Autoschlüssel

Frauen und ihre Handtaschen

lupe

Die Damen und ihre Handtaschen. Die meinige bevorzugt schon seit Jahren den Typ Müllbeutel oder Klammersack. Einen anderen Namen habe ich für diese überdimensionalen Teile leider noch nicht gefunden. Wie sollte man diese Vorratssäcke auch anders bezeichnen?

In diesen Säcken wird in mühevoller und teils mehrmonatiger Sammelarbeit alles verstaut, was die 10-kg-Grenze nicht überschreitet. Ob nun wichtige Dinge wie Papiere, Portemonnaie, Handy und Autoschlüssel oder eher unwichtiges wie das Mäppchen mit den bunten Stiften zum anmalen, volle aber auch leere Zigarettenpackungen, eine ansehnliche Sammlung von diversen Feuerzeugen aller Art, Taschentücher, Brillenputztücher, mehrere Kugelschreiber… Eben alles, was Frau zum täglichen Überleben benötigt. Nicht zu vergessen das Pfefferspray in der handlichen 250-Gramm-Dose, das allerdings sinnigerweise immer ganz unten liegt. Einfach alles findet seinen Platz, mehr oder weniger…

Wenn ich dann aber einmal darum bitte meine Zigaretten mit zu verstauen, heißt es grundsätzlich: „Meine Tasche ist voll!“ Dabei bekäme sie mit ein wenig guten Willen und einer weniger ablehnenden Haltung selbst meinen Alles-was-Mann-unterwegs-so-braucht-Heimwerkersatz noch mühelos verpackt. Selbst für meinen transportablen und überaus hilfreichen 5 kg-Amboss für ganz dringende Reparaturarbeiten an defekten Geschmeideverschlüssen ließe sich garantiert noch ein Plätzchen finden.

Wenn sie nur wollte… Bei unseren letzten Diskussion riet sie mir doch allen ernstes, ich solle mir so ein Schwulenköfferchen Herrenhandtäschchen zulegen. Allerdings ist diese Variante für mich als stahlharten Typen nun wirklich gar nicht akzeptabel. Letztens, bei einem abendlichen Bummel durch die Kölner Innenstadt, schaute sie allerdings doch etwas pikiert, als ich ihr partout nicht das obligatorische Händchen reichen wollte konnte.

In der einen Hand hielt ich nämlich den Schlüsselbund mit dem Autoschlüssel und in der anderen – ihr werdet es schon erraten haben – eine Schachtel Zigaretten nebst Feuerzeug. Welches mir plötzlich und ohne eine Andeutung aus der Hand gerissen genommen und im Beutel verstaut wurde. Na also, geht doch… Man(n) muss sie nur erziehen, diese Weiber nur konsequent bleiben!

Erlebnis am Briefkasten

briefkasten Sachen gibts…

Die älteren unter uns werden sicher noch diese zumeist quietschgelben Kisten kennen, die landläufig unter dem namen Briefkasten bekannt und eigentlich an jeder belebten Ecke zu finden waren. Heutzutage ist der Briefkasten aus Einsparungsgründen immer seltener in freier Wildbahn anzutreffen. Und junge Leute wissen oft überhaupt nicht, was so ein blöder gelber Kasten da soll. Naja, es gab auch eine Zeit vor WhatsApp und ich werde den jüngeren unter uns jetzt keine große Erklärung abgeben, was man mit einem Briefkasten so anfangen kann. Dafür gibts ja die Wikipedia

Was man tunlichst nicht in einen Briefkasten werfen sollte, das habe ich allerdings gestern morgen in Meschede im Sauerland erlebt. Unweit von mir stand ein Briefkasten und davor hielt plötzlich ein großes Auto an, dem ein kleines Weibchen entstieg. Über dem Arm hatte sie jede Menge Briefumschläge, die meisten davon im DIN A4-Format. Sie hatte es augenscheinlich eilig und versuchte im Akkord, die Umschläge in den Schlitz zu befördern.

Klappte auch ganz gut, bis ich plötzlich einen spitzen Schrei, gefolgt von einem unüberhörbaren Fluch vernahm. Aus heiterem Himmel ließ sie den Rest der Briefe plötzlich fallen, rappelte an der Klappe des Schlitzes herum und trat laut fluchend gegen den Briefkasten. So etwas machte mich natürlich neugierig…

Also bin ich mal die paar Meter zu ihr geschlendert und habe gefragt, warum sie sich denn am Briefkasten die Schuhe malträtieren würde. Und zur Antwort bekam ich, dass sie wohl ihren Autoschlüssel unbeabsichtigt mit im Briefkastenschlitz hatte verschwinden lassen. Naja, das „Typisch Frau“ habe ich mir vorsichtshalber mal verkniffen, nicht verkneifen konnte ich mir aber ein lockeres Grinsen…

Worauf ich direkt auch einen Anpfiff von ihr bekam, ich solle ihr lieber helfen anstatt „blöd zu grinsen“ und das auch noch im allergemeinsten aber noch verständlichen Sauerländer Dialekt. Pech für sie war allerdings, das ich mein Briefkastenwegsprengköfferchen gerade nicht dabei hatte. So habe ich ihr dann nur geraten auf den Fahrer/die Fahrerin zu warten, die den Postsack abholt. Sollte laut Schild etwa eine halbe Stunde später geschehen…

Doch als sie sich dann noch zickig für meinen „tollen Vorschlag“ bedankte, hab ich mich wieder verzogen. Zickige Weibsbilder liegen mir nicht, da werde ich nachher auch noch rebellisch… Allerdings glaube ich wirklich dass die Dämlichkeit gedacht hat, jemand würde jetzt für sie den Briefkasten demolieren um wieder an ihren Autoschlüssel zu gelangen.

Sachen gibts… Habt ihr auch schon mal etwas im Briefkasten verloren?