1, RTL, VOX, Pro 7 und ARTE. Der Bayer sieht sich lieber Kultursendungen auf Super RTL an und wenn er Glück hat, dann wohnt er mitten in München wo man mittlerweile auch schon 2 Kilometer Glasfaserkabel verbuddelt hat, um sich Reportagen auf Kabel 1 ansehen zu können.

Aber dem Bayern liegt eigentlich auch weniger am Fernsehen, lieber säuft er. Dazu haben die urzeitlichen Vorfahren des Bergvolks eigens ein Fest erfunden, das Oktoberfest. Das Oktoberfest ist ein alljährlich wiederkehrendes Volksbesäufnis mitten in München und beginnt, um uns Preußen von einem Besuch abzuhalten und entgegen seines Namens, mit schöner Regelmäßigkeit immer im September. In der Beziehung ist der Bayer erfinderisch, denn wenn ihm einer sein Bier wegsaufen will, dann wird er schnell grantlig.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde das Oktoberfest übrigens an den Wänden der Cheops-Pyramide etwa 1500 v. Christus, wahrscheinliche Verfasser sind Asterix und Obelix. Vom ersten Tag des ersten Oktoberfestes an wurde Bier in Eimern zum Wildschwein gereicht, später kredenzte man mangels wilden Schweinen Brathendl und eklige gekochte Würste dazu, die der Bayer am liebsten aus der Pelle lutscht. Naja, dem Bergvolk schmeckts und mangels leckerer und genießbarer Lebensmittel wird diese Tradition – zumindest von den wenigen verbliebenen Einheimischen – auch heute noch aufrecht erhalten.

Sie sind schon ein komisches Völkchen, diese Bayern. Und mindestens 2 Wochen müssen sie mich auch noch ertragen…

Ein komisches Völkchen, diese Schweizer

bergeÜbernächste Woche gehts wieder in die Schweiz.

Nur beruflich, Urlaub kann man sich dort sowieso nicht mehr leisten. Die Schweiz gehört ja zusammen mit Uruguay, Vietnam, Griechenland und Bayern zu den 5 (un)heimlichen Weltmächten. Weil die Schweizer aber den Anfang des Rheins besitzen wagt niemand in Europa, etwas dagegen zu unternehmen. Das Land befindet sich zwischen vielen hohen Bergen und in den wenigen Tälern findet man vereinzelt auch Ortschaften. Seen soll es dort auch geben, die hab ich aber nicht gesehen. Wahrscheinlich weil es bei meinem letzten Besuch schon dunkel war…

Die Schweiz ist uralt. Die ersten Siedler waren den Überlieferungen nach orientierungslose Deutsche, die sich auf dem Weg zu Aldi verlaufen hatten. Im Rheintal gründeten sie dann eine Kolonie und weil sowas eine Sauarbeit ist bei der man manchmal ganz schön ins schwitzen kommt, nannten sie ihr Land Schwyiz. Nicht besonders ausgefallen, dafür aber kurz und prägnant.

Das Land war stets von Feinden umgeben und so entwickelten die Schweizer eine abhörsichere und nicht dekodierbare Sprache, das sogenannte Schweizerdeutsch. Ein Sprachcode der – ähnlich wie in Bayern – selbst von qualifizierten Spezialisten bis heute nicht geknackt werden konnte. Nichts desto trotz sind die Schweizer noch verhältnismäßig friedlich. Obwohl sie eigentümliche Sitten entwickelten, bei denen zum Beispiel Jugendlichen Äpfel vom Kopf geschossen wurden.

Eigentlich ein sehr sinnvoller Brauch, wird dadurch doch die Zahl hohlbirniger Stimmbruch-Teenies, welche meist eh nur Mist bauen, auf ein einigermaßen erträgliches Maß reduziert. Übrigens hassen die Schweizer die Österreicher. Nicht weil sie freundlicher als die Schweizer sind, sondern weil sie sich einen Teil der Alpen unter den Nagel gerissen haben und auch weil sie beim Skifahren immer besser als die Schweizer sind.

Die Schweizer sind ein sehr zurückhaltendes Volk, erst recht wenn jemand an ihr Bankgeheimnis will. Da wird der Schweizer noch verschwiegener als ein taubstummer Banker. Denn ein Geheimnis ist ein Geheimnis, da kennt der Schweizer keine Freunde. Grundsätzlich wird in der Schweiz auch alles gegessen, egal ob frisch, verfault oder koscher, Hauptsache man tunkt es vorher in geschmolzenen Käse.

Ein komisches Völkchen, diese Schweizer. Was sie allerdings nicht davon abhält, harmlosen deutschen Touristen oder Grenzgängern wie mir mit hinterhältigen Tricks das Geld aus der Tasche zu ziehen. Um in der Schweiz mit dem Auto fahren zu dürfen, wird einem gleich an der Grenze Geld abgenommen. Als Gegenwert bekommt man nur einen simplen Aufkleber, die Vignette. Und als ob das noch nicht genug wäre, muss man vor manchen der tausenden Tunnel die quer durch das Land gebuddelt wurden, noch einmal extra bezahlen.

Da wird kurzerhand der Schweizer Franken eins zu eins in Euro umgerechnet und notfalls noch ein Bedienungszuschlag erhoben, damit der Profit auch groß genug ist. Diese kleinen mistigen Bergziegen… Normalerweise müsste man ihnen den Krieg erklären aber selbst für diesen Fall haben die Schweizer vorgesorgt. Sie haben sich einfach für neutral erklärt und lassen ihre Feinde erst gar nicht ins Land.

Sie haben zwar eine Armee, aber die trägt nur lustige Uniformen und bewacht den Papst in Rom. Ein komisches Völkchen, diese Schweizer.